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Reiner DL8LRZ ,,,,,,,.................................................................................. letzte Änderung 23.08.2026........................................................................................................... DL8LRZ(at)DARC.de

Inhalt:

Einleitung

Antennentuner

Einflußfaktoren auf die Funkverbindung

Universalnetzteil

modifizierte HFP1

Mehrband – TX BCR

Kombiantenne Vertikal / InvV

CW/Digi/SSB -TRX QMX

Fahrrad und Autoantenne

CW/Digi/SSB – TRX QMX+

POTA

Verstärkungshülse für Teleskop 5,6m

Einleitung

Früher war mein Bestreben, portabel mit 100W und großer Antenne maximale DX - Ergebnisse zu erreichen, was zuhause aufgrund der äußeren Gegebenheiten stark eingeschränkt war. Die Ausrüstung belegte oft den halben Transportraum des PKW, was nicht immer auf Akzeptanz der Familie stößt. Nachdem das separate Gartengrundstück entfiel und das Alter mich genügsamer machte, suchte ich nach einer Alternative mit weniger (Transport-) Belastung. Da ich schon immer gern etwas baue, wendete ich mich den kleinen CW-Kits zu. Das war Mosquita, BCR, dann QCX und der QCX+(modifiziert 60-10m) mit maximal 8-10W, seit 2024 verwende ich faktisch nur noch den QMX/QMX+ für portabel. Alle sind modifiziert mit internen oder angeflanschten Batterien und Sensorpaddle. Dafür braucht man natürlich möglichst passende Portabelantennen. Nachdem ich lange mit Vertikal und auch Magnetloop (letztlich zu sperrig/aufbauintensiv) für meine Portabeleinsätze experimentiert hatte, bei Abstechern zum Dipol immer das Problem der Aufhängung bestand, bin ich zu den nachstehend aufgeführten Antennen gekommen. OK, ich habe anfangs auch über die HFP1 (und dann mit 5W) gelächelt, aber insbesondere mit etwas längerem Strahler und etwas modernisiert geht sie verblüffend für ihre Größe. Natürlich gibt es immer etwas besseres, leider meist auch aufwendiger und teurer. Letztlich verbindet man 2 Dinge: Die Bewegung im Freien mit dem Hobby. Ersteres ist gut für den OM/die YL, zweites ist ein echtes Erfolgserlebnis, wenn man ferne schwache Stationen mit kleinen Batteriegeräten arbeiten kann, deren Existenz man im allgegenwärtigen digitalen Störnebel unserer modernen Städte nicht einmal ahnen kann.Die Beiträge auf dieser Seite sind keine Bauanleitungen und können Fehlern unterliegen, sie sollen als Anregung für eigene Ideen und Lösungen dienen. Für die Einhaltung der Sicherheit von Nachbauten ist jeder selbst verantwortlich. Es sollte keiner erwarten, dass er ohne Erfahrungen in Fehlersuche mit rudimentärer Meßtechnik und Werkzeugen problemlos Erfolge bei der Modifikation komplexer Geräte wie QMX erzielt. Ich würde für den Einstieg erst mal vorschlagen, eventuell Erfahrungen an einfachen Bausätzen zu sammeln und sich an einen Aufbau entsprechend der sehr guten Bauanleitung zu halten.

Mir war wichtig - Es geht um Kurzwellenantennen für POTA (portabel)

  • Minimale Auf- und Abbauzeit (<=15min) – genügend Funk-Betriebszeit (1,5 - 3h).

  • Kleine Aufbauflächen, geringer Störfaktor für Unbeteiligte

  • Transportfreundliche Gestaltung (Für Rucksack zu Fuß, per Fahrrad und ÖPNV sowie per PKW)

  • Grundaufbau ohne örtliche Aufhängepunkte (Bäume), keine Beeinträchtigung der Umwelt.

  • Schäden/Havarien (Sturm, Unachtsamkeit) durch Station und Antennenteile minimieren.

  • Belastbarkeit mindestens 10W für alle Teile.



Die Antennen enthalten in ihrer Grundform keinen Schutz vor Blitzeinschlägen und statischen Aufladungen. Deshalb sind sie bei möglicher Gewitterbildung sowie Nichtnutzung von Geräten und Gebäuden zu trennen, wenn sie außerhalb von Gebäuden stehen. Auch unter Hochspannungsleitungen können hohe Spannungen in der Antenne induziert werden.

Mein aktuelles Konzept ist vorrangig für POTA gedacht, aber so grundverschieden sind die Varianten von Outdoorfunk ja nicht. Die Besonderheit bei POTA ist, dass viele Aktivator-Stationen nur mit kleinen, leichten Antennen und Leistungen von QRP bis 20W arbeiten.
Nach einigen Jahren wiederholter Portabelaktivitäten bin ich bei folgender Lösung angekommen:
Für Outdooraktivitäten weniger Stunden, bei mir jetzt hauptsächlich für POTA und im flachen Land, benutze ich vorwiegend Vertikalantennen, die die HFP1 als Grundlage mit einigen möglichen Modifikationen verwenden. Einer der Grundsätze war, dass sie auch im Rucksack zu transportieren sind. Sie sind schnell aufzubauen, benötigen wenig Platz - wichtig in Erholungsparks und haben sich bewährt. Mit entsprechenden Mehraufwand lassen sich natürlich auch bessere Ergebnisse erzielen, wenn man unbedingt will..
Als TRX für diese Portabelaktionen verwende ich vorwiegend meinen QMX+ (ca. 1,2kg, alle KW-Bänder, 5Ah, 6-8W auf den meistgenutzten Bändern) oder meinen QMX (halbes Gewicht, 60-15m, 3Ah, 6-7W), die ein/bzw. angebauten Akkus ermöglichen mindestens 3-4 Stunden autonomen FT8-Betrieb. Als Rechner dient in der Regel das allgegenwärtige Smartphone.

Beide Geräte enthalten zwar angebaute Sensorpaddel, werden aber aufgrund der nur knapp über QRP liegenden Sendeleistung bei POTA vorwiegend in FT8 genutzt. Die Reichweite im QSO-Betrieb FT8 umfasst Europa, größere Entfernungen sind bei guten DX-Bedingungen gelegentlich möglich.

Einflußfaktoren auf die Funkverbindung


0.-Problem Antennenmessung
Mittlerweile bin ich zu der Erkenntnis gekommen, dass ich das Vorhaben Antennentest etwas blauäugig angegangen bin. Die Ergebnisse sind bei Verwendung amateurmäßiger Mittel schnell recht ungenau, die Werte können infolge Fading in kurzer Zeit beachtlich schwanken. Meine derzeitige Einschätzung:
Messungen der Feldstärke in der Nähe der Antenne. Kein Einfluss schwankender Ausbreitung, aber auch keine Aussage über die Qualität der Abstrahlung. Eine Antenne mit großem Nahfeld muss nicht zwangsläufig in der Ferne ein großes Signal erzeugen.(Stichwort Steil- oder Flachstrahlung). Eher geeignet, um ein Antennensystem zu optimieren.
Mittels RBN erhält man relativ wenige, aber reale Daten, die stark von QSB und QRM und unterschiedlichen Ausbreitungswegen in Abhängigkeit von den Ausbreitungsbedingungen sind (und so zu wechselnden Testergebnisse führen können). Die Schwankungen erfordern große Datenmengen zur Mittelwertbildung. WSPR liefert erheblich mehr Messdaten, die aber den gleichen Problemen unterliegen wie die durch das RBN gewonnenen
Meine Meinung nach einigen Tests: Solche Antennenvergleiche mit Amateurmitteln haben eine begrenzte Aussage bezüglich absoluter Genauigkeit für die reale Leistung der Antenne im Funkbetrieb unter unterschiedlichen äußeren Bedingungen. Sie können aber brauchbare Vergleichsergebnisse erzielen.

