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Diese
Seite ist eine unter der Domaine des DARC für Mitglieder des
DARC zur Verfügung gestellte nonprofit
Unterseite für mein Rufzeichen DL8LRZ. Sie ist an die
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Domaine DARC (erreichbar über https://www.darc.de/home/)
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ausschließlich der Darstellung von Aspekten meines privaten
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Auf
dieser Webseite stehen nur technische Betrachtungen aus dem
Amateurfunk, wie oben angegeben. Alle Texte und Bilder stammen
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Inhaltes Die Seite wurde mit OpenOffice (huch, eine Webseite
aus der Steinzeit!) erstellt, ganz einfach, weil mir der Aufwand
der Einarbeitung in ein anderes System zu groß war. Da ich
kein Designer und Fotograf bin, muss auch die Gestaltung nicht
immer formvollendet sein, für mich lag der Inhalt im
Vordergrund. Reiner DL8LRZ
,,,,,,,..................................................................................
letzte Änderung
28.01.2026...........................................................................................................
DL8LRZ(at)DARC.de
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Inhalt:
28.11.2025:
FT8TW(FT4/FT8) -BETA- auf Google Play Store erschienen.
Etwas schwer zu finden, Suche leitet meist auf die alte Variante.
Am besten nur mit FT8 suchen, nach unten (weit) scrollen, richtige
Version auswählen.
Einleitung
Früher
war mein Bestreben, portabel mit 100W und großer Antenne
maximale DX - Ergebnisse zu erreichen, was zuhause aufgrund der
äußeren Gegebenheiten stark eingeschränkt war. Die
Ausrüstung belegte oft den halben Transportraum des PKW, was
nicht immer auf Akzeptanz der Familie stößt. Nachdem
das separate Gartengrundstück entfiel und das Alter mich
genügsamer machte, suchte ich nach einer Alternative mit
weniger (Transport-) Belastung. Da ich schon immer gern etwas
baue, wendete ich mich den kleinen CW-Kits zu. Das war Mosquita,
BCR, dann QCX und der QCX+(modifiziert 60-10m) mit maximal 8-10W,
seit 2024 verwende ich faktisch nur noch den QMX/QMX+ für
portabel. Alle sind modifiziert mit internen oder angeflanschten
Batterien und Sensorpaddle. Dafür braucht man natürlich
möglichst passende Portabelantennen. Nachdem ich lange mit
Vertikal und auch Magnetloop (letztlich zu sperrig/aufbauintensiv)
für meine Portabeleinsätze experimentiert hatte, bei
Abstechern zum Dipol immer das Problem der Aufhängung
bestand, bin ich zu den nachstehend aufgeführten Antennen
gekommen. OK, ich habe anfangs auch über die HFP1 (und dann
mit 5W) gelächelt, aber insbesondere mit etwas längerem
Strahler geht sie verblüffend für ihre Größe.
Natürlich gibt es immer etwas besseres, leider meist auch
aufwendiger und teurer. Letztlich verbindet man 2 Dinge: Die
Bewegung im Freien mit dem Hobby. Ersteres ist gut für den
OM/die YL, zweites ist ein echtes Erfolgserlebnis, wenn man ferne
schwache Stationen mit kleinen Batteriegeräten arbeiten kann,
deren Existenz man im allgegenwärtigen digitalen Störnebel
unserer modernen Städte nicht einmal ahnen kann.
Die
Beiträge auf dieser Seite sind keine Bauanleitungen, sie
sollen als Anregung für eigene Ideen und Lösungen
dienen. Für die Einhaltung der Sicherheit von Nachbauten ist
jeder selbst verantwortlich.
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Mir
war wichtig - Es geht um
Kurzwellenantennen für POTA (portabel)
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Transportfreundliche
Gestaltung (Für Rucksack zu Fuß, per Fahrrad und
ÖPNV sowie per PKW)
Grundaufbau
ohne örtliche Aufhängepunkte (Bäume), keine
Beeinträchtigung der Umwelt.
Schäden/Havarien
(Sturm, Unachtsamkeit) durch Station und Antennenteile
minimieren.
Belastbarkeit
mindestens 10W für alle Teile. Autonome Betriebszeit ca.
3-4 Stunden.
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Die
Antennen enthalten in ihrer Grundform keinen Schutz vor
Blitzeinschlägen und statischen Aufladungen. Deshalb sind sie
bei möglicher Gewitterbildung sowie Nichtnutzung von Geräten
und Gebäuden zu trennen, wenn sie außerhalb von
Gebäuden stehen. Auch unter Hochspannungsleitungen können
hohe Spannungen in der Antenne induziert werden.
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Mein
aktuelles Konzept ist vorrangig für POTA gedacht, aber so
grundverschieden die Varianten von Outdoorfunk ja nicht. Die
Besonderheit bei POTA ist, dass viele Aktivator-Stationen nur mit
kleinen, leichten Antennen und Leistungen von QRP bis 20W
arbeiten. Nach einigen Jahren wiederholter Portabelaktivitäten
bin ich bei folgender Lösung angekommen: Für
Outdooraktivitäten weniger Stunden, bei mir jetzt
hauptsächlich für POTA und im flachen Land, benutze ich
vorwiegend Vertikalantennen, die die HFP1 als Grundlage mit
einigen möglichen Modifikationen verwenden. Einer der
Grundsätze war, dass sie auch im Rucksack zu transportieren
sind. Sie sind schnell aufzubauen, benötigen wenig Platz -
wichtig in Erholungsparks und haben sich bewährt. Mit
entsprechenden Mehraufwand lassen sich natürlich auch bessere
Ergebnisse erzielen, wenn man unbedingt will.. Als TRX für
diese Portabelaktionen verwende ich vorwiegend meinen QMX+ (ca.
1kg, alle KW-Bänder, 5Ah, 6-7W auf den meistgenutzten
Bändern) oder meinen QMX (halbes Gewicht, 60-15m, 3Ah, 5-6W),
die ein/bzw. angebauten Akkus ermöglichen mindestens 3-4
Stunden autonomen FT8-Betrieb. Als Rechner dient in der Regel das
allgegenwärtige Smartphone.
Beide
Geräte enthalten zwar angebaute Sensorpaddel, werden aber
aufgrund der nur knapp über QRP liegenden Sendeleistung bei
POTA in FT8 genutzt. Die Reichweite im QSO-Betrieb FT8 umfasst
Europa, größere Entfernungen sind bei guten
DX-Bedingungen gelegentlich möglich.
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Einflußfaktoren
auf die Funkverbindung
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0.-Problem
Antennenmessung Mittlerweile
bin ich zu der Erkenntnis gekommen, dass ich das Vorhaben
Antennentest etwas blauäugig angegangen bin. Die
Ergebnisse sind bei Verwendung amateurmäßiger Mittel
schnell recht ungenau, die Werte können infolge Fading in
kurzer Zeit beachtlich schwanken. Meine derzeitige
Einschätzung: Messungen
der Feldstärke in der Nähe der Antenne. Kein
Einfluss schwankender Ausbreitung, aber auch keine Aussage über
die Qualität der Abstrahlung. Eine Antenne mit großem
Nahfeld muss nicht zwangsläufig in der Ferne ein großes
Signal erzeugen.(Stichwort Steil- oder Flachstrahlung). Eher
geeignet, um ein Antennensystem zu optimieren. Mittels
RBN erhält
man relativ wenige, aber reale Daten, die stark von QSB und QRM
und unterschiedlichen Ausbreitungswegen in Abhängigkeit
von den Ausbreitungsbedingungen (und so zu wechselnden
Testergebnisse führen können) sind. Die Schwankungen
erfordern große Datenmengen zur Mittelwertbildung. WSPR
liefert
erheblich mehr Messdaten, die aber den gleichen Problemen
unterliegen wie die durch das RBN gewonnenen Meine
Meinung nach einigen Tests: Solche Antennenvergleiche mit
Amateurmitteln haben eine begrenzte Aussage bezüglich
absoluter Genauigkeit für die reale Leistung der Antenne
im Funkbetrieb unter unterschiedlichen äußeren
Bedingungen. Sie können aber brauchbare
Vergleichsergebnisse erzielen.
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1.-Ausbreitungsbedingungen Die
Ausbreitungsbedingungen sind der mit Abstand wichtigste
Einflussfaktor auf der Kurzwelle. Sie werden von vielen
Faktoren beeinflusst, die z.B. von der Wechselwirkung von
Sonnenaktivität und Erdmagnetfeld sowie Tag/Nachtzeit
abhängen. Wer sich damit beschäftigen näher
möchte, sei auf die recht umfangreichen Publikationen über
diese komplizierten Zusammenhänge verwiesen. Für den
normalen Hobbyfunker reicht es im allgemeinen aus, sich auf
aufbereitete Hilfsmittel zur Einschätzung zu stützen.
Das wären z.B. Die Einschätzung in der DARC –
App fürs Smartphone Im Internet Vorhersagen unter
https://www.hamqsl.com/solar.html oder
https://www.fading.de/funkwetter/das-aktuelle-funkwetter Für
POTA -Aktivierungen imit QRP-Leistung ist meine Erfahrung, dass
es während der Woche mühsam sein kann, portabel die
geforderten QSO-Zahlen für Aktivierungen zu erreichen,
wenn in den Vorhersagen anstelle „good“ nur „poor“
für die gewünschten Bänder angegeben wird,
insbesondere von Mittag bis 16 Uhr Küchenzeit.
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2.-Standorteigenschaften Der
nächste wichtige Faktor sind die Standortbedingungen. In
der Ebene sind feuchte Wiesen günstig, es fehlen
nennenswerte Hindernisse im Abstrahlbereich, der Boden ist
meist gut leitfähig, Bedingungen, unter denen die Antennen
gut funktionieren. Und ist der Standort noch abseits von
Störquellen, sollte auch der Empfang schwacher Stationen
gut funktionieren. Dichte, feuchte Wälder, wie z.B.
Buchen, sind insbesondere in der Vegetationsperiode dämpfend.
Der Weg der Funkwellen aus diesen Wäldern ist schwierig.
Trockene Fichten oder lockerer Wald stören da nicht so
stark. Auch auf Kurzwelle ist jeder Hügel günstig.
(Auf einer ehemaligen Aschehalde, man sah dem Boden die
Trockenheit schon an, machte meine Vertikal mit Bodenradialen
mangels Bodenleitfähigkeit einen sehr müden
Eindruck). Viele Hindernisse ragen auf Hügeln nicht mehr
in den Abstrahlbereich, ihr negativer Einfluss entfällt.
Weiterhin sind abfallende Hänge günstig, da sie den
Abstrahlwinkel nach unten ziehen. Demgegenüber sind enge
Täler für Weitverbindungen Gift, hier kommt man nur
mit Steilstrahlung weiter, und die ist nun mal für den
näheren Bereich besser und funktioniert meist nur auf den
unteren Bändern je nach MUF („Maximal nutzbare
Frequenz“- gilt für senkrechte Reflektion in den
aktiven Schichten der Erde). Und wer in der
Stadt wohnt, merkt es meist bald: Elektronische Schaltgeräte
aller Art erzeugen einen
Rauschteppich, der das Aufnehmen schwacher Signale sehr
erschweren kann. Dichte Bebauung verhindert die flache
Abstrahlung der Funkwellen für Weitverbindungen. Die
Nutzung der urbanen Flächen lässt kaum Raum für
den Aufbau effektiver Antennen. Selbst der versiegelte
Untergrund ist funkfeindlich. Also sehr schlechte Bedingungen.