1.-Ausbreitungsbedingungen
Die Ausbreitungsbedingungen sind der mit Abstand wichtigste Einflussfaktor auf der Kurzwelle. Sie werden von vielen Faktoren beeinflusst, die z.B. von der Wirkung von Sonnenaktivität und Erdmagnetfeld sowie Tag/Nachtzeit abhängen. Wer sich damit beschäftigen näher möchte, sei auf die recht umfangreichen Publikationen über diese komplizierten Zusammenhänge verwiesen. Für den normalen Hobbyfunker reicht es im allgemeinen aus, sich auf aufbereitete Hilfsmittel zur Einschätzung zu stützen. Das wären z.B.
Die Einschätzung in der DARC – App fürs Smartphone
Im Internet Vorhersagen unter https://www.hamqsl.com/solar.html oder https://www.fading.de/funkwetter/das-aktuelle-funkwetter
Für POTA -Aktivierungen mit 5 bis 10W Leistung (FT8) sind meine Erfahrungen:
Die erreichten QSO-Zahlen liegen am Wochenende und Feiertagen deutlich über denen während der Woche.
Besonders knapp ist es während der Woche zwischen Mittag und 16 Uhr Küchenzeit und zu Zeiten, in denen es wenig Spaß macht, 2 Stunden auf einer Parkbank zu sitzen Es gibt halt noch anderes im Leben außer Amateurfunk.
Ich persönlich habe die Hälfte aller QSO auf 40m erreicht, gefolgt von 30,20,17 und 15m.

2.-Standorteigenschaften
Der nächste wichtige Faktor sind die Standortbedingungen.
Für Vertikalantennen sind in der Ebene feuchte Wiesen günstig, es fehlen nennenswerte Hindernisse im Abstrahlbereich, der Boden ist gut leitfähig, Bedingungen, unter denen die Antennen gut funktionieren. Und ist der Standort noch abseits von Störquellen, sollte auch der Empfang schwacher Stationen gut funktionieren.
Dichte, feuchte Wälder, wie z.B. Buchen, sind insbesondere in der Vegetationsperiode dämpfend. Der Weg der Funkwellen aus diesen Wäldern ist schwierig. Trockene Fichten oder lockerer Wald stören da nicht so stark.
Auch auf Kurzwelle ist fast jeder Hügel günstig. (Auf einer ehemaligen Aschehalde, man sah dem Boden die Trockenheit schon an, machte meine Vertikal mit Bodenradialen mangels Bodenleitfähigkeit einen sehr müden Eindruck). Viele Hindernisse ragen auf Hügeln nicht mehr in den Abstrahlbereich, ihr negativer Einfluss entfällt. Weiterhin sind abfallende Hänge günstig, da sie den Abstrahlwinkel nach unten ziehen. Demgegenüber sind enge Täler für Weitverbindungen Gift, hier kommt man oft nur mit Steilstrahlung weiter, allerdings nur auf den unteren Bändern je nach MUF („Maximal nutzbare Frequenz“- gilt für senkrechte Reflektion in den aktiven Schichten der Erde bzw. für die dazu angegebene Entfernung). Das erklärt auch die guten Ergebnisse niedrighängender Horizontalantennen im näheren Europa auf den unteren Bändern.
Und wer in de
r Stadt wohnt, merkt es meist bald: Elektronische Schaltgeräte aller Art erzeugen einen Rauschteppich, der das Aufnehmen schwacher Signale sehr erschweren kann. Dichte Bebauung verhindert die flache Abstrahlung der Funkwellen für Weitverbindungen. Die Nutzung der urbanen Flächen lässt kaum Raum für den Aufbau effektiver Antennen. Selbst der versiegelte Untergrund ist funkfeindlich. Also sehr schlechte Bedingungen.

Feldstärkedifferenzen, ermittelt im Sendebetrieb mit RBN, bei verschiedenen Sendestandorten in meiner Wohnung, bezogen auf Außenstandort auf einer Wiese. Der Indoorstandort Nord am Fenster., Süd am Fenster und Süd auf dem Balkon.
Lage im Gebäude: 3. Obergeschoss, Wände Betonhohlsteine, Decken armierte Betonplatten. Indoor geht also nur sehr mager. Dazu kommt noch der hohe Störpegel im Haus.
Es lohnt sich, etwas zu testen, wenn es mit der Antenne Probleme gibt.
Wichtig ist auch, bei der Standortwahl die Störfelder zu beachten

3.-Antennenparameter
Natürlich hat die Antenne auch Einfluss, aber eigentlich relativ gering bei vergleichbarer Größe und im Vergleich mit den bisher genannten Faktoren. Große Qualitätssprünge gibt es vor allem, wenn die Antenne über die Dachfirste und andere Hindernisse „schauen“ kann. Für etwas mehr steigt meist der Aufwand erheblich an. Was ist nun die beste Antenne?
Für meine hier betrachteten POTA – Aktivitäten habe ich bisher die Vertikal favorisiert. Nach ein paar Experimenten wollte ich es aber genauer wissen und habe als erstes mit 4NEC2 3 Antennen näher betrachtet, für die die Materialien vorhanden waren. Dies waren:
-
Die HFP1 in ihrer modifizierten Form. Eine Antenne mit Grundradials und hier mit einer Höhe von insgesamt etwa 4m. Transportlänge ca 35cm.
-
Die UP&Outer an einer 6m – Stipprute mit 60cm Transportlänge.
-
Die InvV, die Dipolschenkel je 6,5m lang, ebenfalls mit der 6m- Stipprute.
Die
Inverted V hat den höchsten Gewinn, leider aber erst bei Erhebungswinkeln von 30-45°. Das deutet auf Vorzüge bei NVIS- bis nahen Europabetrieb hin, insbesondere auf 30-40m. Sie braucht freien Aufbauplatz, bei überhängenden Bäumen kollidiert sie leicht mit den Ästen. Man braucht in der Vertikalen freien Raum bis zur Antennenhöhe. Insbesondere auf 40m bringt sie jedoch viele QSO (POTA) im 700km-Umfeld und funktioniert aus Tallagen gut.
Die
Up&Outer (HFP1 /mod mit erhöhtem Radial) strahlt dagegen flach und hat den größten Gewinn für Flachstrahlung bei leichter Richtwirkung . Der vertikale Strahler kann meist auch zwischen überhängenden Ästen ohne Probleme aufgebaut werden. Sie benötigt Platz für ein frei hängendes Radial (2 bringen fast Rundstrahlung). Sie bringt gute Signale, mit 5,6m – Teleskop auch auf 40m. Der Aufbau geht recht schnell und gelingt fast überall.
Die
HFP1/mod strahlt ähnlich flach wie die Up&Outer, mit etwas weniger Gewinn. Sie hat allerdings auch nur 2/3 der Höhe. Sie ist flexibel hinsichtlich Aufbauplatz, die Bodenradiale stören weniger, Buschwerk und Standorte an Wegrändern stören das Verlegen ein wenig.
Fazit: Große Unterschiede im QSO-Betrieb sind anhand der Simulation nicht zu erwarten. Es kommt auf Standort- und Ausbreitungsbedingungen an. Das Up&Outer-Prinzip (erhöhtes Radial) macht insgesamt einen optimalen Eindruck zur Erfüllung der Grundanforderungen und wird bei den Vertikalantennen bevorzugt angewendet.

Zu Radialen: Grundsätzlich werden erhöhte Radiale und Bodenradiale unterschieden.
Erhöhte Radiale (wie Up&Outer) sollten optimal >1m hoch gespannt werden, spätestens unter 50cm kommt es zu deutlicher Dämpfung der Antenne durch die Erdbodennähe. Die Antenne bildet einen resonanten Dipol aus Strahler und Radial. Es reicht aber schon 1 Radial (2 für Rundstrahlung), günstig für portabel, ein erhöhter Aufbau der Antenne bringt günstigere Abstrahlung. Erhöhte Radiale können allerdings in gut besuchten Stadtparks störend sein.
Bodenradiale liegen auf dem Erdboden auf oder sind eingegraben. Die Erde bildet, vereinfacht gesagt, die zweite Dipolhälfte. Der Übergang Bodenradial – Erdboden hat für HF einen nicht vernachlässigbaren (Verlust-)Widerstand, weshalb viele und breite Radiale elektrisch vorteilhaft sind. (Radiale aus Stahlmaßbändern konnten bei meinen Tests die Wirkung des mehrfachen an Drahtradialen erreichen, leider auch beim Transportgewicht). Mit sinkender Frequenz werden sie auf den unteren Kurzwellenbändern (<10MHz) immer wichtiger für eine gute Kopplung mit dem Erdboden.
Während bei einem guten Radialnetz sich die Abstrahlung nur durch die geringe Richtwirkung deutlich von einer Up&Outer unterscheidet, ist die Handhabbarkeit der Bodenradiale durch erhebliche Drahtmengen beim Transport, Gewicht bei den Stahlmaßbandradialen und Fizz-Gefahr gekennzeichnet.
Ich verwende deshalb vorwiegend die HFP1 /mod in der Bauform Up&Outer oder die InvV.
Ab 05/26 verwende ich vorrangig die unten beschriebene Kombiantenne Up&Outer/InvV für POTA-Einsätze mit tragbarer Technik.

4. Ein Wort zu Antennengewinnangaben
dB ist ein Verhältniswert. Je 3dB entsprechen einer Verdoppelung der Leistung. Bei Antennengewinnen gehört der Bezug dazu, also dBi, dBd usw.
a. Die Isotrop-Antenne hat 0 dBi (dB-isotrop, Kugelstrahler), strahlt gleichmäßig nach allen Richtungen, ist Referenzantenne, mehr für theoretische Betrachtungen wichtig.
b. Der Halbwellendipol hat 0 dBd (1 dBd = 2,15 dBi), die Abstrahlung erfolgt bevorzugt in Form einer 8
c. Durch Überlagerung mit der Bodenreflektion können Zusatzgewinne bis zu ca. 5dB auftreten (Aber nur bei optimaler Antennenhöhe und über Meerwasser, über Land meist deutlich weniger), die aber nur für den konkreten Standort gelten. So kann in einer Verkaufsanzeige der gleiche Dipol je nach Kreativität des Verkäufers mit korrekt 2,15dBi / 0 dBd oder aufgehübscht mit 2,15dB bis 7,15dB durch Weglassen des Bezugspunktes und Einbeziehen von idealen Gelände- und Standorteigenschaften beworben werden.
Welche Gewinnerhöhung wirkt sich merklich aus? Meist wird angegeben, 3dB oder ½ S-Stufe. Das gilt für Betriebsarten wie SSB und CW, die einige dB Signalamplitude über dem Rauschpegel benötigen. Heutige digitale Betriebsarten wie FT8 und WSPR arbeiten an der Grenze der Wahrnehmung im Rauschen. Bei ihnen kann jedes einzelne dB darüber entscheiden, ob eine Verbindung zustande kommt oder nicht.

Die Ergebnisse der Erweiterungen der Vertikal:
In der ersten Zeile die HFP1 original, danach die HFP1 mit 2,5m Teleskop und 3.Stab, danach der Einsatz nur zweier Maßband - Radiale und letztlich der Ersatz der Antenne durch ein 5,6m Edelstahlteleskop (+ Maßband - Radiale. In der Tabelle die ermittelten Werte bei 40m/Baulandboden für die 13 stärksten Stationen, die im RBN die Signale der Antenne empfingen. Sie geben Auskunft, was man etwa bei welcher Erweiterung erwarten kann.
- Summe dB: Die addierten dB-Zahlen der Antworten geteilt durch CQ-Rufe (nur wenige, bei allen 4 Tests antwortende Stationen wurden einbezogen)
- Mittel/Antwort: Die gemittelte Stärke der tatsächlich empfangenen Signale
- % geantwortet: Prozentualer Anteil der empfangenen Antworten zu den gesendeten CQ-Rufen
- Mittel pro Ruf: Summe der aufaddierten empfangenen Signale im RBN im Verhältnis zu der Anzahl der CQ-Rufe
Das hohe Mittel der HFP1 pro Antwort kommt daher, dass nur 6 nahe Stationen geantwortet haben, diese aber mit starken Signalwerten. Die Verstärkung des Radialnetzes auf den unteren Bändern erhöht die Abstrahlung merklich

Um die Antennenleistung zu testen, habe ich 4 meiner möglichen Bauformen mittels WSPR auf 7, 14 und 21 MHZ getestet. Conds: SFI:150, SN:142, A:6, K:0, S0....S1, MUF ca 15MHz. Antennen:
Die HFP1/mod (4 Flachbandradiale, 2,5m-Strahler), das 5,6m-Teleskop (gleiche Radiale), die InvV 2x6,5m, 5,5m Mastspitze, gleiche InvV ca 8m Mastspitze (Winkel etwa 90 Grad). Es ergab sich:
7 MHz: HFP1/mod mit den meisten Bestwerten einzelner Stationen, aber die Durchschnittswerte aller Antennen gleich bis auf 1dB. Auf 40m deutlich die meisten Rapporte auf den WSPR-Ruf erhalten.
14 Mhz: 5,6m-Teleskop mit den meisten Bestwerten, aber der Antennendurchschnitt gleich bis auf 1dB, außer der InvV 5,5m Masthöhe mit -3dB
21 Mhz: 5,6m-Stab 3dB vor HFP1/mod, äußerst schwache Signale aller Antennen, für FT8 zu schwach. QRP braucht gute Ausbreitungsbedingungen
Zu beachten ist, dass das QSB der gemachten 2 WSPR-Durchgänge je Band oft im ähnlichen Bereich lag wie die Differenzen der Signale der verschiedenen Antennen. Die Ergebnisse, für die Bändern betrachtet, entsprechen den Erfahrungen im QSO-Betrieb mit 5W, die absoluten Werte sind mit Vorsicht zu verwenden.
Fazit: 40m-20m sind in dieser Reihenfolge die QSO - reichsten Bänder meiner Konfigurationen (ca. 6-7W) und am erfolgversprechendsten bei POTA - Aktivierungen (Flachland)
40m ist meist das letzte Mittel, wenn alles andere versagt.
Oberhalb 20m nimmt die QSO - Zahl
progressiv ab, aber gelegentlich, je nach Konditionen, gelingen interessante Weitverbindungen. Die meist erfolglosen QRP – CQ - Rufe auf diesen Bändern werden durch die schwachen Antwortsignale im WSPR anschaulich erklärt. QRP benötigt exzellente Bedingungen auf höheren Bändern

In einem weiteren Test wurde die HFP1/mod mit dem elevated Radial in rund 50cm Höhe mit meinen besten Bodenradialen, 4x 3m Maßband, verglichen. Es ergab sich ein geringfügiger Vorteil für das erhöhte Radial. Da es auch erheblich leichter im Transport ist, wird es angewendet.

Zum Schluss wurde getestet, ob sich die HFP1/mod mit erhöhtem Radial noch ohne Antennentuner, nur mit Mantelwellensperre im Speisepunkt, abstimmen lässt. Es ergaben sich nebenstehende Werte:
Unter 60m wurde keine Resonanz mit der dann zu kleinen Spule erreicht, ab 15m wurde der Strahler verkürzt.
Es wurde nur die MWS genutzt, der Tuner stand auf L und C = Null. Das SWR wird beeinflusst vom Verhältnis Strahlerlänge zu Radiallänge.