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Feldstärkedifferenzen,
ermittelt mit RBN, bei verschiedenen Sendestandorten in
meiner Wohnung, bezogen auf Außenstandort auf einer
Wiese. Der Indoorstandort Nord am Fenster., Süd am Fenster
hinter dem Balkon. Lage im Gebäude: 3. Obergeschoss,
Wände Betonhohlsteine, Decken armierte Betonplatten. Es
lohnt sich, etwas zu testen, wenn es mit der Antenne Probleme
gibt. Wichtig ist auch, bei der Standortwahl die Störfelder
zu beachten
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3.-Antennenparameter Natürlich
hat die Antenne auch Einfluss, aber eigentlich relativ gering
bei vergleichbarer Größe und im Vergleich mit den
bisher genannten Faktoren. Große Qualitätssprünge
gibt es vor allem, wenn die Antenne über die Dachfirste
und andere Hindernisse „schauen“ kann. Für
etwas mehr steigt meist der Aufwand erheblich an. Was ist nun
die beste Antenne? Für meine hier betrachteten POTA –
Aktivitäten habe ich bisher die Vertikal favorisiert. Nach
ein paar Experimenten wollte ich es aber genauer wissen und
habe als erstes mit 4NEC2 3 Antennen näher betrachtet, für
die die Materialien vorhanden waren. Dies waren: - Die
HFP1 in
ihrer modifizierten Form. Eine Antenne mit Grundradials und
hier mit einer Höhe von insgesamt etwa 4m. Transportlänge
ca 35cm. - Die
UP&Outer an
einer 6m – Stipprute mit 60cm Transportlänge. -
Die
InvV, die
Dipolschenkel je 6,5m lang, ebenfalls mit der 6m- Stipprute
Die
Inverted
V hat
den höchsten Gewinn, leider aber erst bei Erhebungswinkeln
von 30-45°. Das deutet auf Vorzüge bei NVIS- bis nahen
Europabetrieb hin. Sie braucht freien Aufbauplatz, bei
überhängenden Bäumen kollidiert sie leicht mit
den Ästen. Die Up&Outer
strahlt
dagegen flach und hat den größten Gewinn für
Flachstrahlung bei leichter Richtwirkung (Es wurde nur mit
5m-Radial getestet). Der vertikale Strahler kann meist auch
zwischen überhängenden Ästen ohne Probleme
aufgebaut werden. Sie benötigt Platz für ein frei
hängendes Radial. Die HFP1/mod
strahlt
ähnlich flach wie die Up&Outer, mit etwas weniger
Gewinn. Sie hat allerdings auch nur 2/3 der Höhe. Sie ist
flexibel hinsichtlich Aufbauplatz, die Bodenradiale stören
weniger, Buschwerk und Standorte an Wegrändern stören
das Verlegen. Fazit:
Große
Unterschiede im QSO-Betrieb sind anhand der Simulation nicht zu
erwarten. Es kommt auf Standort- und Ausbreitungsbedingungen
an. Das Up&Outer-Prinzip (erhöhtes Radial) macht
insgesamt einen optimalen Eindruck zur Erfüllung der
Grundanforderungen und wird bei den Vertikalantennen bevorzugt
angewendet.
Zu
Radialen: Grundsätzlich
werden erhöhte Radiale und Bodenradiale unterschieden.
Erhöhte
Radiale (wie
Up&Outer) sollten optimal >1m hoch gespannt werden,
spätestens unter 50cm kommt es zu deutlicher Dämpfung
der Antenne durch die Erdbodennähe. Die Antenne bildet
einen resonanten Dipol aus Strahler und Radial. Es reicht aber
schon 1 Radial, ein erhöhter Aufbau der Antenne bringt
günstigere Abstrahlung. Bodenradiale
liegen
auf dem Erdboden auf oder sind eingegraben. Die Erde bildet,
vereinfacht gesagt, die zweite Dipolhälfte. Der Übergang
Bodenradial – Erdboden hat für HF einen nicht
vernachlässigbaren (Verlust-)Widerstand, weshalb viele und
breite Radiale (Radiale aus Stahlmaßbändern konnten
bei meinen Tests die Wirkung des mehrfachen an Drahtradialen
erreichen) elektrisch vorteilhaft sind, aber leider auch
aufwändig. Mit sinkender Frequenz werden sie auf den
unteren Kurzwellenbändern (<10MHz) immer wichtiger für
eine gute Kopplung mit dem Erdboden. Während bei einem
guten Radialnetz sich die Abstrahlung nur durch die geringe
Richtwirkung von einer Up&Outer unterscheidet, ist die
Handhabbarkeit der Bodenradiale durch erhebliche Drahtmengen
beim Transport, Gewicht bei den Stahlmaßbandradialen und
Fizz-Gefahr gekennzeichnet.
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4.
Ein Wort zu Antennengewinnangaben dB
ist ein Verhältniswert. Je 3dB entsprechen einer
Verdoppelung der Leistung. Bei Antennengewinnen gehört der
Bezug dazu, also dBi, dBd usw. a. Die Isotrop-Antenne hat 0
dBi (dB-isotrop, Kugelstrahler), strahlt gleichmäßig
nach allen Richtungen, ist Referenzantenne, mehr für
theoretische Betrachtungen wichtig. b. Der Halbwellendipol
hat 0 dBd (dB-Dipol, = 2,15 dBi), die Abstrahlung erfolgt
bevorzugt in Form einer 8 c. Durch Überlagerung mit der
Bodenreflektion können Zusatzgewinne bis zu ca. 5dB
auftreten (Aber nur bei optimaler Antennenhöhe und über
Meerwasser, über Land meist deutlich weniger), die aber
nur für den konkreten Standort gelten. So kann in einer
Verkaufsanzeige der gleiche Dipol je nach Kreativität des
Verkäufers mit korrekt 2,15dBi / 0 dBd oder aufgehübscht
mit 2,15dB bis 7,15dB durch Weglassen des Bezugspunktes und
Einbeziehen von idealen Gelände- und Standorteigenschaften
beworben werden.
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Die
Ergebnisse der Erweiterungen der Vertikal: In
der ersten Zeile die HFP1 original, danach die HFP1 mit 2,5m
Teleskop und 3.Stab, danach der Einsatz nur zweier Maßband -
Radiale und letztlich der Ersatz der Antenne durch ein 5,6m
Edelstahlteleskop (+ Maßband - Radiale. In der Tabelle die
ermittelten Werte bei 40m/Baulandboden für die 13 stärksten
Stationen, die im RBN die Signale der Antenne empfingen. Sie geben
Auskunft, was man etwa bei welcher Erweiterung erwarten kann. -
Summe dB: Die addierten dB-Zahlen der Antworten geteilt durch
CQ-Rufe (nur wenige, bei allen 4 Tests antwortende Stationen
wurden einbezogen) - Mittel/Antwort: Die gemittelte Stärke
der tatsächlich empfangenen Signale - % geantwortet:
Prozentualer Anteil der empfangenen Antworten zu den gesendeten
CQ-Rufen - Mittel pro Ruf: Summe der aufaddierten empfangenen
Signale im RBN im Verhältnis zu der Anzahl der CQ-Rufe Das
hohe Mittel der HFP1 pro Antwort kommt daher, dass nur 6 nahe
Stationen geantwortet haben, diese aber mit starken Signalwerten.
Die Verstärkung des Radialnetzes auf den unteren Bändern
lohnt sich
Um
die Antennenleistung zu testen,
habe
ich 4 meiner möglichen Bauformen mittels WSPR auf 7, 14 und
21 MHZ getestet. Conds: SFI:150, SN:142, A:6, K:0, S0....S1, MUF
ca 15MHz. Antennen: Die HFP1/mod (4 Flachbandradiale,
2,5m-Strahler), das 5,6m-Teleskop (gleiche Radiale), die InvV
2x6,5m, 5,5m Mastspitze, gleiche InvV ca 8m Mastspitze (Winkel
etwa 90 Grad). Es ergab sich: 7
MHz: HFP1/mod
mit den meisten Bestwerten einzelner Stationen, aber die
Durchschnittswerte aller Antennen gleich bis auf 1dB. Auf 40m
deutlich die meisten Rapporte auf den WSPR-Ruf erhalten. 14
Mhz: 5,6m-Teleskop
mit den meisten Bestwerten, aber der Antennendurchschnitt gleich
bis auf 1dB, außer der InvV 5,5m Spitze mit -3dB 21
Mhz: 5,6m-Stab
3dB vor HFP1/mod, äußerst schwache Signale, für
FT8 zu schwach. Zu beachten ist, dass das QSB der gemachten 2
WSPR-Durchgänge je Band oft im ähnlichen Bereich lag wie
die Differenzen der Signale der verschiedenen Antennen. Die
Ergebnisse, für die Bändern betrachtet, entsprechen den
Erfahrungen im QSO-Betrieb mit 5W, die absoluten Werte sind mit
Vorsicht zu verwenden. Fazit:
40m-20m
sind in dieser Reihenfolge die QSO-reichsten Bänder meiner
Konfigurationen (ca. 6W) und am erfolgversprechendsten bei POTA -
Aktivierungen im Flachland 40m bewährt sich besonders in
baumreichen Gebieten und ist meist das letzte Mittel, wenn alles
andere versagt Oberhalb 20m nimmt die QSO - Zahl progressiv
ab,
aber gelegentlich, je nach Konditionen, gelingen interessante
Weitverbindungen. Die meist erfolglosen QRP – CQ - Rufe auf
diesen Bändern werden durch die schwachen Antwortsignale im
WSPR anschaulich erklärt. QRP mit Vertikal benötigt
exzellente Bedingungen auf höheren Bändern
In
einem weiteren Test wurde die HFP1/mod mit dem elevated Radial in
rund 50cm Höhe mit meinen besten Bodenradialen, 4x 3m
Maßband, verglichen. Es ergab sich ein geringfügiger
Vorteil für das erhöhte Radial. Da es auch erheblich
leichter im Transport ist, wird es angewendet.
Zum
Schluss wurde getestet, ob sich die HFP1/mod mit erhöhtem
Radial noch ohne Antennentuner, nur mit Mantelwellensperre im
Speisepunkt, abstimmen lässt. Es ergaben sich nebenstehende
Werte: Unter 60m wurde keine Resonanz mit der dann zu kleinen
Spule erreicht, ab 15m wurde der Strahler verkürzt. Es
wurde nur die MWS genutzt, der Tuner stand auf L und C = Null. Das
SWR wird beeinflusst vom Verhältnis Strahlerlänge zu
Radiallänge. Fazit: Als Haupt- bzw. Universalantenne
für POTA-Aktivierungen dient eine Vertikal unter Verwendung
des HFP-1 – Ständers mit erhöhtem Radial sowie
einem 5,6m-Teleskop. Die InvV funktioniert in Anbetracht des
geringen Transportaufwandes auch ansprechend.
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Verstärkungshülse
für Teleskop 5,6m
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 Die
Teleskope haben sich für viele Anwendungen bewährt, sie
sind relativ leicht (um 500g), 5,6m lang und schnell auf - und
abzubauen. Was sie nicht mögen, ist ein Umfallen der Antenne,
dabei werden meist die oberen, recht dünnwandigen
Segmenteinschübe zerstört. Bei einzelnen günstig
angebotenen Teleskopen fehlten auch am oberen Ende Sicken, die ein
Herausziehen dieser Stäbe verhindern sollen, und wenn sie
fehlen, fliegen meist die kleinen Federn weg und das war es. Eine
empfindliche Stelle dürfte auch die Einpressung des
M10-Bolzens sein. Hierfür erachte ich eine Entlastung als
empfehlenswert, insbesondere, wenn man die Stäbe noch schräg
bis horizontal als Dipol einsetzt. Meine Lösung ist hier
beschrieben, inzwischen gibt es weitere Bauarten mit demselben
Ziel. Der rote
Pfeil zeigt die Einpressstelle des M10-Bolzens in
das Teleskop, hier recht kurz. (Inzwischen habe ich ein Teleskop
aus CN erhalten, das überarbeitet wurde und einen deutlich
zuverlässigeren Eindruck speziell an dieser Einpressstelle
vermittelt). Sie machte bei mir einen instabilen Eindruck im
aufgebauten Zustand, eine feine Bewegung, besonders zu erkennen,
wenn die Einschraubstelle fest arretiert ist. Da kann mit der Zeit
etwas nachgeben. Deshalb wurde eine Verstärkungshülse
(ca 15cm lang, Messingrohr alter Badearmatur) angefertigt, in die
eine M10-Mutter eingepresst ist. Auf den Teleskopstab wird eine
Scheibe (Innenrohrdurchmesser zur Abdichtung) sowie Hülse
M10x30 geschraubt. In die Hülse kommt ein M10-Bolzen, das
Ganze wird in das Rohr geschraubt, so dass der Bolzen ca. 10mm
vorsteht. Über eine Bohrung wird der rechte Teil des
vorgewärmten Rohres zur Stabilisierung mit Heißkleber
gefüllt. Die Verstärkungshülse kann erkaltet
abgeschraubt werden, um die Transportlänge zu verringern. Das
schwarze Isolierband links auf dem Teleskop füllt den Spalt
zum Rohr aus. Eine Entlastung dieser
beiden Sicken von den Kippkräften des Teleskopes erachte ich
als wichtig für die Teleskop-Lebensdauer. Die Hebelwirkung
des Teleskopstabes ist beträchtlich.
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Modifizierte
HFP1 /mod
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Mein
Grundkonzept:
Ich
verwende nach den Erfahrungen des ersten Jahres in POTA nur noch
zwei Grundtypen von Antennen: Die Vertikalantenne in verschiedenen
Modifikationen sowie bei Bedarf einen nicht resonanten Dipol mit
2x 6,5m mit 6,5m Speiseleitung, der angepasst an die örtlichen
Bedingungen, meist als InvV benutzt (weil nur ein Mast benötigt
wird). Die Vertikalantennen haben bei mir Vorrang wegen ihrer
Vorteile beim Auf/Abbau, insbesondere bei überhängenden
Ästen, häufig anzutreffen an Standorten in urbanen Parks
und an Waldrändern. Alle Antennen werden mit dem LC -
Tuner abgestimmt, der bei POTA immer am Antennenfuß
eingeschleift bleibt, da er auch die Mantelwellensperre
enthält. Funkgerät für POTA sind bei mir immer
der QMX (weniger Gewicht, reduzierte Bänder (60-15m), 5W oder
vorzugsweise der QMX+ (160-10m, untere Bänder bis 8W, übrige
um 5W) Grundsätzlich kann man die für die Frequenz zu
kurzen Strahler bei (Vertikal) Antennen mit verschiedenen Methoden
in Resonanz bringen. - Mit Verlängerungsspule bei etwa
einem Drittel der Strahlerlänge, wie es auch an der HFP1
genutzt wird, dem optimalen Einfügepunkt. - bei
durchgehenden Stäben mit Verlängerungsspulen am Fußpunkt
der Antenne, mechanisch leichter zu beherrschen. - mit einem
Tuner am Antennenfußpunkt. Er vereinfacht in der Regel den
Bandwechsel und den mechanischen Aufbau. Ein LC-Tuner mit richtig
dimensionierten Ringkernen sollte der Güte großvoluminer
Spulen kaum nachstehen. Er kann den meist nicht 50 Ohm betragenden
Fußpunktwiderstand gleichzeitig anpassen. Ich verwende
grundsätzlich diese Methode im Eigenbau.