Verstärkungshülse für Teleskop 5,6m


Die Teleskope haben sich für viele Anwendungen bewährt, sie sind relativ leicht (um 500g), 5,6m lang und schnell auf - und abzubauen. Was sie nicht mögen, ist ein Umfallen der Antenne, dabei werden meist die oberen, recht dünnwandigen Segmenteinschübe zerstört. Bei einzelnen günstig angebotenen Teleskopen fehlten auch am oberen Ende Sicken, die ein Herausziehen dieser Stäbe verhindern sollen, und wenn sie fehlen, fliegen meist die kleinen Federn weg und das war es. Eine empfindliche Stelle dürfte auch die Einpressung des M10-Bolzens sein. Hierfür erachte ich eine Entlastung als empfehlenswert, insbesondere, wenn man die Stäbe noch schräg bis horizontal als Dipol einsetzt. Meine Lösung ist hier beschrieben, inzwischen gibt es weitere Bauarten mit demselben Ziel.
Der rote Pfeil zeigt die Einpressstelle des M10-Bolzens in das Teleskop, hier recht kurz. (Inzwischen habe ich ein Teleskop aus CN erhalten, das überarbeitet wurde und einen deutlich zuverlässigeren Eindruck speziell an dieser Einpressstelle vermittelt). Sie machte bei mir einen instabilen Eindruck im aufgebauten Zustand, eine feine Bewegung, besonders zu erkennen, wenn die Einschraubstelle fest arretiert ist. Da kann mit der Zeit etwas nachgeben. Deshalb wurde eine Verstärkungshülse (ca 15cm lang, Messingrohr alter Badearmatur) angefertigt, in die eine M10-Mutter eingepresst ist. Auf den Teleskopstab wird eine Scheibe (Innenrohrdurchmesser zur Abdichtung) sowie Hülse M10x30 geschraubt. In die Hülse kommt ein M10-Bolzen, das Ganze wird in das Rohr geschraubt, so dass der Bolzen ca. 10mm vorsteht. Über eine Bohrung wird der rechte Teil des vorgewärmten Rohres zur Stabilisierung mit Heißkleber gefüllt. Die Verstärkungshülse kann erkaltet abgeschraubt werden, um die Transportlänge zu verringern. Das schwarze Isolierband links auf dem Teleskop füllt den Spalt zum Rohr aus. Eine Entlastung dieser beiden Sicken von den Kippkräften des Teleskopes erachte ich als wichtig für die Teleskop-Lebensdauer. Die Hebelwirkung des Teleskopstabes ist beträchtlich.

Modifizierte HFP1 /mod

Mein Grundkonzept: Die HFP!/mod war nach Anfangsversuchen meine erste länger eingesetzte Portabelantenne. Aufgrund ihres modularen Aufbaues habe ich damit einige Erfahrungen gesammelt, welche Modifikationen etwas bringen und welche weniger. Heute verwende ich sie für Aktionen, bei denen ihr etwas höheres Gewicht keine Rolle spielt. Die Vertikalantennen haben bei mir Vorrang wegen ihrer Vorteile beim Auf/Abbau, insbesondere bei überhängenden Ästen oder viel Publikumsverkehr, häufig anzutreffen an Standorten in urbanen Parks und an Waldrändern, obwohl mein Bauchgefühl für die InvV spricht.
Alle Antennen werden mit dem LC - Tuner abgestimmt, der bei POTA immer am Antennenfuß eingeschleift ist.
Funkgerät für POTA sind bei mir immer der QMX (weniger Gewicht, reduzierte Bänder (60-15m), 6-8W oder der QMX+
Grundsätzlich kann man die für die Frequenz zu kurzen Strahler bei (Vertikal) Antennen mit verschiedenen Methoden in Resonanz bringen.
- Mit Verlängerungsspule (optimal) bei etwa einem Drittel der Strahlerlänge, wie es auch an der HFP1 genutzt wird
- bei durchgehenden Stäben mit Verlängerungsspulen am Fußpunkt der Antenne, mechanisch leichter zu beherrschen.
- mit einem Tuner am Antennenfußpunkt. Das erhöhte Radial ist Teil der Antenne und geht in die Abstimmung ein.

Einzelteile der modifizierten HFP1:
Es werden verschiedene Ausbaustufen verwendet. Grundelement aller Varianten ist der mit roten Zahlen 1-4 markerte Ständer der HFP1:
(1) sind die 3 Füße, 8mm Al rund. Sie wurden teilweise mit Isolierband umwickelt, um galvanischen Kontakt mit dem Boden zu verhindern.
(2) sind 30cm – Al-Stäbe, die mit dem Fuß (4) verschraubt werden und eine Höhe von ca 1m ergeben. 2 Stäbe sind original HFP1, einer wurde nachgefertigt. An der Unterseite ist das Kabel zum Antennentuner verschraubt. Jeweils mittig zwischen die Bohrungen für die Füße wurden 4mm Bohrungen angebracht, um dort per Bananenstecker Radials anschhließen zu können. Die Schnur am linken (dabb oberen) Stab dient dazu, das Radial vom Fuß auf etwa 40cm Höhe zu ziehen.
(3) sind Bodenanker, mit denen der Fuß am Boden gehalten wird, um Umkippen zu verhindern. Sie sind die Lebensversicherung für das Teleskop.
(5) sind zwei Blech-Maulschlüssel, um die Stäbe (2) beim Aufbau leicht festziehen zu können. Nur mit der Hand festgezogen können sich die Verbindungen lockern (Wackeln, Kontakt) und vor allem beim Lösen Probleme bereiten.
(6) ist das 5,6m-Teleskop, (7) des mit 2,5m.
Ebenfalls zu den Grundelementen gehören die Radiale. Normal verwende ich das erhöhte Radial
(11), der Draht ist 7m lang. Die Spule wird auf die Radialstütze (10) gesteckt, ca 1,2m hoch, der Bananenstecker kommt an den Antennenfuß.
Der originale Radialsatz der HFP1
(12) wird mitgeführt, wenn das erhöhte nicht aufgebaut werden kann. Er wird kaum noch verwendet.
Diese Einzelteile werden in einem Beutel verstaut. (Ehemals Verbandszeug + Warndreieck). Geöffnet und ausgebreitet dient er als übersichtliche Unterlage.
Für <=40m wird auch das 5,6m-Teleskop eingesetzt, wenn es der Wind zulässt (auf eventuelle Böen beachten, Umstürzen des Ständers zerstört meist das Teleskop). Strahler und Radial werden ebenfalls für die Fahrradantenne verwendet.
Abstimmung HFP1 /mod : Anschluss erfolgt über den LC – Tuner, SWR-Brücke ein,geschaltet, Anzeige-LED im Sichtbereich (am Boden), alle L und C auf Null stellen. Radiallänge (11) an Band anpassen, mit Spule HFP1 (8) SWR-Minimum einstellen. Dann Feinabgleich am Tuner.
Die Schraubverbindungen des Strahlers sollten mit Schlüsseln leicht festgezogen werden, sonst neigen die Verbindungen zum Kippeln.

Alle hier genannten Antennenteile, dazu eine Kühlschrankdose mit dem QMX+ sowie Stationszubehör (Kabel, Hörer, Schreibzeug), einem Dreibeinhocker, leichtes Sitzkissen sowie der Rucksack selbst kommen auf stolze 4,5kg. Wer längere Strecken zu Fuß gehen muß, vielleicht noch bergauf, oder schon etwas älter ist, wird wohl etwas optimieren müssen, ob er z.B. den Hocker weglässt oder eine Antenne wie die InvV plus QMX vorzieht.

Änderungen an der Spule:
An der Spule wurden geändert: (1) Der untere und obere Deckeleinsatz sind original mit 2 Schrauben fixiert. Es wurden je 2 weitere Schrauben gegen Kippeln montiert. Am Oberteil wurde eine Buchse montiert zum Anschluss eines Drahtes (War vorgesehen beim Nutzen des GFK-Teleskopes als Strahler, bringt aber keine Vorteile),

1. Der Standardaufbau mit 2,5m-Teleskop
Auf dem nebenstehenden Bild ist die meine Standardversion mit erhöhten Radial, abgestimmt auf 10m, zu sehen.Im Einzelnen sind:
1 – Der Fuß der Antenne. Unter 3 ist zu sehen, wie die 3 Füße am Boden arretiert werden (Drahthering mit blauen Isolierschlauch. Die Füße sollten bei erhöhten Radial keinen ohmschen Bodenkontakt haben.
2 – Die Speisung über den LC - Tuner mit eingebauter Mantelwellensperre
4 – Deutet an, wie das Radial verlegt ist. Rot hinterlegt ist der Weg zum Anschluss am Antennenfuß und zur (Aufwickel-) Rolle mit dem aufgewickelten Teil, blau die Richtung der Halteschnur, unter der Spule befestigt. Das Radial hängt etwa 0,5m über der Erde, ein relativ knapper Wert. Die Stütze für das Radialende wurde auf 3 Segmente (1,3m) verlängert, um den Durchhang zu kompensieren.
5 zeigt die Haltestange (hier noch 0,8m) des Radiales mit der Spule auf der Spitze.
Das Teleskop ist bei dieser Einstellung um 2 Segmente eingeschoben.
Der Einsatz einer zusätzlichen 30cm-Verlängerung unter der Spule verbessert deren Position in der nun deutlich längeren Antenne.Mit dem erhöhten Radial ergaben sich bessere Antworten im RBN-Test, in deren Bereich ich ansonsten nur mit den schweren
Radialen aus 4 Stück Stahlbandmaß 3m gekommen bin
Wichtig ist die Arretierung am Boden. Ohne diese Bügel stürzt die Antenne schon bei leichtem Wind um – mit hoher Bruchgefahr für den Teleskopstrahler und Beeinträchtigung von Passanten.
Damit lässt sich die Antenne auch ohne Tuner (aber mit Mantelwellensperre) von 60m bis 17m mittels der Spule anpassen, auf höheren Bändern muss der Teleskopstab verkürzt werden.
Ich verwende die Antenne mit 3 Stäben unter der Spule, 2,5m-Teleskop und LC – Tuner, insbesondere, wenn die Transportabmessungen (<=0,4m) dies nahelagen.
Meine Abgleichprozedur:
Abstimmelemente Tuner in Null-Position. Spule auf Resonanz (Tabelle/Markierung benutzen oder SWR-Meter, die Antenne ist recht handempfindlich). Danach Feinabgleich am Tuner.
Modifikationen:
Das originale 1,2m-Teleskop wird nicht verwendet, der Grundaufbau ist mit 2,5m Teleskop und einer zusätzlichen 30cm-Verlängerung unter der Abstimmspule.

Aufbau mit 5,6m - Teleskop: Eine weitere Verwendung ist der Austausch des kompletten HFP1/mod - Strahlers ab Abstimmspule durch ein 5,6m – Edelstahlteleskop (auch mit 3 Verlängerungsstäben), um die Abstrahlung auf den unteren Bändern etwas zu verbessern. Mit Abstimmspule wird es durch deren Spiel und die große Länge sehr wackelig, der Wind darf nur leicht wehen, sie neigt zum Zusammenrutschen (auf freien Flächen nur mit leichter Abspannung akzeptabel). Auf 40m erreicht man aber ca.2,5dB höhere Abstrahlung, das merkt man schon deutlich. Durch den Tuner am Antennenfuß kann der Strahler bis 28MHz in voller Länge (0,9m Stäbe + 5,6m Teleskop) ohne Auffächerung des Abstrahlungsdiagramms verwendet werden, nur im Bereich 21MHz liegt man nahe der Halbwellenresonz, so dass man hier aus Anpassungsgründen eine Verkürzung um ein Segment (0,5m) in Betracht ziehen sollte. Die Radiallänge des erhöhten Radials ist unterhalb 21MHz anzupassen, ab 21 Mhz herrscht faktisch Rundstrahlung, 2m Radiallänge deckt den Bereich ab.
Das 5,6m Teleskop biegt sich bei Windgeschwindigkeiten um 40km/h bereits allein beachtlich durch. Auf der Spule der HFP1 ist das Konstrukt noch deutlich windempfindlicher.


Kombi Vertikal / InvV

In der Praxis zeigte sich folgendes: Die modifizierte HFP1 brachte recht ansprechende Ergebnisse und ist im Prinzip überall einsetzbar. Einschränkungen sind die hohe Windempfindlichkeit mit dem großen Teleskop, eine beachtliche Zahl von Einzelteilen mit daraus resultierenden erhöhten Transportgewicht. Die nebenstehende Urform meiner InvV ist zwar leicht und brachte insbesondere auf 40m sichere Verbindungen, wenn alles andere schwierig wurde, aber die vielen Drähte auf den Haspeln für Dipol und Ableitung machten bei Auf- und Abbau doch einige Arbeit, auch der Platzbedarf ist beträchtlich und die Windempfindlichkeit durch den dünnen Ständer (4 a-c) für das GFK-Teleskop recht hoch. Deswegen wurde für „Rucksackeinsätze“ mit nicht genau bekannten örtlichen Bedingungen eine möglichst leichte und universell einsetzbare Antenne mit minimalen Auf-/Abbauzeiten gebaut. Sie sollte wenig Aufbauplatz beanspruchen sowie aufzuwickelnde Drähte auf Haspeln und um GFK-Masten, wenn möglich, vermeiden. Die Wahl fiel auf einen für beide verwendbaren Ständer, verwendbar als Vertikal mit 5,6m – Teleskop oder als InvV mit 4m GFK-Rute. Dabei wurde die obige InvV elektrisch unverändert übernommen. In der Regel nehme ich beide Varianten mit, bei Gewichtsproblemen kann man knapp 0,5kg einsparen durch Festlegen auf eine Variante. Änderungen gab es an der bisherigen Vertikal.
Hier meine Lösung aus der Bastelkiste:


Die Teile der Vertikal / InvV sind:
Rote Zahlen (bei beiden Antennen benötigt):
(1)- Erdspieß (von BW-Surplus-Antennenstab unteres Segment) mit (1a) Iso-Band zur Spielbeseitigung sowie (1b) als Stopper. Erweist sich in der Praxis als vorteilhaft gegenüber Ständern.
(2, 3) - Verlängerungsrohr mit Iso-Band (2a) zur Kennzeichnung. (3a) eingeklebte Hülse zum Aufstecken Rohr (4) (Die Alu-Rohre entstammen alten Ski-stöcken, im unteren Teil konisch, dadurch einfaches (2-3) Zusammenstecken machbar)
(4) - Oberes Trägerrohr mit (4a) Smartphonehalterung zur Aufnahme des ATu, darunter Stabilisierungshülse mit innen eingeklebter (Heißkleber) Langmutter M10 (rotes Rechteck) im Installationsrohr zum Einschrauben des Teleskops, (4b) Alurohr (bis kurz vor Langmutter, kein elektrischer Kontakt).
(14) - Erdspieß mit Bambusstab (13) als Stütze für Radial und als verlängerter Arm zum Anheben der InvV-Enden bei Bedarf.
(5) – Gummiseil zum Bündeln der Stäbe
Violette Zahlen ( nur bei Vertikal benötigt):
(9) - Teleskopstab 5,6m
(
10, 11)- Radiale (2x 5m auf Haspel mit Drahtspieß zum Einstecken), inzwischen mit U-Kabelschuhen anstelle Bananenstecker.
(12) – Verbindung ATu – Strahler Vertikal
Blaue Zahlen (nur bei InvV benötigt)
(7) - Trägerstange für 4m - GFK-Teleskop, mit Korken, passend (rotes Iso.Band) in GFK-Mast. Darüber Alu-Rohr (Abstandshalter) zum Einstecken in Rohr (4), zwei Umwickelungen zur Zentrierung (Klettband) sowie angeklebter Sektkorken als Auflage für GFK-Mast. Das grüne Rohr muß bis zum Gewinde der Langmutter in Rohr 4 reichen (zur Zentrierung) 7a Iso-Band Verstärkung
(6) - 4m GFK- Teleskop (sehr leicht und günstige Abmessungen, größere Längen passen meist nicht ins Konzept – Gewicht steigt schnell an)
(
8) - Drähte für den Dipol der InvV sowie die ca 400 Ohm - Feeder Mastspitze bis Antennentuner (ca 4,4m, alle aus Ethernetleitung gefertigt)
Der Teleskopstab
9 wird eingeschraubt und ausgezogen, der Atu in die Smartphonehalterung geklemmt, Der Teleskopstab mit dem Atu verbunden (große rote Kroko-Klemme). Das Radial wird am Tuner angeschlossen und entsprechend dem Band ausgezogen, es sollte nahe 1m hoch gespannt sein. Koax anschließen, abstimmen.
Der Antennentuner kommt immer in die Smartphonehalterung ca. 1,8m hoch am Trägerstab.
Das Funkgerät kommt auf dem Boden direkt neben den Trägerstab, ausgenommen bei vorhandenen Ablagen (Parkbank) in unmittelbarer Nähe, im Kabel TRX – Tuner eine Mantelwellensperre. Bis 2m RG174, darüber RG58.
Das USB-Kabel zum Funkgerät ist 1 bzw. 3m lang.