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Einzelteile
der modifizierten HFP1: Es
werden verschiedene Ausbaustufen verwendet. Grundelement aller
Varianten ist der mit roten Zahlen 1-4 markerte Ständer der
HFP1: (1)
sind
die 3 Füße, 8mm Al rund. Sie wurden teilweise mit
Isolierband umwickelt, um galvanischen Kontakt mit dem Boden zu
verhindern. (2)
sind
30cm – Al-Stäbe, die mit dem Fuß (4)
verschraubt
werden und eine Höhe von ca 1m ergeben. 2 Stäbe sind
original HFP1, einer wurde nachgefertigt. An der Unterseite ist
das Kabel zum Antennentuner verschraubt. Jeweils mittig zwischen
die Bohrungen für die Füße wurden 4mm Bohrungen
angebracht, um dort per Bananenstecker Radials anschhließen
zu können. Die Schnur am linken (dabb oberen) Stab dient
dazu, das Radial vom Fuß auf etwa 40cm Höhe zu
ziehen. (3)
sind
Bodenanker, mit denen der Fuß am Boden gehalten wird, um
kippen zu verhindern. (5)
sind
zwei Blech-Maulschlüssel, um die Stäbe (2)
beim
Aufbau leicht festziehen zu können. Nur mit der Hand
festgezogen können sich die Verbindungen lockern (Wackeln,
Kontakt) und vor allem beim Lösen Probleme
bereiten. Ebenfalls zu den Grundelementen gehören die
Radiale. Normal verwende ich das erhöhte Radial (11),
der
Draht ist 7m lang. Die Spule wird auf die Radialstütze (10)
gesteckt,
ca 1,2m hoch, der Bananenstecker kommt an den Antennenfuß.
Diese Stütze wird auch an der InvV benutzt, um den
4m-Teleskopmast um ca 1,2m anzuheben. Optional werden folgende
Teile verwendet: Der originale Radialsatz der HFP1 (12)
wird
mitgeführt, wenn das erhöhte nicht aufgebaut werden
kann. Variante
1: Auf
den Ständer wird die Abstimmspule (8)
aufgeschraubt,
auf diese kommt das 2,5m-Teleskop (7).
Diese
Antenne arbeitet bei mir zwischen 60-17m analog der HFP1,
abgestimmt mit der Spule. Für 15-10m schiebe ich die Spule
zusammen und stimme mit dem Tuner am Antennenfuß ab,
alternativ kann man wie original vorgesehen auch den Strahler
verkürzen. Auf 60m und über 17m kann der
Fußpunktwiderstand abweichen. Variante
2: Die
Spule (8)
wird
nicht verwendet, an ihrer Stelle wird direkt das 5,6m-Teleskop (6)
geschraubt.
Diese Variante muß mit dem LC-Tuner abgestimmt werden und
arbeitet derzeit von 60-10m in voller Länge (Höhe 6,6m
über Grund). Auf der Haspel (9)
befindet
sich eine dünne Abspannschnur einschließlich 2
Drahtanker, mit der oberhalb der Abstimmspule abgespannt werden
kann. Bei stärkeren Wind sollte man besser auf Variante 1
ausweichen. Diese
Einzelteile werden in einem Beutel verstaut. (Ehemals Verbandszeug
+ Warndreieck). Geöffnet und ausgebreitet dient er als
übersichtliche Unterlage. Dazu kommt noch eine
Kühlschrankdose, in der sich der QMX+ und die restlichen
Stationsteile befinden. Alle hier genannten Antennenteile,
dazu eine Kühlschrankdose mit dem QMX+ sowie Stationszubehör
(Batterie, Kabel, Hörer, Schreibzeug), einem Dreibeinhocker,
leichtes Sitzkissen sowie der Rucksack selbst kommen auf stolze
4,5kg. Wer längere Strecken zu Fuß gehen muß,
vielleicht noch bergauf, oder schon etwas älter ist, wird
wohl etwas optimieren müssen, ob er z.B. den Hocker weglässt
oder eine Antenne wie die InvV vorzieht.
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Änderungen
an der Spule: An
der Spule wurden geändert: (1) Der untere und obere
Deckeleinsatz sind original mit 2 Schrauben fixiert. Es wurden je
2 weitere Schrauben gegen Kippeln montiert. Am Oberteil wurde eine
Buchse montiert zum Anschluss eines Drahtes (War vorgesehen beim
Nutzen des GFK-Teleskopes als Strahler, bringt aber keine
Vorteile)
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1.
Der Standardaufbau mit 2,5m-Teleskop Auf
dem nebenstehenden Bild ist die meine Standardversion mit erhöhten
Radial, abgestimmt auf 10m, zu sehen.Im Einzelnen sind: 1 –
Der Fuß der Antenne. Unter 3 ist zu sehen, wie die 3 Füße
am Boden arretiert werden (Drahthering mit blauen Isolierschlauch.
Die Füße sollten bei erhöhten Radial keinen
ohmschen Bodenkontakt haben. 2 – Die Speisung über
den LC - Tuner mit eingebauter Mantelwellensperre 4 –
Deutet an, wie das Radial verlegt ist. Rot hinterlegt ist der Weg
zum Anschluss am Antennenfuß und zur (Aufwickel-) Rolle mit
dem aufgewickelten Teil, blau die Richtung der Halteschnur, unter
der Spule befestigt. Das Radial hängt etwa 0,5m über der
Erde, ein relativ knapper Wert. Die Stütze für das
Radialende wurde auf 3 Segmente (1,3m) verlängert, um den
Durchhang zu kompensieren. 5 zeigt die Haltestange (hier noch
0,8m) des Radiales mit der Spule auf der Spitze. Das Teleskop
ist bei dieser Einstellung um 2 Segmente eingeschoben. Der
Einsatz einer zusätzlichen 30cm-Verlängerung unter der
Spule verbessert deren Position in der nun deutlich längeren
Antenne.Mit dem erhöhten Radial ergaben sich bessere
Antworten im RBN-Test, in deren Bereich ich ansonsten nur mit den
schweren Radialen
aus
4 Stück Stahlbandmaß 3m gekommen bin Wichtig
ist die Arretierung am Boden.
Ohne
diese Bügel stürzt die Antenne schon bei leichtem Wind
um – mit hoher Bruchgefahr für den Teleskopstrahler und
Beeinträchtigung von Passanten. Damit lässt sich die
Antenne auch ohne Tuner (aber mit Mantelwellensperre) von 60m bis
17m mittels der Spule anpassen, auf höheren Bändern muss
der Teleskopstab verkürzt werden. Ich
verwende die Antenne mit 3 Stäben unter der Spule,
2,5m-Teleskop und LC – Tuner, insbesondere, wenn die
Transportabmessungen (<=0,4m) dies nahelagen. Meine
Abgleichprozedur:
Abstimmelemente
Tuner in Null-Position. Spule auf Resonanz (Tabelle/Markierung
benutzen oder SWR-Meter, die Antenne ist recht handempfindlich).
Danach Feinabgleich am Tuner. Modifikationen: Das
originale 1,2m-Teleskop wird nicht verwendet, der Grundaufbau ist
mit 2,5m Teleskop und einer zusätzlichen 30cm-Verlängerung
unter der Abstimmspule.
Aufbau
mit 5,6m - Teleskop:
Eine
weitere Verwendung ist der Austausch des kompletten HFP1/mod -
Strahlers ab Abstimmspule durch ein 5,6m – Edelstahlteleskop
(auch mit 3 Verlängerungsstäben), um die Abstrahlung auf
den unteren Bändern etwas zu verbessern. Mit Abstimmspule
wird es durch deren Spiel zu wackelig. In diesem Fall muss die
gesamte Abstimmung mit dem LC – Tuner am Fuß erfolgen.
Durch den Tuner am Antennenfuß kann der Strahler bis 28MHz
in voller Länge (0,9m Stäbe + 5,6m Teleskop) ohne
Auffächerung des Abstrahlungsdiagramms verwendet werden, nur
im Bereich 21MHz liegt man nahe der Halbwellenresonz, so dass man
hier aus Anpassungsgründen eine Verkürzung um ein
Segment (0,5m) in Betracht ziehen sollte. Die Radiallänge des
erhöhten Radials ist unterhalb 21MHz anzupassen, ab 21 Mhz
herrscht faktisch Rundstrahlung, 2m Radiallänge deckt den
Bereich ab.
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InvV
(umgekehrtes V, meine Antenne für leichtes Gepäck)
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Bauteile
der InvV:
Als
Draht für die beiden Dipolhälften wurden verdrillte
Leitungen aus einem Ethernetkabel verwendet (am Dipol Enden
verlötet). Als Feeder wird keine verdrillte Ethernetleitung
mehr verwendet, sondern eine homemade – Hühnerleitung
ca 400 Ohm von 4m Länge. Sie bietet lt. Simulation eine
bessere und gleichmäßiger Anpassung über die
Bänder. Der Dipol wird mit einem leichten Steckverbinder
verlötet, die Feeder mit dem Gegenstück. Die
Trennmöglichkeit soll Drahtverhau beim Auf- und Abbau
reduzieren. An die äußeren Dipolenden kommt eine Schnur
ausreichender Länge zur Befestigung, notfalls auf der Erde
oder besser höher. Das andere Feederende wird am Tuner
angeschlossen, bei mir der hier beschriebene LC-Tuner mit
eingebauter Mantelwellensperre. Auf dem Bild ist die Haspel (1)
mit
Dipol, Feder, Abspannschnur (1mm) und 2x Draht-Bodenklammer zu
sehen. Die Stäbe (2)
dienen
als Erdanker (der unterste Stab wurde aus Stabilitätsgründen
durch einen zum Einschlagen geeigneten Stab ersetzt) und sind
zusammengesteckt ca 1,4m hoch und tragen das GFK - Teleskop
(3).
Es ist eine leichte 4m-Stipprute mit eingesetzter Bodenschraube
M10 (links). Steiniger oder sehr harter Boden sowie geschotterte
Wegränder sind nicht geeignet. Die M10 - Bodenschraube im GFK
- Teleskop wurde mit 2 Karosseriescheiben an der
Bodenverschraubung befestigt und mit Heißkleber die
Zwischenräume des Bodensegments verstärkt, sie hält
den 4m - Mast bei windarmen Wetter ohne Abspannung. Das GFK -
Teleskop trägt die durch das verwendete Ethernetkabel sehr
leichte Antenne bei nicht zu straffer Abspannung auch an der
Spitze. Im oberen Teil sollte die Feeder ca. 3-5x um den Mast
gewunden werden, um seitlichen Zug auf die Spitze zu reduzieren.
Am Mittelanschluss des Dipoles ein Dübel montiert (ich
verwende Heißkleber), der straff auf die Spitze des
verwendeten GFK - Teleskops passt. Störend für den
Aufbau wirken überhängende Äste, in denen sich die
dünnen Drähte verfangen können, und in Stadtparks
die erforderliche Spannweite. Das Gummiseil (4) L: ca. 1,2m,
D:5mm, wird bei Bedarf zur Befestigung eingesetzt.
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4-GFK-Mast
(+ Stütze): Diese
Ausführung ist meine leichteste Antenne. Sie bietet sich
vorrangig für längere Wanderungen an, insbesondere, wenn
man von exponierten Orten QRV werden möchte. Als TRX dient
bei mir der QMX+. Aufgrund ihrer Steilstrahlung ist die
Antenne auch in Tallagen gut verwendbar. Die Abstimmung von
Arbeitsfrequenz und SWR erfolgt mit dem Tuner, sie funktioniert
bei mir zwischen 10-80m,. Auf 80m ist die Abstrahlung stark
verringert wegen dem zu kurzem Dipol. Bei Arbeitsfrequenzen
oberhalb der MUF fällt die QSO - Rate stark ab, da die
Steilstrahlung nicht mehr zur Erde zurück reflektiert wird,
andererseits die Flachstrahlung infolge der geringen Masthöhe
schwach ist. Die QSO-Rate bei QRP POTA-Aktivationen sind mit denen
der Vertikal (6,5m) vergleichbar, sie bevorzugt den Bereich bis
500, maximal 1000km. Der Tuner (mit MWS!) wird aufgrund seines
geringen Gewichtes an der Wulst am Fuß des GFK-Mastes in ca
1m Höhe über dem Boden befestigt. Feeder:
Die
Spreitzer bestehen aus 3mm breiten Kabelbindern, die in 20mm
Stücke geschnitten wurden. Nahe den Enden werden 1,2mm Löcher
gebohrt, durch die je eine Ader (aus Ethernetleitung) gezogen
wurde. Etwas Heißkleber fixiert den Draht an den Spreitzern
(Abstand ca. 20cm). Der Wellenwiderstand dieser Leitung beträgt
um 400 Ohm. Handelsübliche 400 Ohm Leitung ist infolge
Gewicht und Steifigkeit schwierig zu verwenden. Das Foto zeigt 90°
gedreht die Gestaltung an der Mastspitze. Von links kommen die
beiden verdrillten Dipoldrähte (für das Foto umgebogen),
verklebt mit dem Dübel zur Befestigung auf der Mastspitze.
Der grünliche Block zwischen Dübel und Feeder ist der
Steckverbinder.
6M
– Mast:
Die
Antenne kann auch an einem 6m-Mast (Stipprute) gleicher
Transportlänge oder größer aufgebaut werden.
Dieser Mast ist aber ausgezogen nicht mehr mittels der
Verschraubung im Mastboden freitragend zu verwenden, er muss
zusätzlich gesichert werden, die einfache Befestigung der
Bodenschraube ist zu schwach. Durch den schwereren Mast kommt es
knapp zu einer Verdoppelung der Transportgewichtes. Andererseits
kann man besser einen 18m-Dipol verwenden (oder 22 bzw.26m), der
dann auch 80m besser abstrahlt. Natürlich muss die 400-Ohm HL
etwas länger gemacht werden. Aufbau
am (Ferien) Haus: Die
Antenne eignet sich gut, um von einem Fenster vom 1. oder 2.
Obergeschoß zu einem Gebüsch oder Zaun gespannt zu
werden. Der Steckverbinder kommt innerhalb des Fensters, die
Dipoldrähte nach außen und schräg nach unten. Als
Öffnungswinkel der InvV an der Spitze werden meist >=120°
empfohlen. Die Ethernetkabeldrähte können bei QRP
problemlos zwischen die Fensterdichtung gezogen werden. Weitere
Versuche der Anwendung können nicht schaden. Die InvV ist
meine Antenne, wenn sich die anderen Antennen für den
vorgesehenen Einsatz als ungünstig erweisen
(Transportgewicht, Tallage usw.)
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Abstimmtabelle
für InvV (Beispiel, nicht ungeprüft übernehmen) Das
nebenstehende Bild zeigt meine Abstimmtabelle für den LC –
Tuner für die InvV, die Werte gelten nur für die
angegebenen Drahtlängen, Aufbauhöhe und Materialien. Es
bedeuten: - Band / SWR Die auf Abstimmbarkeit getesteten
Bänder. - SWR gibt die erreichten SWR-Werte an. - L
Die Zahlen stehen für die Schalternummer 1 (0,15µH) bis
8 (10µH) lt. Tunerbeschreibung, die zugeschaltet werden
müssen. Bsp. 20M: 2 (0,3µH)+ 4 (1,25µH) ergibt
1,55µH. - C ist grob die Kapazität des Drehko (0°
= 20pF, 180° = 960pF), L/H ist der Umschalter <50 / >50
Ohm Ub max sind Hinweise für die getestete max.
Betriebsspannung meines QMX+ bei Gehäusetemperaturen von max
20°C. Sie sind individuell getestet und keinesfalls als
allgemeine Empfehlung zu sehen. Die Tabelle befindet sich bei
mir in einer durchsichtigen Checkkartenhülle auf der
Oberseite des QMX+ und beschleunigt die Abstimmung deutlich.
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Fahrradantenne
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Letztlich
ist es auch eine Vertikal, genauer eine Up&Outer. Sie ist
meine Antenne für Pausen während einer Radtour und für
POTA-Aktivierungen im Raum Leipzig. Es können maximal 2
Verlängerungsstäbe je 0,5m und der 5,6m-Strahler (jetzt
noch ca. 4,5m nach dem ersten Umfallen des Rades infolge einer
Böe) mit Stabilisierungshülse aufgeschraubt werden, aber
auch jede andere Vertikal wie der Strahler der HFP1/mod
(Erreichbarkeit der Spule beachte) oder ein Strahler mit dem
4m-GFK-Mast. Nach Anschluß von LC-Tuner und dem Radial kann
die Antenne abgestimmt und betrieben werden Alle Teile der Station
passen gut in eine Gepäckträgerseitentasche. Als
Gegengewicht können dabei auch die Metallteile des Fahrrades
dienen ( Notlösung ab 20m aufwärts)), auch auf der Erde
ausgelegte Radiale können verwendet werden, aber bessere
Ergebnisse bei schnellen Aufbauzeiten bringt das erhöhtes
Radial (Länge nach Band, ca. 0,7-1m hoch). Der QMX wird über
2-4m RG174 angeschlossen. Die Antenne deckt den Frequenzbereich ab
40m aufwärts ab.. Das Radial zeigt in die bevorzugte
Senderichtung. Wenn am Sendeort keine Parkbänke zu erwarten
sind, nehme ich einen Dreibein-Klapphocker mit. Inzwischen gehören
2 Heringe mit 2m- Schnüren dazu, die das Fahrrad seitlich
stabilisieren (Wind kann deutliche Kippkräfte an der langen
Antenne einbringen, nur auf den Ständer stellen ist bei Wind
nicht ausreichend
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Befestigung
der Antenne Links
die Befestigung. (1)
ist Teil der zur HF-P1 mitgelieferten Klemmhalterung (Platte + 2
Winkel) einschließlich einer der beiden Buchsen (M10-BNC).
Sie wurden am Rahmen fest verschraubt (Sattelabstand
Antennenteleskop beachten). In diese Hülse werden zwei
50cm-Verlängerungsstäbe (angefertigt) und das
Antennenteleskop geschraubt Der LC-Antennentuner wird auf den
Gepäckträger geklemmt und mittels fest angeschlossenen
Bananenstecker mit der Antennenbuchse verbunden. Ein zweiter
Bananenstecker anschluss hat Kontakt zum Rahmen. Das erhöhte
Radial wird direkt am LC-Tuner angeschlossen. Den unteren 50cm
Alustab habe ich leicht gebogen, um den meist vorhandenen
Schiefstand des Rades zu kompensieren. Die 4 Schellen zur
Befestigung sind mit Gummi ausgelegt, um Durchmesser und Krümmung
des Gepäckträgers auszugleichen, nicht zwecks
Isolation.( 4)
ist der CLC-Antennentuner (jetzt ersetzt durch LC-Tuner),
schwarzer Bananenstecker für Masse (Klemme an Fahrradrahmen)
und roter Bananenstecker für den Strahler. Da an allen
Antennenteilen M10 verwendet wird, kann man hier auch Teile der
HFP1 Antenne aufschrauben. Hauptvorteil ist, dass der
Einspeisepunkt etwa 1m über dem Boden liegt.
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Die
Fahrradstation Das
Bild
zeigt
die Fahrradstation im POTA - Einsatz. Zuerst wird das Fahrrad
abgestellt und von der Sattelstütze zusätzlich seitlich
45° abgespannt (je 2m Leine und stabiler Drahthering),
alternativ an Pfosten oder Parkbank anbinden. Eine Böe reicht
für ein Malheur! Das Radial lege ich meist über Sattel
und Lenker. Wochentags versuche ich eine Bank zu erwischen, am
Wochenende sind diese meist sehr begehrt, da benutze ich den
Hocker. Eine feuchtigkeitsdichte Sitzunterlage ist immer
angebracht.
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Autoantenne
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Je
nach Status kann man verschiedene Parks auch mit dem Auto
erreichen und dort von Parkflächen oder Plätzen am
Wegesrand funken. Allerdings
vorher den Status des Gebietes checken, denn in
Naturschutzgebieten ist in der Regel das Verlassen der Wege
bereits für Fußgänger untersagt, außerdem
dürfen Forstwege oft nicht befahren werden. Im Auto
ist man aber relativ wetterfest. Oft sehen auch Autohersteller die
Nutzung von Funkgeräten kritisch, da sie um die sichere
Funktion ihres fahrbaren hightech-Multicomputers fürchten.
Ich habe mir eine U-förmige Sperrholzvorrichtung für die
Dachreling gebaut, die dort festgebunden wird und einen
Stabilisierungsstab zur anderen Dachseite besitzt. Das hält
die Antenne recht gut, natürlich nicht während der Fahrt
zu verwenden, sondern vorher abzunehmen. Eine kurze Flachleitung
(UKW-Bandkabel 240 Ohm, ca 1,2m, auch Ethernetkabel dürfte
sich eignen) führt ins Fahrzeug, wo sich Tuner und TRX
befinden. Masse wird über eine Krokoklemme am Bügel der
Türverriegelung erreicht (kleines Bild oben links), die
Leitung kommt vom kalten Ende der Zuleitung am Antennenfuß.
Der Schließmechanismus wird (zumindest an meinem Skoda)
nicht behindert. Als Antenne verwende ich eine vorhandene DV27L
aus CB - Zeiten, die sich in 2x 1,40m Stäbe zerlegen lässt
und mit einem Alustab 1,4m verlängert wird. Ich würde
sagen, das geht etwa wie meine modifizierte HFP1, und die Stäbe
sind relativ robust. Von der Funktion her ist es eine normale
4m-Vertikal, Fußpunkt ca. 1,6m über Grund. Es tritt
eine geringe Richtwirkung in Richtung der größten
Ausdehnung der Karosserie in Relation zum Antennenstab auf. Die
Massefläche der Karosserie funktioniert gut. Bei Magnetfüßen
könnte die Koppelkapazität zum Dach für die unteren
Bänder etwas gering werden, ich ziehe den Direktkontakt an
der Tür vor.
Im
nebenstehenden Bild die Position des Strahlers an der Dachreling.
Rechts vom Lenkrad ist schwach der Antennentuner zu erkennen,
links vom Lenkrad der QMX+. Ansonsten richtet sich die Position
der Teile nach den Platzverhältnissen im Auto. Wichtig ist,
die Leitung Antennentuner über die Türdichtung zum
Antennenfuß auf dem Dach kurz zu halten, da darüber die
Antennen abgestimmt wird. Gespeist wird der QMX aus seinen
eingebauten Batterien.
Als
Aufbauplatz benutze ich Abstellplätze abseits häufig
befahrener Straßen bzw. abseits frequentierter Parkflächen,
da nicht jeder Autobesitzer eine solche Konstruktion neben seiner
Luxuskarosse sehen möchte. Idealerweise schaut man sich
unbekannte Standorte vorab in Google Earth an.
Man
sieht das quer über die Halterung verlaufende 240 Ohm Kabel
zum Antennentuner. Die gelbe Leitung geht zum Massepunkt an der
Türverrieglung. Mit der Schnur werden alle Teile befestigt.
Der Querstab übers Dach dient der Stabilisierung der
Halterung auf der Dachreeling. Für das Aufschrauben der
Antenne wurde eine M10 – Mutter im Sperrholz eingeschraubt,
unter der sich eine Kontaktscheibe (aus FR4) zur Übertragung
der HF befindet. Nochmals der Hinweis, dass beim Fahren das Ganze
vorher abzunehmen ist, auch die Halterung ohne Antenne. Man
kann natürlich auch eine professionelle Querstange für
die Dachreling verwenden und dort einen Antennenfuß
montieren.
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Antennentuner
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Zunächst
steht die Frage, welchen Tuner verwenden. Es kommt wie immer auf
die Prioritäten an. Zuhause und auch bei POTA stehen bei
mir immer TX und Tuner nahe der Antenne oder sind durch kurze
Leitungen verbunden. Damit kann ich einen Tuner am Antennenfuß
einfach erreichen bzw. die Antenne über eine Zweidrahtleitung
fern abstimmen. Es muss also kein Automatiktuner
sein. Handbediente Tuner haben für mich den Vorteil: -
kein Strom erforderlich, keine Steuerleitungen - für QRP
einfach selbst zu bauen - kein selbständiges Nachstimmen
bei manchen Signalen Nachteil: - manchmal etwas
zeitaufwendigere Abstimmung (man sollte sich Einstelltabellen
anlegen, das spart viel Zeit). Die Beschaffung der Drehkos wird
oft zunehmend schwierig, da quasi nur noch antike oder
Spezialbauelemente. Wichtig:
Beim QMX sind besondere
Vorsichtsmaßnahmen erforderlich, um Abstimmvorgänge im
Sendebetrieb zu verhindern wegen Havariegefahr (Bei der Suche nach
der optimalen Abstimmung können Automatktuner Positionen mit
hohen SWR - Verhältnissen durchfahren, die die ungeschützte
Endstufe des QMX überlasten. Deshalb immer den QMX in
Abstimmmodus schalten zum Tunen und SWR - Protektion grundsätzlich
einschalten).