Aufbau als InvV (umgekehrtes V)

Prinzip: Die Antenne benutzt den Grundaufbau sowie eine 4m-Stipprute (GFK).
Der Strahler benutzt einen OCD (off center dipol, ergab zusammen mit 4m Hühnerleiter eine günstige Impedanz von 7-28MHz), unterhalb 20m in voller Länge, ab 20m kann die Trennstelle unterbrochen, sie strahlt dann etwas flacher, wahrscheinlich baue ich das zurück an meiner Antenne. Alle Drähte bestehen aus Einzeladern eines CAT5 – Kabels (sehr niedriges Gewicht), auch die selbstgebaute Hühnerleiter, damit die Spitze der Stipprute Strahler und Speiseleitung tragen kann. Die Antennenspitze ist etwa 5,7m hoch, für die Strahlerenden sollten 3m angestrebt werden.
Der Steckverbinder Feeder – Dipol dient dem Handling beim Aufbau.
Feeder: Die Spreitzer bestehen aus 3mm breiten Kabelbindern, die in 20mm Stücke geschnitten wurden. Nahe den Enden werden 1,2mm Löcher gebohrt, durch die je eine Ader (aus Ethernetleitung) gezogen wurde. Etwas Heißkleber fixiert den Draht an den Spreitzern (Abstand ca. 20cm). Der Wellenwiderstand dieser Leitung beträgt um 400 Ohm. Handelsübliche 400 Ohm Leitung ist infolge Gewicht und Steifigkeit schwierig zu verwenden. Das Foto zeigt 90° gedreht die Gestaltung an der Mastspitze. Von links kommen die beiden verdrillten Dipoldrähte (für das Foto umgebogen), verklebt mit dem Dübel zur Befestigung auf der Mastspitze. Der grünliche Block zwischen Dübel und Feeder ist der Steckverbinder.Eine Doppelleitung aus Ethernetkabel geht auch, transformiert aber in meiner Konfiguration die Fußpunktwiderstände teilweise auf sehr niedrige Werte am Tuner.
Aufbau: 4m – GFK-Teleskop 6 voll ausziehen, Bodenschraube entfernen, Stab 7 einschieben (sollte nach ca 30cm klemmen). Mast mehrmals durch Hühnerleiter fädeln, damit diese nicht am obersten Segment zieht oder sich beim Aufbau mit den Dipoldrähten verheddert.. Antenne auf Mastspitze aufsetzen, Feeder verbinden. Strahlerhälften aufbauen, möglichst hoch aufhängen (Hilfsstab 4,5 benutzen; günstig: mehrere Meter 1mm-Seil an jedem Ende)
Die Höhe von ca. 1,6m für den ATu ist optimal für die Bedienung.
Die Antenne steht stabiler als meine oben gezeigte extraleichte InvV, ist dafür ein wenig schwerer. Das Mitführen eines dünnen Gummiseiles ist nützlich zum Befestigen an einer Bank o.ä., außerdem kann man die Stäbe damit günstig im Transport bündeln. Da sich Bodenanker nicht immer leicht eindrücken lassen, führe ich einen Gummihammer (200g) mit. Das schont den Bodenanker und spart mühevolle Suchen nach Steinen. Die Abstimmung wird durch den Standort kaum beeinflusst.
Aufbau am (Ferien) Haus: Die Antenne eignet sich gut, um von einem Fenster vom 1. oder 2. Obergeschoss zu einem Gebüsch oder Zaun gespannt zu werden. Der Steckverbinder kommt innerhalb des Fensters, die Dipoldrähte nach außen und schräg nach unten. Die Schnüre an den Dipolenden sind fest verbunden, 1mm stark und 5-7m lang. Als Öffnungswinkel der InvV an der Spitze werden meist >=120° empfohlen. Die Ethernetkabeldrähte können bei QRP problemlos zwischen die Fensterdichtung gezogen werden.

Ergebnisse: Nebenstehend die Ergebnisse der Simulation der InvV auf 21MHz (oben, OCD 6,1x3,3m) und auf 7 Mhz (6,1x9,3m). Die InvV strahlt auf 21MHz zur Breitseite und hat in Richtung kurzer Schenkel eine merkliche Nullstelle. Der Erhebungswinkel liegt bei 30 bis 45° mit rund 5dBi in den Hauptstrahlrichtungen.
Bei 7MHz strahlt die InvV mit nun voller Länge des Strahlers faktisch rundherum, aber sehr steil. Es sind deutliche NVIS-Eigenschaften, die in der Regel gute Signale aus DL und Umgebung bringen.
Verbesert wurde die Standfestigkeit, Drahtantenne ohne Drähte ist schwierig.

Am besten (QSO-Rate) arbeitet die Antenne bei mir auf 40 / 20m. Auf diesen Bändern ist sie günstig für Entfernungen bis 1000km (NVIS - Eigenschaften) in FT8 und und hat bisher jede Aktivierung erfolgreich beendet. Die InvV ist meine Antenne, wenn sich die anderen Antennen für den vorgesehenen Einsatz als ungünstig erweisen (Transportgewicht, Tallage usw.).
Die InvV
braucht Platz, bei Wind können die leichten Drähte beim Aufbau schon nerven. Die Feeder am GFK-Mast fixieren gegen Herumhängen während des Aufbaues, sonst kann es schnell zu Fitz mit den Antennendrähten kommen. Die mittlere Reichweite entspricht nicht ganz der Vertikal, aber sie bringt mehr QSOs zustande. Die Höhe der Dipolschenkel hat merklichen Einfluß auf die Leistung, 3m sind ein guter Wert. Mit dem Drehschaltertuner ergibt sich ein Abstimmbereich von 60-10m, für 80m ist die Induktivität zu klein, der Kippschaltertuner schafft es.
- Die meisten QSO bringen beide Antennen innerhalb 1000km, über 1500km sind seltener. Für mehr braucht es Richtantenne, Leistung, excelente Condx. Mit etwas Glück schafft man es auch einmal über den großen Teich, mit beiden Antennenvarianten.

Letztlich habe ich in letzter Zeit den Schalter zum Verkürzen des Dipoles nicht mehr benutzt. Man muss ja extra die Antenne herabnehmen, als Zeit und Arbeit in einem kurzen Einsatz. Und die Unterbrechungsstelle stört sowohl zwischen Ästen als auch auf der Haspel. Der Gewinn bei POTA ist also fragwürdig, für den Schwerpunkt DX mag das anders sein.



Aufbau als Vertikal

Als Strahler dient das 5,6m-Teleskop. Dazu kommen 2 Radiale, Gesamtlänge je 5m (bei >=40m). Sie enden knapp über dem Boden, das ergibt wenige Zehntel dB weniger Gewinn durch Bodendämpfung, aber die Haspeln mit den Drahtspießen, die Radiale nach Bedarf abgewickelt, können leicht und schnell in den Boden gesteckt werden bei Aufbau und Anpassung bei Frequenzwechsel. Der Maximalgewinn zweier Radiale gegenüber einem Radial in Hauptstrahlrichtung reduziert sich um ca.0,5 dB, aber der rückwärtige breite und tiefe Gewinneinbruch (4-6dB) entfällt. Damit entfällt die Notwendigkeit, das Radial nach einem Zielgebiet auszurichten, meist kommen bei POTA Stationen rundherum herein..

Aufbau der Antenne als Vertikal
Zunächst wird der (1) Bodenanker mit einem kleinen Gummihammer (leise, materialschonend) eingeschlagen und die (2,3,4) Aufsteckrohre montiert (untere Hälfte Prinzipbild), danach das (9) Antennenteleskop ausgezogen und eingeschraubt (obere Bildhälfte) und das Ganze auf den Bodenanker gesteckt. Dann den Tuner anklemmen, mit Teleskop verbinden. Die 2 Radiale (10, 11) anschließen und entgegengesetzt auslegen, mit dem Stift in die Erde stecken (Drähte ca. 10cm hoch) Hochlegen der Radiale bringt lt. Simulation etwa 0,2dB, also kaum merklich. TRX anschließen, Abstimmen, fertig. Radiallänge: 80-30m: 2x5m / 20-15m: 2x3m / 12-10m: 2x2m Dass die Vertikal auf 80m abstimmbar ist, heist natürlich nicht, dass man von der dann kurzen Antenne Wunder erwarten kann.
Beachte, dass der Draht auf der Haspel als ca. 20-30cm Länge wirkt.