Getestet
wurden CLC – Tuner (Bausatz CN) und Z-Match (Eigenbau nach
ZM4) zunächst im ohmschen Bereich 3-500 Ohm. Die Verluste
blieben im Bereich 24-200 Ohm im Bereich bis 1dB, minimal bei
0,5dB, darüber/darunter sowie bei reaktiver Last stiegen sie
zunehmend an. Dieser Anstieg war im CLC - Tuner oberhalb 21MHz
erheblich (roter Kern als Ursache?), im Z-Match deutlich geringer.
Beide Tuner, besonders der CLC, hatten unter 24 Ohm merklich mehr
Verluste (insbesondere ab 14MHz aufwärts, Anpassschalter ZM
auf LOW), oberhalb 200 Ohm war der Anstieg deutlich geringer. Der
LC - Tuner wurde mit 20W getestet, er erreichte ebenfalls die
geringen Verluste des Z-Matches. Das bestätigt meine am
heimischen Sloper (Mehrbandbetrieb) gemachte Erfahrung: für
die Antenne optimierte Tuner ermöglichen geringe Verluste,
(einfache) Universaltuner können oft nicht jede Antenne
optimal anpassen. Da kann schnell bei Strahlern mit niedrigen
Strahlungswiderstand (+ hohen reaktiven Widerstand) mal 70% der
Leistung im Tuner verbleiben. Besonders im QRP-Bereich merkt man
den Unterschied dann auch im QSO. In der Praxis zeigte sich das
Problem, dass an CLC und ZM - Tuner Mehrdeutigkeiten der Anpassung
auftreten, die vor allem bei seltener Nutzung Bedienprobleme
bereiten können. Der Unterschied beträgt oft nur wenige
dB, aber ich habe auch schon um 10dB (da wird aus einer
10W-Station eine 1W-Station!) beobachtet. Wo und wie hoch die
Differenzen auftreten, hängt von den Parametern des Tuners
und der Antenne ab, besonders zu beachten ist das bei der
Anpassung nichtresonanter Antennen, wie der 2x6,5m-Vertikaldipol.
Im vorliegenden Fall zeigte das Z-Match gegenüber dem CLC -
Tuner geringere Anpassungsverluste Es gibt auch bei
Antennentunern keine eierlegende Wollmilchsau. Angegeben wird
meist ein Anpassbereich, die große Unbekannte sind die
Verluste, die bei der Anpassung auftreten. Grundsätzlich kann
man annehmen, dass z.B. an einem für 50 Ohm ausgelegten Tuner
im Bereich 25-200 Ohm die Verluste niedrig sind, darüber und
besonders darunter können je nach Konstruktion deutliche
Verluste (mehrere dB) auftreten. Auch anzupassende
Blindwiderstände führen zu diesen Verlusten. Wer es
genau wissen möchte, kommt um (nicht ganz simple) Messungen
nicht herum. Ursache sind:, Am
Z-Match, ein durchaus weitgehender Universaltuner, können
funktionsbedingt 2 Resonanzstellen auftreten (mit
unterschiedlichem Wirkungsgrad) Der H/L-Umschalter muss
entsprechend den Parametern der Antenne eingestellt werden (auch
das ZM kann nicht ohne Umschaltung alle Antennenwiderstände
optimal anpassen, es gibt auch hier keine „Eierlegende
Wollmilchsau“. Zur Erkennung des effektivsten Abstimmpunktes
ist ein Antennenstrommesser hilfreich (finden des optimalen
Maximums durch Antennenstromvergleich) oder auch ein
Feldstärkemesser. Die
SWR - Anzeige erkennt die Unterschiede der Tunerverluste nicht!.
Beim
CLC-Tuner ist eine Vielzahl von Kombinationen der Abstimmelemente
möglich, deren Wirkungsgrad vom Optimum abweicht, der Bausatz
hatte Fehler im Beipackzettel und einen anscheinend wenig
geeigneten Kern. Der LC-Tuner hat keine Mehrdeutigkeit , benötigt
aber eine feingestufte Induktivität. Nach einer
nochmaligen Optimierung der Auskopplung stimmt mein Z-Match
Widerstände von 15 bis 2000 Ohm (mit H/L-Umschaltung)
verlustarm ab, auch mein Bausatz zur EFHW - Anpassung (aus CN nach
QRP-Guys) war im Test deutlich verlustreicher. Der
zuletzt gebaute LC - Tuner hat sich am QMX als elektrisch und
ergonomisch optimal erwiesen und wird für POTA am QMX+
ausschließlich verwendet. Das Z-Match ist etwas kräftiger
ausgelegt, leider auch schwerer, wäre gut für einen
50W-Verstärker, den ich aber nicht wirklich hier sehe. Also
erst mal Reserve. Der CLC - Tuner wird verschrottet, die Drehkos
anderweitig verwertet
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Die
Schaltung des Z-Matches lehnt sich ans ZM-4 an. Die
Drehkondensatoren sind kleine konventionelle
Luft-Plattenkondensatoren. Die beiden Kondensatoren zur
Bereichserweiterung wurden bisher kaum (Betrieb von 60-10m)
benötigt, aber C3 schon. Der SWR - Indikator benutzt eine
Zweifarben-LED. Der Verlauf der Lichtemission ist folgender: Grün
– Grün/Rot (Übergang) – Rot – Aus. Bei
Leistungen von 5-10W signalisiert der Übergang Grün/Rot
ein SWR vom max 1:1,5 (Einstellregler), der Anzeigebereich ist
insgesamt breiter gegenüber einer Einzel-LED: Zur
Abstimmung nicht über 5W verwenden, sonst können die
Widerstände der Messbrücke weg brennen. Im Betrieb
verträgt er bis 40W, darüber wird die
Durchschlagfestigkeit der Drehkos und die Kernisolierung kritisch.
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 Zuletzt
wurde noch ein LC - Tuner für den QMX gebaut (Ansicht
neben-stehend).
LC - Tuner gelten als verlustarm und
die Abstimmung ist eindeutig.Links der bisherige Tuner ohne
Abstimmindikator, in der Mitte die Innenansicht des Tuners, rechts
der Tuner mit dem nachträglich aufgesetzten
Abstimmindikator. Ein sehr gedrängter Aufbau, vorgegeben
durch die vorhandenen Gehäuse und die gewünschte
Beibehaltung der Abmessungen für die Transportbox. Ich
schätze an ihm sein geringes Gewicht und die guten
Abstimmeigenschaften.
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Die
Bedienung der Kippschalterkaskade (256 Stufen) erwies sich auf den
unteren Bändern infolge schmaler Minima bei seltener Nutzung
mitunter als zeitaufwändig. Deshalb verwende ich jetzt
Abstimmtabellen. Verluste sind hauptsächlich von der
Spulengüte abhängig, ein Test mit 20W zeigte nur 3-5°
Temperaturerhöhung. Die gewählte Abstufung der
Induktivitäten (Nutzung 60m-15m) erwies sich bisher als
passend, zumindestens ein SWR 1:1,5 ist immer erreichbar.. Auf
einen SWR - Indikator wurde anfangs verzichtet, da der QMX einen
besitzt und kein abgesetzter Betrieb vorgesehen ist. Er wurde aber
nachgerüstet, da er die Abstimmung deutlich erleichtert. Es
wurde eine MWS (Ferrithülse nahe BNC - Buchse) eingebaut, um
zu entkoppeln und den Anschluss symmetrischer Leitungen zu
ermöglichen. Der LC - Tuner sollte im Interesse des Drehkos
nicht über 10W Eingangsleistung
betrieben werden. Die Spulen wurden mit Ausnahme der 10µH-Spule
mit 0,6mm CuL gewickelt. Auf den untersten Kurzwellenfrequenzen
(ab 60m) zeigte sich beim Experimentieren, dass die
Abstimmkapazität bis insgesamt 4nF durchaus Sinn macht, und
auch Induktivitäten über 10µH, abhängig von
den auftretenden Blindwiderständen. Zur Ausführung:
Die Widerstände 2/4W wurden aufgrund der Wärmeentwicklung
so festgelegt. Kleinere Widerstände erwärmen sich oft
weit über 100 Grad beim Tunen. Der Spannungsteiler 2x 200 Ohm
wurde hochohmiger wie normal dimensioniert, um die
Wärmeentwicklung zu reduzieren. Die dadurch reduzierte
Schutzfunktion der Endstufe beim Abstimmen wird beim Tunen mit dem
QMX bereits im QMX gesichert. Wird kein Betrieb unter 40m gemacht,
können die beiden letzten Spulen (5µ, 10µ) und
die 1nF-Zusatzkondensatoren entfallen, der 1nF Abstimmbereich des
Drehkos wird aber benötigt. Die MWS ist auf 4 kleine
Rohrkerne gewickelt. Wird die Abstimmanzeige nicht streng nach
HF - Gesichtspunkten aufgebaut, kann das Minimum der Anzeige sich
bei höheren Frequenzen verschieben. Ich musste durch den
nachträglichen Einbau auf der Oberseite des Gehäuses die
verlegten Masseleitungen ändern (Nicht ein Draht, sondern hin
und zurück wie die HF- Leitung verlegen, sonst Abweichungen
auf allen Frequenzen) und den Wellenwiderstand (Abweichungen bei
oberen Bändern) der ca. 8cm langen HF - Verbindungsdrähte
mit 33pF korrigieren. Danach stimmte dann die Anzeige von QMX und
LED-Minimum überein. Hinweis zu
den verwendeten Kippschaltern: Es gibt die „klassischen“,
bei denen die Kontakte im Gehäuse einzementiert sind bzw.
Hartplastegehäuse verwenden. Sie sind wiederholt (ein/aus)
lötbar. Es gibt (aus CN) sehr preisgünstige, bei denen
die Kontakte direkt im Thermoplastgehäuse eingepresst sind.
Einmaliges zügiges Einlöten ist problemlos, auslöten,
langes braten, löten unter mechanischen Spannungen führt
schnell zum Verformen des Thermoplastes und irreparabler Störung
der Schaltfunktion.
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Universalnetzteil
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Oben
der Controller in einer Plastikbox (hinten Belüftungsöffnungen),
aufgeklebt auf ein altes DELL-Computernetzteil mit Eingängen
für 230V AC und KFZ-12V-Bordnetz. Der Controller ist stärker
(max.: 36V, 5A, 80W), wird hier durch die Netzteilparameter
(19,5V, 3,3A) auf Ausgangswerte von etwa 50W begrenzt. Dem
Vorteil des informativen Displays und der höheren Leistung
steht leider ab ca. 6W ein merkliches Lüftergeräusch
entgegen. Das Bild zeigt noch die Ausführung ohne Erdung
sowie ohne den noch nachgerüsteten Ausgang über
Hohlstecker. Außer als Netzgerät eignet sich das Teil
auch zur Batterieladung der QRP-Geräte mittels
Konstantspannung oder/und Konstantstrom. Fehlbedienungen und
Überhitzungen des Akkus erkennt er nicht, man muss wissen,
was man einstellt. Eine
nicht dokumentierte Funktion: 2x sehr
schnelles Drücken (Prellen?)
des Dekoderknopfes schaltet die Funktion „LOCK“
ein/aus. Im LOCK-Zustand ist keine Parameteränderung möglich!
Wichtige
Hinweise: Wird
ein schutzisoliertes Netzteil verwendet, wird eine geringe
Spannung kapazitiv aufgrund des internen Aufbaues auf den Ausgang
übertragen. Es handelt sich um bei Berührung
ungefährliche, geringe Ströme, aber unbelastete
Spannungen bis zu 100V. Sie können aber CMOS-Bauelemente,
insbesondere im Zusammenhang mit Eingriffen bei Reparaturarbeiten,
zerstören. Deshalb ist unbedingt eine Erdung der
Ausgangsspannung vorzusehen. Bei Netzteilen mit Schuko-Anschluß
besteht diese Gefahr nicht. Zwischen
Masse Eingangsspannung/Ausgangsspannung liegt - bei vielen dieser
Kontroller - der Shunt zur Strommessung. Wird dieser Shunt
überbrückt (z.B. möglicher Weg: Eingangsspannung
vom Kfz (minus auf Masse), Funkgerät (minus) am Ausgang hat
über die Antenne Masseverbindung zum Fahrzeug), funktioniert
die Stromanzeige sowie Strombegrenzung nicht mehr.
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Mehrband TRX BCR
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Mein
erster Mehrbander: Schon etwas älter, wie man am Datum
auf dem Foto sieht. Mein erstes Mehrbandkit, von QRP-Project, hier
komplett und betriebsbereit. Vorn der TRX, die zusätzlichen
Sensorflächen dienen als CW-Paddle und einigen
Zusatzfunktionen (gedoppelte Frequenzverstellung, CW-Speicher).
Die Batterie ist eingebaut, anfangs NiMh, später 16V/2,4Ah
LiIon, er braucht 70mA bei Empfang (dank eingebauten
5V-Converter), hat ein schmaleres Filter ,(dafür kein SSB-RX
mehr). Der SSB-CW- Umschalter schaltet ein schmales LC-CW-Filter
ein und in der Endstufe ist mittlerweile ein recht robuster
Transistor. Frequenzbereich: 7-18,1MHz, mit externem
Zusatzfilter auch noch 5,3MHz. Mehr schafft der Preselektor
nicht ohne Umschaltung. Ausgangsleistung je nach Band 7-9,5W
max Eingebautes SWR-Meter sowie stufenloser
HF-Leistungssteller.
Schönes
Gerät, geht auch heute noch.
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CW/Digi/SSB
-TRX QMX (9V, 60-15m) /modifiziert
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Nach
einigen POTA - Aktivierungen war klar: Das ist mein neuer
portabel-Favorit, ultraportabel, sehr guter Empfänger, kann
CW ,Digimodes und SSB und sieht vielversprechend aus. Das Foto
zeigt ihn (9V-Ausführung) zusammen mit der Batteriebox. Am
QMX gibt es kleine Änderungen: In der Endstufe befinden sich
6 BS170. Es wurde ein Sensorkeyer direkt am QMX, eine
Wärmeableitung vom Bord auf das Gehäuse und eine
Temperaturkontrolle für die Endstufe (nützlich besonders
im Digitalbetrieb) sowie eine BIAS-Schaltung für die Endstufe
eingebaut. Für das Gerät gibt es eine sehr ausführliche
Beschreibung/Anleitung bei QRPLabs. Meine
Meinung: 9V
oder 12V: Es
besteht kein großer Unterschied. Mit 12V wird berichtet,
dass teilweise an den BS170 Spannungsspitzen oberhalb der
Spezifikation (60V, auf 80m/160m) gemessen wurden, bei 9V kann es
zum Anstieg der Kollektorrestspannung bei hohen Sendeströmen
kommen. Deshalb: TN0110
oder BS170?: Die
TN0110 wurden wieder ausgebaut, da sie in meinem 9V - QMX keine
Vorteile brachten, aber deutlich teuerer sind und schwieriger zu
bechaffen. Sensorpaddle:
Ich
wollte es fest
am QMX haben. Mein Gebetempo beträgt maximal 20Wpm, QRQ
könnte sensorbedingt kritisch werden. Ein Mikroprozessor war
wegen der geringen Maße zu kompliziert (ich benutze nur
Lochrasterplatinen), es wurden Touchsensoren aus CN verwendet.
Stromaufnahme einige 10 µA bei 5V (vom QMX),
Ansprechverzögerung 60ms bei Uout H=+4,5V, L<+0,1V), bei
3,3V ist die Ansprechzeit deutlich länger (220ms) und die
Zeichenausgabe unsauber. 5V erfordert für jeden Kanal einen
open-collektor-Ausgang, da der QMX einen 3,3V-Prozessor verwendet,
daher die zusätzlichen FET. Ich musste noch je einen 100pF-C
(SMD) auf das PAD zur Empfindlichkeitseinstellung löten, ohne
sprachen die Sensoren bei 2-3mm Distanz an. Anschluss an den QMX
erfolgt über einen 5-poligen Stiftverbinder, direkt unter dem
Batterieanschluss aufgeklebt. Der Taster T doppelt den Tunetaster
und ist vor allem für den schnellen Abruf einer vorgewählten
Message (3x kurz) hilfreich Warum
Temperaturkontrolle? Oft
wird eine Faustregel genannt: Je 10°C Temperaturerhöhung
verkürzen die Lebensdauer eines Halbleiters auf ein Zehntel.
Die BS170 werden im QMX im Grenzbereich ihrer Leistung betrieben,
verschärft durch seine Beliebtheit für digitale
Betriebsarten (lange Einschaltzeiten). Und die Lage des Boards als
Kühlfläche im Inneren des Gehäuses ist suboptimal.
Die zulässige Verlustleistung eines BS170 beträgt bei
Gehäusetemperatur (Kühlfläche ist kälter!)
: 25°C
– 100% (0,83W) 50°C- 81% (0,67W) 75°C – 60%
(0,5W) 100°C – 40% (0,32W) Hinweis: bei 50°C kann
man höchstens sehr kurz anfassen. Gleichzeitig steigt der
Einschaltwiderstand mit der Temperatur, was die Belastung der
sowieso im Grenzbereich betriebenen BS170 weiter verschärft.
Ich habe mich entschlossen, als Kompromiss 50°C als Grenzwert
anzustreben. Die Praxis bestätigt: bei 22°C im Zimmer
kein Problem, die 50°C einzuhalten, in der Sommersonne oft ein
deutliches. Und es gibt keine feste Regel, mein QMX/QMX+ erwärmt
sich je nach Band deutlich unterschiedlich, bis 30m alles ok,
darüber treten starke Ausrutscher auf. Kennzeichen: hohe
Stromaufnahme bei wenig Ausgangsleistung. Deshalb habe ich mich
entschlossen, eine Warn-LED für die PA-Temperatur einzubauen.
Insbesondere, da Versuche mit meinem ehemaligen QDX ergeben
hatten, dass Ausfälle der Endstufe immer mit einer starken
örtlichen Überhitzung verbunden waren, egal, was den
letzten Auslöser verursachte. Temperaturkontrolle
Realisierung: Ein
Mini – NTC - Widerstand im Spalt zwischen den FET - Gehäusen
prüft die Temperatur. Bei ca. 48°C beginnt die LED zu
leuchten, ab ca 53°C brennt sie hell. Die Temperatur habe ich
nach Bauchgefühl festgelegt. Ort der LED: links vorn neben
Batterieanschluss, FET und R direkt dahinter. +5V kommen vom
Steckverbinder am QMX-Board. Die Anzeige hat mich gleich beim
ersten POTA - Einsatz in FT8 einige Male gewarnt, das Gerät
nicht der direkten Sonne auszusetzen. Da NTC und FET größere
Bauteilstreuungen haben können, muss die Dimensionierung
eventuell angepasst werden. Beachte:
die
5V sind wenig belastbar, die Leistungsreserven sind gering,
Batteriebox:
Da
die Batterie für den QMX sowohl in der Größe als
auch im Gewicht nicht zu ignorieren ist, sollte die Kapazität
auf das benötigte Maß beschränkt bleiben. Die
Gehäuse gab es sehr günstig im 6er Pack bei A. Sie
fassen 3 18650 LiIon Akkus, und ein kleines, schmales 3A-BMS als
Pack sowie einen Spannungsregler LD1084 zur Reduzierung der für
den QMX (9V) zu hohen Batteriespannung. Ist die Batteriebox
weitgehend entladen, sinkt die Spannung am QMX auf knapp 9V
(Mindestspannung über LD1084 etwa 1,3V). Geladen wird mit dem
obigen Netzteil oder einem kleinen StepUp-Wandler von einem
USB-Netzteil. Der Kippschalter muss bei Nichtnutzung auf 11V oder
AUS gestellt werden, ansonsten wird die Batterie durch den
Eigenverbrauch des LD1084 mit ca 10mA entladen. Mit 1Ah realer
Batteriekapazität sollte man 1 Std. FT-8 – Betrieb
locker schaffen mit etwas Reserve. Inzwischen wurden weitere 3
18650-Akkus parallelgeschaltet, da die verwendeten gebrauchten
Akkus (~70%) einen erhöhten Innenwiderstand hatten- Dies
führt dazu, dass die Entladespannung bei TX bis auf etwa 9,5V
absinken kann (steigt bei RX merklich an), zu wenig für den
Regler. Die Box wurde inzwischen am QMX mittels Lötösen
unter den 4 hinteren Gehäuseschrauben befestigt (analog
Sensorpaddle), die ihrerseits fest am Boxgehäuse befestigt
sind – ein loses Teil weniger im Gelände. Das ist
stabil, outdoor einfacher zu handhaben und auch einfach rückgängig
zu machen. Gewicht QMX mit Batteriebox (660g), LC-Tuner (156g),
USB-Ladeadapter, 4m Antennen- und 1m Datenkabel, Ohrhörer,
Heft und Stift in Kühlschrankbox 1,1kg
Zusätzliche
Wärmeabführung: Hin
und wieder werden defekte Endstufen diskutiert und zu hohe
Betriebsspannungen als Ursache genannt. Sehr häufig wurden
die entsprechenden Geräte mit Digi-Modes benutzt, sehr selten
im reinen CW-Betrieb. Ich habe zwischen den FETs in FT8
bandabhängig (21MHz) Temperaturen bis 70°C gemessen, es
kann je nach Bedingungen auch etwas mehr werden. Ich
sehe als eine mögliche wichtige Ausfallursache eine
Überhitzung der Endstufe, z.B. durch - hohe Belastung
durch den intensiven FT-8 Betrieb (erheblich mehr noch z.B mit
Olivia usw.). - schlechteren Wirkungsgrad wegen hohen
SWR/unzureichend getunten LP-Filtern - Absinkender Wirkungsgrad
bei höheren Bändern - Intensive Sonneneinstrahlung
auf das Gehäuse im Portabel-Betrieb Auch mein QMX meldete
mir bei meiner ersten POTA-Aktivierung in FT-8 mehrfach das
Erreichen der (selbst festgelegten, zwischen den FETs mittels
Thermoelement gemessenen) 50°C – Temperaturschwelle.
Originalkühlung
des QMX:
Im
QMX-Forum veröffentlichte Messungen zeigen, dass
etwa
50% der Wärme der FETs über die Anschlussdräht und
50% von einem allseitig umschlossenen FET-Gehäuse abgegeben
werden. Am QMX ist die Oberseite der FETs kaum allseitig
umschlossen, so dass man davon ausgehen kann, dass sicherlich gut
80% der Wärme der Endstufe auf das Board abgegeben werden.
Das Board leitet die Wärme zwar recht gut in sich, ist aber
nur über eine schwache Luftzirkulation mit dem Gehäuse
thermisch gekoppelt, mittels derer die gesamte Wärme (von
Board und Oberteil) auf das Gehäuse übertragen werden
muß. Will man die FET-Gehäusetemperatur auf 50°C
begrenzen, stehen dafür je nach Jahreszeit nur 20-40°
Wärmedifferenz zur Verfügung, und das ist im Sommer sehr
wenig, die FETs werden sehr heiß, obwohl das Gehäuse
wegen schlechter thermischer Kopplung sich nicht merklich
erwärmt. Hier
meine Lösung,
am Schreibtisch gebastelt, als Anregung, keine exakte
Bauanleitung. Links ist die Unterseite meines QMX zu sehen,
darüber 2 Kühlbleche. Wichtig – die FETs sind hier
nicht durchgesteckt, somit sind die Lötaugen glatt,
anderenfalls dürfen sie nicht überdeckt werden wegen
Kurzschlussgefahr. Das kleinere Kühlblech trägt unten
ein Isolierband, um Kontakte mit den Lötaugen und Leiterzügen
(unter dem grünen Überzug) zu verhindern. Dicke hier je
Blech 1,5mm. Im Bild darunter sieht man die Lage dieses
Kühlbleches auf der Leiterplatte, es darf nur Kontakt zur
Befestigungsschraube (Grund) haben. Im
dritten Bild ist das obere Kühlblech montiert. Die
Senkkopfschraube muss vollständig versenkt sein. Der Spalt
zwischen Leiterplatte und Gehäuse beträgt knapp 3mm (ein
recht kurzer Weg für die Wärme). Die Wärme der LP
wird auf das obere Blech übertragen und von dort über
geringe Luftspalten bzw. Direktkontakt auf das Gehäuse
(Unterteil). Die etwas größere Fläche des oberen
Bleches verringert den Wärmeübergangswiderstand zum
Gehäuse. Die Bleche habe ich mit einem Hauch Heißkleber
unter Druck verklebt, die obere Fläche sollte zur
Feinjustierung und besserem Wärmeübergang (leichter
Druck) eine (dünne) Folie tragen. Sehr hilfreich ist es, den
verbleibenden Luftspalt Blech / Gehäuseschale durch eine
(2-3) Isolierbandlagen zu minimieren. Auf dem untersten Bild
ist die Oberseite des Bords zu sehen. Die Scheibe wurde durch ein
aus einem L-Profil gefertigtes Alu-Teil ersetzt und liegt auf der
plan geschliffenen Oberseite der BS170 auf (Restdicke bei mir 3mm,
Anschlüsse nicht mechanisch belasten). Ich verwende eine
geringe (!) Menge Heißkleber zur besseren Wärmeübertragung.