Ergebnisse: Auf 21MHz beträgt der Erhebungswinkel 15-20°, es herrscht Rundumstrahlung mit rund 1dBi Gewinn. Das es mit dem QMX manchmal nicht besonders gut geht, liegt vor allem an Ausgangsleistung und Standort. Man muss exzellente Bedingungen erwischen.
Auf 7MHz strahlt sie mit 30° Erhebung ab, ebenfalls rund und mit nur -1,3dBi. Damit liegt sie mit diesem Abstrahlwinkel nahe der InvV, unter 45° ist die Vertikal besser, darüber die InvV. In der Praxis kann man kaum den Unterschied bemerken.
Mit den Drehschaltertuner lässt sich die Vertikal von 80-10m abstimmen. Bei tieferen Frequenzen scheitert die Abstimmung an zu geringer Kapazität des Drehkondensators, der Tuner mit Kippschaltern kommt bis 3,5MHz.



-
Die Vertikal überzeugt mit einfachen, schnellen Aufbau und weniger Platzbedarf, der Hauptgrund, warum ich sie meist verwende. Ein 6,5m-Teleskop o.ä. sollte es schon sein, auch das/die Radiale sind wichtig für den Erfolg. Feuchter Untergrund geht am besten , bei Aschehalden hilft auch die Höhe nicht weiter, da sitzt man auf dem Trockenen.
Auch hier eine Verbesserung der Standfestigkeit mit dem 5,6m Teleskop. Der ATu hat jetzt einen günstigen Platz.
Natürlich kann man die Vertikal auch mit einem Radial aufbauen, wenn der Platz knapp ist, oder mit etwas verkürzten Radialen bei 40m. Dann fehlen halt 1-3 dB Gewinn. Und Besucher finden eine Antenne im Park vor einem beliebten Fotomotiv auch nicht gerade geschmackvoll.


Fazit: Als InvV geht sie auch bei schlechten Bedingungen, ist mein „Rettungsanker“, wenn nichts läuft oder ich in einem Tal sitze. Aber sie braucht Platz, Drähte in der Höhe zwischen Bäumen sind oft schwierig. Trotzdem versuche ich sie zwischen Bäumen aufgrund ihrer horizontalen Polarisation und steileren Abstrahlung dort einzusetzen und die Schur enden an den Dipolschenkeln möglichst hoch anzubringen. Die erreichbare QSO-Rate, insbesondere auf 40m, spricht für die Antenne. Sie funktioniert auch auf den höheren Bändern recht brauchbar, die Auswirkung des Schalters im Antennenschenkel in der Praxis ist noch offen, ein Umschalten erfordert ein Umlegen des Mastes, doch ein erheblicher Störfaktor..
Die
Vertikal kann sie faktisch überall verwendet werden, außer in umbautem Gelände und Geländeeinschnitten. Sie ist schnell und auf engen Raum aufzubauen. Das macht sie für Parks mit Publikum günstig. Allerdings sind 2 5m-Radiale auch nicht gerade raumsparend. Auf den Bändern über 20m übertrifft sie im Fernbereich merklich die InvV.
Beide Formen können bis etwa 40km/h Wind benutzt werden. Bei mehr benötigt es zusätzliche, unhandliche Abspannungen. Um das Bauchgefühl zu überprüfen, habe ich beide Antennen in einem Test via RBN miteinander verglichen. Sie bestätigen das Bauchgefühl bei Pota-Einsätzen:
Bedingungen:SFI:101 SN:47 K:1 Quiet S0-S1 Frequenz: 7MHz Vormittag. Die gemittelten Ergebnisse waren:
Vert.: 750km 8,7dB, 70% mehr Entfernung pro Antwort, InvV: 480km 9,2dB, 60% mehr Stationen pro Anruf.
Auf beiden Antennen antworteten dabei unterschiedliche Stationen aus unterschiedlichen Gebieten. Die ermittelten Absolutwerte können mit den Bedingungen deutlich schwanken, es geht mehr um die Tendenzen.
Als Zuleitung werden, da man bei POTA meist neben der Antenne sitzt, 2m RG176 oder 4m RG58 verwendet. Große Nähe kann auch Einkopplungen verursachen, man muss beobachten.
Zu beachten: Die POTA-Aktivität schwankt stark nach Tageszeit. Frühaufsteher beenden die Aktivität am späten Vormittag. Innerhalb der Woche herrscht dann bis ca. 15:30 Uhr Küchenzeit Flaute, spätestens zum TV-Start abends sackt die Aktivität deutlich ab. Gleiches gilt für Sturm, Gewitterfronten, große Kälte und Hitze u.ä. Am Wochenende ist deutlich mehr los. Meiden sollte man große, dichte Bäume in Antennennähe, sie dämpfen deutlich.

Bild: die InvV am Oder-Havel-Kanal. Mittig der Radweg, dahinter der Kanal. Vorn links mein Dreibeinhocker, mittig der QMX, rechts der Rest der Ausrüstung, alles auf einem alten Brandschutzstreifen. Der lockere Baumbestand bietet genügend Freiflächen, die InvV aufzubauen und die Verlängerungsschnüre erhöht über Büsche/um Bäume zu legen. Der kleine Abstand vom Radweg macht sich günstig. Ein guter Platz für die Verwendung der InvV.

Das zweite Bild zeigt die Befestigung des Tuners in einer Smartphonehalterung am Haltestab (Heißkleber und Iso-Band). Die Bananenstecker erwiesen sich als sperrig und störend beim Abstimmen, ich habe auf U-Kabelschuhe umgerüstet. Das Koaxkabel zum TRX ist bei mir 2m lang, so dass es sicher bis zum TRX am Boden reicht. Das Smartphone hängt über ein 3m-USB-C-Kabel am TRX.

Fahrradantenne

Letztlich ist es auch eine Vertikal, genauer eine Up&Outer, ihr Zusatznutzen wird durch die darüberstehende Kombi Up&Outer / InvV in Frage gestellt. Sie ist meine Antenne für Pausen während einer Radtour und für POTA-Aktivierungen im Raum Leipzig. Es können maximal 2 Verlängerungsstäbe je 0,5m und der 5,6m-Strahler (jetzt noch ca. 4,5m nach dem ersten Umfallen des Rades infolge einer Böe) mit Stabilisierungshülse aufgeschraubt werden, aber auch jede andere Vertikal wie der Strahler der HFP1/mod (Erreichbarkeit der Spule beachte) oder ein Strahler mit dem 4m-GFK-Mast. Nach Anschluss von LC-Tuner und dem Radial kann die Antenne abgestimmt und betrieben werden Alle Teile der Station passen gut in eine Gepäckträgerseitentasche. Als Gegengewicht können dabei auch die Metallteile des Fahrrades dienen ( Notlösung ab 20m aufwärts)), auch auf der Erde ausgelegte Radiale können verwendet werden, aber bessere Ergebnisse bei schnellen Aufbauzeiten bringt das erhöhtes Radial (Länge nach Band, ca. 0,7-1m hoch). Der QMX wird über 2-4m RG174 angeschlossen. Die Antenne deckt den Frequenzbereich ab 40m aufwärts ab.. Das Radial zeigt in die bevorzugte Senderichtung. Wenn am Sendeort keine Parkbänke zu erwarten sind, nehme ich einen Dreibein-Klapphocker mit. Inzwischen gehören 2 Heringe mit 2m- Schnüren dazu, die das Fahrrad seitlich stabilisieren (Wind kann deutliche Kippkräfte an der langen Antenne einbringen, nur auf den Ständer stellen ist bei Wind nicht ausreichend