Der abgewinkelte Teil reicht bis auf Höhe des Bord, etwa
8-10mm, und sollte bis nahe zum Gehäuse reichen. Durch ein
Wärrmeleitpad oder wie hier einen schmalen Blechstreifen
sollte die Wärmeableitung zum Gehäuse unterstützt
werden. Es ist eine unterstützende Maßnahme, der
Hauptteil der Wärme wird über die Unterseite des Bords
abgeführt. Der QMX kann nach dem Umbau deutlich handwarm
werden, besonders die untere Gehäusehälfte. Im
Außeneinsatz kann etwas Wind nach meinen Beobachtungen sehr
hilfreich für die Kühlung sein. Die Nachrüstung
hilft nicht nur den FETs, sondern auch den anderen Bauteilen auf
dem Bord. Die
Kühlbleche liegen auf Masse. Jeder Kontakt mit anderen
Bauelementen kann den QMX zerstören!
Meine
Eindrücke beim Aufbau: Beim
QMX ist, zumindest aus Amateursicht, die Miniaturisierung extrem.
Das englische Handbuch sollte kein Hindernis sein, ich habe nie
englisch gelernt und komme damit auch zurecht. Aber man sollte die
Anweisungen genau befolgen (sehr detailliert und somit
umfangreich) und alles erst mal durchlesen und verinnerlichen,
bevor man beginnt. Es geht hier nicht um Millimeter, sondern um
Zehntel, die einzuhalten sind. Bauteile wieder Auslöten geht
nur sehr schwierig. Der Grund ist: Die sechslagige Leiterplatte
braucht viel Wärme, die Bauteile sind eng gepackt und lassen
sich teilweise kaum fassen. Und der SMD-Teil ist schwierig ohne
Spezialausrüstung und Übung. Also Respekt vor den
entsprechenden Stellen. Insgesamt ist in den QMX eine ganze Menge
knowhow geflossen seit QCX-Zeiten (es läuft alles digital),
Signalverarbeitung, Diagnose und Schutztechnik. Sinnvoll ist es,
sich vor dem Aufbau im Diskussionsforum anzumelden bzw. zumindest
die Beiträge zu abonieren. Ab
der Firmware 1_00_26 und mit dem oben beschriebenen Kühlsystem
ist der QMX mein Lieblingsgerät geworden und hat meine
anderen Portabel-TRX in den Ruhestand geschickt. Ist-Stand:
Mein
QMX (mit
dem nachgerüsteten Kühlsystem!)
hat jetzt mehrere POTA-Aktivierungen (faktisch je 2 Stunden
Dauer-CQ in FT8) hinter sich. 1/26 wurden die Luftspalten zum
Gehäuseboden nochmals minimiert. Das verbesserte die
Wärmeableitung zur unteren Gehäuseschale deutlich Bei
abgenommener Bodenschale (Kühlung nahe Original)
kommt
mein QMX (27°C, Zimmer) bereits bei 20m und 15m auf 60 bzw.
nahe 70°C bei FT8 Dauer-CQ. Je nach erreichtem
(bandabhängigen) Wirkungsgrad der Endstufe und
Umgebungstemperatur/Sonneneinstrahlung kann die Erwärmung
deutlich schwanken. Da hilft dann nur eine Reduzierung der
Betriebsspannung oder Benutzung verlustarmer Bänder im
Interesse der Lebensdauer. Fazit:
Thermische Probleme treten vor allem in digitalen Modes, in warmer
Umgebung, bei Sonneneinstrahlung sowie fehlender Luftbewegung auf.
Eine thermische Kopplung zwischen Bord und unterer Gehäuseschale
reduziert den Wärmestau und erhöht die
Betriebssicherheit deutlich.
Aktuelle
Daten meines QMX, nachdem auch hier eine separate BIAS-Erzeugung
eingebaut wurde. Es bedeuten: - Ub die im Terminal (oben links)
angezeigte Betriebsspannung. - Ib die Stromaufnahme des QMX -
PWR_in: Leistung (ohne den Strom bei Rx) an der Endstufe -
PWR_out: Erreichte Ausgangsleistung - Eff.: Errechneter
Wirkungsgrad der Endstufe Meine Erfahrungen: Im 9v-Betrieb
arbeitet der QMX (mit zusätzlicher Wärmeableitung) in
FT8 ohne Probleme, bei 11V muß auf die Endstufen- und
Umgebungstemperatur (besonders Sonneneinstrahlung) Rücksicht
genommen werden, damit er nicht überhitzt (bei mir besonders
20-15m). Insgesamt ist der QMX durch sein kleines Gehäuse
ohne Gegenmaßnahmen gegenüber dem QMX+ deutlich
überhitzungsgefährdeter. Der originale QMX bleibt außen
weitgehend kühl, auch wenn innen 70°C und mehr an der
Endstufe herrschen. Beim Betrieb auf 15-20m
mit erhöhter Spannung entsteht eine hohe Verlustleistung an
der PA, die nur an kühlen Tagen zu beherrschen ist.
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Einbau
von je 3 BS170:Die
FETs rechts und links werden normal an der Außenseite der
Kühlfläche eingebaut. Die beiden mittleren FETs werden
mit der Flachseite nach oben montiert, damit Source an Source und
Drain an Drain der Nachbarfets liegt, das Gate kommt an einen der
Nachbarfets. Alle 6 FETs sind auf der abgerundeten Seite bis auf
3mm Gesamtdicke abgeschliffen (wegen Wärmekontakt). Obenauf
kommt ein TO220-Silikongummi und die normale Scheibe oder bei mir
ein Alu-Winkel, der bis dicht ans Gehäuse reicht (ein wenig
mehr Kühlung und gleichmäßigerer Andruck, da
größer). Oben an den beiden rechten FETs befindet sich
der Thermistor zur Temperaturkontrolle. Hinweis:
Durch die zusätzlichen BS170 / Verwendung anderer FETs kann
es infolge geänderter Kapazitäten zu Verstimmungen der
LP-Filter kommen, insbesondere auf höheren Bändern. Die
Filter sind auf die Daten und Anzahl der zum Bausatz gelieferten
BS170 ausgelegt. Die
TUNE-Funktion am QMX friert ein, wenn die USB-Verbindung aktiv
ist. Abhilfe: während TUNE die USB-Verbindung
abschalten/trennen, um die störenden Signale zu verhindern
(Während TUNE kann sowieso nicht über USB auf das Gerät
zugegriffen werden). Spannung
>9V (9V-QMX) ohne Überhitzungsschutz riskieren den
Hitzetod des QMX!
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Transportbox
QMX
Für
den Transport des QMX dient eine simple Küchendose
25x16,5x6cm. Sie passt in einen kleinen Rucksack und ist leicht,
bruchfest und schützt ausreichend vor Transportschäden
und enthält die gesamte Station außer der Antenne. Es
empfiehlt sich, den Deckel zusätzlich zu sichern, ich
verwende ein Klettband. Ihr Inhalt: - eine Kopie der
Lizenzurkunde (am Boden) - QMX mit angeschraubter Batteriebox
(3S2P, für ca 5h FT8 ausreichend) - LC-Antennentuner -
3,5m Koaxkabel (schwarz) für Verbindung QMX zum LC-Tuner -
1m USB-Kabel (weiß) mit MWS für Verbindung
QMX-Smartphone (bei FT8-Betrieb) - Notizbuch und Stift für
Aufzeichnungen aller Art - Ohrhörer (im Plastikbeutel) -
Antennenstromindikator (mangels Bedarfs nicht mehr mitgeführt)
Der
QMX erreicht annähernd gleiche Ausgangsleistungen wie auch
der QMX+, muß aber durch die geringere Wärmeabführung
des kleinen Gehäuses bei intensiven Betrieb eher in der
Leistung begrenzt werden, um Wärmeschäden zu vermeiden.
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Mein QMX im Einsatz Um
das Kabelgewirr minimal zu halten, wurde die Batteriebox mit dem
QMX verschraubt. Gehalten wird sie von 4 Lötösen, die
mit den Deckelschrauben des QMX-Gehäuses verschraubt sind.
Diese Verbindung ist stabil und wackelfest. Die Lötösen
wurden auf ein Stück Leiterplattenmaterial gelötet,
welches an die Batteriebox angeklebt wurde. Die geringe
Breitendifferenz von 1-2mm konnte durch Biegen ausgeglichen
werden.. In gleicher Art wurde auch der Sensorkeyer mit 2 Lötösen
befestigt, die elektrische Verbindung erfolgt über eine
Stiftleiste, die unter der Stromversorgungsbuchse mit Heißkleber
eingeklebt wurde. Neben dieser Buchse befindet sich auch die LED,
die vor Übertemperatur an der Endstufe warnt. Im
QRPLABS-Forum wird viel über PD-fähige Powerbanks als
universelle Stromversorgung diskutiert. Ich habe diese noch nicht
getestet. Mein QMX wiegt, wie nebenstehen abgebildet mit 6
LiIon-Zellen (3S2P), etwa 660g. So,
nun genug modifiziert, weitere „Verschlimmbesserungen“
unterbleiben am QMX
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Mein
CW/Digi/SSB -TRX QMX+ (9V, 160 - 10m) /mod
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Der
QMX+ ist elektrisch dem QMX faktisch bis auf Feinheiten gleich,
genaueres zum Originalgerät findet man auf den Seiten von QRP
Labs. Das
6m und 11m – Band ist bei mir inaktiv geschaltet.
Hauptunterschiede sind: -
Der QMX verfügt über 6 Bänder (in 3 verschiedenen
Kombinationen möglich), der QMX+ umfasst 160 bis 6m - Das
Gewicht des QMX+ ist (abhängig von möglichen Einbauten,
z,B. Akku) etwa das Doppelte des QMX (dort Einbauten faktisch kaum
machbar) - Aufgrund des größeren Gehäuses ist
der QMX+ thermisch robuster und einfacher zugänglich. Ich
habe in meinen QMX+ weitgehend die gleichen Modifikationen
eingebaut wie im QMX. Zu sehen sind - unten der Deckel mit
Ohrhörern (3),
der bei Transport auf die Frontplatte gesteckt sind. - an der
Unterseite des QMX+ zwei Aufstellfüße - ander
Frontplatte 4 Sechskant-Schraubbolzen, die den Abdeckdeckel bei
Transport halten - auf der Oberseite vorn Touch-Sensorflächen
(1),
annähernd mittig die Sensorpaddles (für Punkt und
Strich) - hinter dem Sensorstreifen sind 2 Kartenhüllen
(hier eingesteckt Abstimmtabellen für die Elemente des
LC-Tuners). - zwischen diesen beiden Touch-Flächen zur
CW-Tastung (2)
unter dem breiteren Spalt sitzt die WarnLED für
Überhitzung Nicht sichtbar: Temperatursensor ist ein
kleiner Heißleiter zwischen den BS170, die Schaltung
entspricht der des QMX. Wie im QMX sind auch hier 2x3 BS170
eingebaut (gleiche Methode wie beim QMX). Sie sind ebenfalls auf
2,2...bis 2,5mm einheitlich abgeschliffen und werden mit wenig
Heißkleber
für besseren Wärmekontakt montiert, zuviel macht einen
klebrigen Block aus den BS170.. Beachte, dass die Anschlüsse
der abgeschliffenen BS170 am Gehäuse bei Biegen entlastet
werden. Als Transportbox wurde für den QMX+ eine
Küchendose gewählt.
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An
der Rückseite (unten) befinden sich außen links der
Batterieschalter (1)
mit Schutz gegen zufälliges Schalten, rechts der Anschluß
für den Balancer (2),
(bisher selten genutzt, da die Zellen sehr gleichmäßig
arbeiten). Innen an der Rückseite mittig sitzt der
Spannungsregler LD1064 (3).
Angeschlossen alle Teile an der Rückwand über
Steckverbinder, da die Rückwand doch manchmal abgenommen
wird. Zentral bis rechts sieht man die 3 LiIon-Zellen (4)
(21700, 5Ah, mit eingebauten Schutz, aber ohne Balancer).
Vorgesehene Betriebsspannungen: - 9,3V (normale Nutzung,
Erzeugung mit LD1064 wie in Batteriebox am QMX) Output QMX+ im
Mittel 6W - 7,5V durch Umschaltung LD1064 mittels Sensortaste
(für Einhaltung QRP-Spezifikation oder bei hoher Temperatur)
Output im Mittel 4,5W - Batterie direkt, unter
Beachtung der Temperatur <50°C (Warn-LED), nicht über
21MHz möglich). Output
im Mittel 8W bei 11V. Erfordert ständige Beobachtung, um
Überhitzung vorzubeugen. Da die Batterie eingebaut ist,
ist ein Ausschalter vorzusehen, da bei Einfrieren des QMX+ die
Geräteabschaltung nicht mehr funktioniert.
Links
der Batterien ist der Kühl- und Befestigungswinkel der BS170
und der größere Trafo (5)
und zu sehen. (2 Wdg. RG316-Koaxialkabel mit Mittelanzapfung am
Schirm, Übersetzung 2:2.) Hinter der Frontplatte ist die
Sensorelektronik (6)
und Temperaturwarnschaltung angebaut. Mein QMX+ wiegt, so wie
nebenstehend beschrieben, etwa 1160g, und somit knapp das doppelte
des QMX.
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Verstärkte
Kühlung Ansicht
von unten : -
Auf der Unterseite wurden 3 Kühlbleche (1)
aus 2 Lagen 1,5 mm Alu-Blech mit Heißkleber befestigt. Der
dem Gehäusedeckel zugewendete Streifen ist relativ breit für
einen möglichst guten Wärmeübergang. Die
leiterplattenseitigen Bleche (weiße Stellen unter den roten
Teilen) sind relativ schmal. Sie sind mit der Leiterplatte mittels
etwas Heißkleber verklebt. Unter der mittleren Fläche
liegen Leiterzüge, deshalb wurden schwarze Isolierbandstücken
zuerst auf die LP geklebt und darauf die Bleche. Kann man
natürlich auch grundsäzzlich so machen. Die roten
Isolierbandstreifen auf den oberen Blechen dienen dem
Feinausgleich der Luftspalten zum Unterboden. Bei mir sind es 2
bzw. 3 Lagen, der Luftspalt sollte so klein wie möglich sein,
Direktkontakt durch das Isolierband leitet Wärme bedeutend
besser als ein Luftspalt. Auf der Oberseite wurde die
Unterlegscheibe zur Befestigung der BS170 durch einen Aluwinkel
(2)
ersetzt. Die Ergänzung ermöglicht bessere
Wärmeabführung, vor allem im Sommer bei Digitalbetrieb.
Die Bodenschale wird nun im Betrieb merklich wärmer, im
Testbetrieb bis 40°C bei 50°C an den Gehäusen der
BS170.
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BIAS-Erzeugung:
Nachbau
ist nur für geübte Amateure bei eingebauter
Temperaturwarnung sinnvoll. Wenn z.B. beim Tuning der Prozessor
blockiert, fließt dauernd Strom über die BS170 und kann
thermische Probleme verursachen.. Die
Schaltung ( gelb eingerahmt) erzeugt eine höhere
Gatevorspannung (hier um 3,3V, 400mA Ruhestrom – PTT im
Terminal drücken zur Einstellung). Dadurch können die
Transistoren besser durchgesteuert werden, gleichzeitig schützt
die kapazitive Trennung den Treiber im Fehlerfall. (Effektivität
etwa wie weiteres BS-170-Paar parallel, nur ohne
Kapazitätserhöhung). Die BIAS-Spannung wird vom PTT-P -
Ausgang gesteuert, sie darf nur beim Senden aktiv sein (in den
Bandeinstellungen aktivieren). Diese Änderung ist relativ
knifflig (Ausgänge des Treiber-C von LP lösen und über
C's zum Gate führen), Einspeisung Vorspannung montieren,
Einstellregler dazu nahe PTT-Buchse unterbringen. Es besteht wenig
Bauhöhe und Leiterauftrennungen auf dem Board wurden
unterlassen wegen möglicher Kollateralschäden.
Die PTT-P steht durch
die BIAS-Anwendung extern nicht mehr zur Verfügung. An dem
weißen Isolierbandfleck (3)
im Bild darüber sieht man rechts die Verbindung zu den
angehobenen Treiberausgängen und links die Einspeisung der
Vorspannung, Die braune Leitung geht zum Einstellregler (über
der PTT-Buchse).
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Ausgangsleistung
meines modifizierten QMX+ Die
in der Spalte Verlustleistung aufgeführten Leistungen sind
die in der PA entstehenden Verlustleistungen, also vorwiegend an
den BS170. Die Farbmarkierungen weisen auf kritische Bänder
hin: Gelb
hinterlegte
Spannungen sollten nicht überschritten werden. Gelb
hinterlegte
Verlustleistung erfordert bei Bandnutzung Kontrolle der
PA-Temperatur (LED). Orange
hinterlegte
Verlustleistung – Band nur im Sonderfall damit nutzen (bei
kühlem Wetter) Alle Werte außer Ib der
Terminalanzeige entnommen.
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QMX mit FT8TW(FT4/FT8)
Das
Programm ist vor allem ausgelegt für Aktivierungen mit
geringen (Gewichts-) Aufwand, das Smartphone ist ja immer dabei.
Hunting sowie P2P-QSO sind mit einem PC etwas komfortabler zu
machen, aber möglich. Hervorzuheben ist, dass Zusätze
bis 4 Zeichen (SOTA, POTA) in den CQ-Ruf eingefügt werden
können. Alle Erklärungen zu den Einstellungen stehen
in den Settimgs, erreichbar durch Antippen der blauen Kreise mit
dem „i“ (in englisch). Derzeit werden meine QMX(+)
hauptsächlich für POTA im Mode FT8 genutzt. CW und SSB
sind für POTA - Aktivierungen aufgrund der nur 5W für
die aus Raumgründen meist verwendeten Vertikalantennen für
eine erfolgreiche Aktivierung meist eine Herausforderung. Die
einfachste Form benötigt dazu nur das Smartphone (hier mit
Android) mit dem Programm FT8TW (erhältlich Google playstore)
mit einem eigenen Treiber für den QMX, der nicht mehr bei
Frequenzwechsel den QMX-Mode wechselt. Zum Anschluss benötigt
es nur ein USB-Kabel. Der Wegfall des Computers spart eine Menge
Gewicht und Raum und macht das Ganze mit einer Antenne wie der
modifizierten HFP1 rucksackfähig. (ab ca. 3kg) Mit den
heutigen 7-Zoll-Smartphones ist die Bildschirmgröße
nicht das Problem, das Arbeiten mit dem spiegelnden 12-Zoll Tablet
war deutlich nerviger im Freien. Da die bisherige
Programmbeschreibung weitgehend der Information im Programm
entspricht, hier einige Anmerkungen zum Setting-Menü anhand
der von mit genutzten Einstellungen. Bitte auch die Anmerkungen
zur QMX - Nutzung im Digitalbetrieb beachten. Das Programm
sucht die Schnittstelle übers USB-Kabel selbständig und
verlangt dann die Bestätigung, LOC und TIME werden (bei
Freigabe) automatisch vom Smartphone übernommen, der
verwendete TRX ist einmalig einzugeben, dann sollten alle
Einstellungen stimmen. Gültige QSO werden automatisch
geloggt. Das Log kann über die Exportfunktion per WLAN auf
den Browser des PC übertragen und dort gespeichert werden.
Die einzutragende Browseradresse wird bei Aufruf (Button links
oben) angezeigt. Beide Geräte müssen im gleichen
Netzwerk eingeloggt sein. Unter Spectrum wird das eingehende
Signal angezeigt. Calling ruft den QSO - Modus auf, sichtbar am
roten Lautsprecher oben rechts. Ist er durchgestrichen, pausiert
die Sendung. Seq 0/1 zeigt den zur Sendung genutzten
Zeitschlitz. Umschaltung durch kurzes pausieren (Lautsprecher
aus/ein während Sendung). Zur Umschaltung FT8/FT4 ist
„Settings“ aufzurufen. Tx-Delay gibt hier die zum
Dekodieren des Empfanges reservierte Zeit an, ein Verkürzen
der 500ms kann zum Ausfall der Dekodierung führen.
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Die
Möglichkeiten der Einstellung des Sendepegels:
-
Am Phone die Lautstärkeregelung am Gehäuse. - In
FT8TN den Schieber Lautstärkeregelung - Kontrolle am QMX
beim Senden: unter dem A (B) des VFO muss eine durchgehende
Punktreihe sein. - wenn (unter Android) der Pegel gar nicht
reichen will, im Menü DIGI des QMX die Ansprechwerte
(Rise/Fall threshold) anpassen
Das
USB-C Kabel ist ein normales Standardkabel, voll belegt für
Datenübertragungen
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POTA
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Inzwischen
verwende ich statt dem Tablett das Handy für Fuß und
Fahrrad, 725g leichter, da man das Handy ja immer mit hat. Für
FT-8-Betrieb portabel bin ich von FT8CN auf dessen Klone FT8TW,
der inzwischen auch FT4 beherrscht, umgestiegen. (An meinem Handy
und auch Tablet gab es mit FT8TW ungewollte Modeumschaltung bei
Frequenzwechsel). Der Laptop ermöglicht komfortableren
Betrieb, wenn man auch mal nach P2P-QSOs schauen will, ist aber
eher fürs Auto wegen Größe und Gewicht. Für
alles andere reicht unterwegs Papier. Sind Windgeschwindigkeiten
über 20km/h (Böen 40km/h) angekündigt oder
frostnahe Temperaturen, bleibe ich zuhause. Radfahren macht mir
dann keinen Spaß mehr und Bäume verlieren hier im
Umfeld dann auch mal dickere Äste, da muss ich nicht drunter
sitzen. Und im nasskalten trüben Novemberwetter spazieren
gehen mag ja noch Spaß machen, aber dann stundenlang auf
einer windigen Parkbank sitzen ist eine andere Sache, ist nicht
mehr altersgerecht.
Zur
Stationsausrüstung: POTA-Aktivierungen
im Stadtpark mit 5W gehen durchaus, sind aber selbst mit FT8
mitunter kein Selbstläufer. Naturschutzgebiete verbieten
meist das Verlassen der Wege, und auch im Erholungsgebiet sollte
man überlegen, welche abgerissenen Drahtschlingen man auf
Wiesen und in Bäumen hinterlässt, da kommt das Hobby
schnell in Verruf. Während an Wochenenden viele Signale zu
erreichen sind, gibt es insbesondere in der Woche
tageszeitabhängig recht ruhige Zeiten. Als
Antenne finde ich Vertikalantennen gut geeignet, wegen
Unauffälligkeit und ihres geringen Platzbedarfs, bei mir je
nach Ziel HFP1 sowie 5,6m Edelstahlteleskop aus China.
Grundradiale habe ich inzwischen ausgesondert, ein elevated Radial
ist insgesamt handhabungsfreundlicher und mindestens gleichwertig.
Dipole, EFHW und InvV können durchaus mehr Signal bringen,
aber ihre Aufstellung ist nicht immer problemlos. Dichte, feuchte
Buchenwälder scheinen nichts für Vertikalantennen zu
sein, ob sie eine InvV besser behandeln, habe ich noch nicht
getestet. (Keinesfalls Antenne in den Baum lehnen, um
Standsicherheit zu gewinnen, das funktioniert fast nie).
Kürzlich
habe ich mich mit der Anschaffung einer PA (MicroPA 50+)
beschäftigt. Sie kostet (in CN) ab 180€ und wiegt um
650g, ihre Parameter sehen akzeptabel aus. Aber das Drumherum: Sie
braucht bei 30W Output mindestens 4A (Vollaussteuerung 8A), also
benötigt man mindestens einen 6Ah Akku für eine
kurzgehaltene Parkaktivierung, macht weitere 650g plus ca 50€.
Mein LC-Antennentuner ist zu schwach, also muss das deutlich
schwerere Z-Match (bis 40W) ran. Die Ausgangsleistung des QMX muss
auch noch einstellbar sein, um Übersteuerungen zu vermeiden.
Letztlich schleppt man statt 1,4kg (QMX in Transportbox) gut 3kg
(ohne Antenne!) mit für ein paar QSO bzw. eine reichliche
S-Stufe mehr und das ganze Handling (Auf/Abbau, Betriebsablauf,
passt das noch in den Rucksack?) wird komplizierter. Für mich
letztlich zu viel drum herum für POTA, zumindest im
fortgeschrittenen Lebensalter, ich lasse es sein. Mit dem Auto
sieht das alles einfacher aus, nur kommt man damit selten legal in
einen Stadtpark oder ein NSG.
Wer
bei POTA einsteigen möchte: „https://pota.app/#/“
Die zentrale Seite (englisch) mit aktuellen Spots und Infos zum
Betrieb sowie den Regeln, deren Einhaltung angemahnt wird.
Erreichbar sind alle Informationen links über die 3
horizontalen Striche. Meldet man sich an, findet man dort auch
Angaben zu den eigenen erreichten Verbindungen. Grundsätzlich
funktioniert der Ablauf folgendermaßen: - Ein Aktivator
loggt sich ein und meldet seine Daten (Park-Nummer, Frequenz,
Modulation) an. Diese Daten erscheinen sofort als aktive Spots auf
der Hauptseite - Ein Hunter/(Jäger) sucht das Band gezielt
nach den gemeldeten Aktivationen ab und versucht ein QSO
durchzuführen. (Die Suche nach CQ POTA de .. auf dem Band ist
deutlich ineffektiver gegenüber der Nutzung der Spots) -
Der Aktivator lädt sein Log auf den Server (Der Hunter meldet
keine QSO). Der Hunter sieht, nach Einloggen, die für ihn
zutreffenden QSO auf seinem Acount, ebenso erreichte Diplome
usw. Eine Karte zum Auffinden der aktiven Parks findet man
ebenfalls in dieser App, ich benutze meist diese
„https://pota-map.info“ (DL,OE,HB9) von DK5UR, eine
deutsche Einführung gibt es auch hier
„https://parksontheair.de“ . Insgesamt alles recht
entspannt, in meinen Augen mehr ein Ansporn, mal dahin zu gehen,
wo man noch nicht war und nicht ein vordergründiger
Wettbewerb.
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