Befestigung der Antenne Links die Befestigung. (1) ist Teil der zur HF-P1 mitgelieferten Klemmhalterung (Platte + 2 Winkel) einschließlich einer der beiden Buchsen (M10-BNC). Sie wurden am Rahmen fest verschraubt (Sattelabstand Antennenteleskop beachten). In diese Hülse werden zwei 50cm-Verlängerungsstäbe (angefertigt) und das Antennenteleskop geschraubt Der LC-Antennentuner wird auf den Gepäckträger geklemmt und mittels fest angeschlossenen Bananenstecker mit der Antennenbuchse verbunden. Ein zweiter Bananenstecker Anschluss hat Kontakt zum Rahmen. Das erhöhte Radial wird direkt am LC-Tuner angeschlossen. Den unteren 50cm Alustab habe ich leicht gebogen, um den meist vorhandenen Schiefstand des Rades zu kompensieren. Die 4 Schellen zur Befestigung sind mit Gummi ausgelegt, um Durchmesser und Krümmung des Gepäckträgers auszugleichen, nicht zwecks Isolation.( 4) ist der CLC-Antennentuner (jetzt ersetzt durch LC-Tuner), schwarzer Bananenstecker für Masse (Klemme an Fahrradrahmen) und roter Bananenstecker für den Strahler.
Als Antenne verwende ich inzwischen den gleichen Aufbau wie bei der HFP1 /mod (Up&Outer). Damit wird auch die gleiche Abstimmprozedur verwendet, da sie sich bewährt hat.

Die Fahrradstation
Das Bild zeigt die Fahrradstation im POTA - Einsatz. Zuerst wird das Fahrrad abgestellt und von der Sattelstütze zusätzlich seitlich abgespannt (je 2m Leine und stabiler Hering), alternativ an Pfosten oder Parkbank anbinden. Der Fahrradständer allein reicht nicht! Eine Böe reicht für ein Malheur! Das Radial lege ich meist über Sattel und Lenker. Wochentags versuche ich eine Bank zu erwischen, am Wochenende sind diese meist sehr begehrt, da benutze ich den Hocker. Eine feuchtigkeitsbeständig Sitzunterlage ist immer angebracht.

Autoantenne

Je nach Status kann man verschiedene Parks auch mit dem Auto erreichen und dort von Parkflächen oder Plätzen am Wegesrand funken. Allerdings vorher den Status des Gebietes checken, denn in Naturschutzgebieten ist in der Regel das Verlassen der Wege bereits für Fußgänger untersagt, außerdem dürfen Forstwege oft nicht befahren werden. Im Auto ist man aber relativ wetterfest. Oft sehen auch Autohersteller die Nutzung von Funkgeräten kritisch, da sie um die sichere Funktion ihres fahrbaren Hightech-Multicomputers fürchten. Ich habe mir eine U-förmige Sperrholzvorrichtung für die Dachreling gebaut, die dort festgebunden wird und einen Stabilisierungsstab zur anderen Dachseite besitzt. Das hält die Antenne recht gut, natürlich nicht während der Fahrt zu verwenden, sondern vorher abzunehmen. Eine kurze Flachleitung (UKW-Bandkabel 240 Ohm, ca. 1,2m, auch Ethernetkabel dürfte sich eignen) führt ins Fahrzeug, wo sich Tuner und TRX befinden. Masse wird über eine Krokodilklemme am Bügel der Türverriegelung erreicht (kleines Bild oben links), die Leitung kommt vom kalten Ende der Zuleitung am Antennenfuß. Der Schließmechanismus wird (zumindest an meinem Skoda) nicht behindert. Als Antenne verwende ich eine vorhandene DV27L aus CB - Zeiten, die sich in 2x 1,40m Stäbe zerlegen lässt und mit einem Alustab 1,4m verlängert wird. Ich würde sagen, das geht etwa wie meine modifizierte HFP1, und die Stäbe sind relativ robust.
Von der Funktion her ist es eine normale 4m-Vertikal, Fußpunkt ca. 1,6m über Grund. Es tritt eine geringe Richtwirkung in Richtung der größten Ausdehnung der Karosserie in Relation zum Antennenstab auf. Die Massefläche der Karosserie funktioniert gut. Bei Magnetfüßen könnte die Koppelkapazität zum Dach für die unteren Bänder etwas gering werden, ich ziehe den Direktkontakt an der Tür vor.

Im nebenstehenden Bild die Position des Strahlers an der Dachreling. Rechts vom Lenkrad ist schwach der Antennentuner zu erkennen, links vom Lenkrad der QMX+. Ansonsten richtet sich die Position der Teile nach den Platzverhältnissen im Auto. Wichtig ist, die Leitung Antennentuner über die Türdichtung zum Antennenfuß auf dem Dach kurz zu halten, da darüber die Antennen abgestimmt wird. Gespeist wird der QMX aus seinen eingebauten Batterien.

Als Aufbauplatz benutze ich Abstellplätze abseits häufig befahrener Straßen bzw. abseits frequentierter Parkflächen, da nicht jeder Autobesitzer eine solche Konstruktion neben seiner Luxuskarosse sehen möchte. Idealerweise schaut man sich unbekannte Standorte vorab in Google Earth an.

Man sieht das quer über die Halterung verlaufende 240 Ohm Kabel zum Antennentuner. Die gelbe Leitung geht zum Massepunkt an der Türverrieglung. Mit der Schnur werden alle Teile befestigt. Der Querstab übers Dach dient der Stabilisierung der Halterung auf der Dachreling. Für das Aufschrauben der Antenne wurde eine M10 – Mutter im Sperrholz eingeschraubt, unter der sich eine Kontaktscheibe (aus FR4) zur Übertragung der HF befindet. Nochmals der Hinweis, dass beim Fahren das Ganze vorher abzunehmen ist, auch die Halterung ohne Antenne.
Man kann natürlich auch eine professionelle Querstange für die Dachreling verwenden und dort einen Antennenfuß montieren.
Mit nur 4m (jetzt meist mit 5,6m-Teleskop bei nicht zu starkem Wind) Strahlerlänge funktioniert die Antenne auch auf 40m recht gut, auf alle Fälle hat man ein Dach über dem Kopf.



Antennentuner

Zunächst steht die Frage, welchen Tuner verwenden. Es kommt wie immer auf die Prioritäten an.
Zuhause und auch bei POTA stehen bei mir immer TX und Tuner nahe der Antenne , faktisch im Griffbereich. Damit kann ich einen Tuner am Antennenfuß einfach erreichen bzw. die Antenne über eine Zweidrahtleitung fern abstimmen. Es muss also kein Automatiktuner sein.
Handbediente Tuner haben für mich den Vorteil:
- kein Strom erforderlich, keine Steuerleitungen, für 10W max. unter 200 Gramm.
- für QRP einfach selbst zu bauen
- kein selbständiges Nachstimmen bei manchen Signalen
Nachteil:
- manchmal etwas zeitaufwendigere Abstimmung (man sollte sich Einstelltabellen anlegen, das spart viel Zeit). Die Beschaffung der Drehkos wird zunehmend schwierig, da zunehmend nur noch antike oder (teure) Spezialbauelemente verfügbar sind.
Wichtig: Beim QMX sind besondere Vorsichtsmaßnahmen erforderlich, um Abstimmvorgänge im Sendebetrieb zu verhindern wegen Havariegefahr (Bei der Suche nach der optimalen Abstimmung können Automatiktuner Positionen mit hohen SWR - Verhältnissen durchfahren, die die ungeschützte Endstufe des QMX überlasten. Deshalb immer den QMX in Abstimmmodus schalten zum Tunen und SWR - Protektion grundsätzlich einschalten). Die MWS zwischen Tuner und Antenne beeinträchtigte deutlich das Abstimmverhalten meiner Antennen, sie wird jetzt vor dem Tunereingang am Speisekabel eingebaut.

Getestet wurden CLC – Tuner (Bausatz CN) und Z-Match (Eigenbau nach ZM4) zunächst im ohmschen Bereich 3-500 Ohm. Die Verluste blieben im Bereich 24-200 Ohm im Bereich bis 1dB, minimal bei 0,5dB, darüber/darunter sowie bei reaktiver Last stiegen sie zunehmend an. Dieser Anstieg war im CLC - Tuner oberhalb 21MHz erheblich (roter Kern als Ursache?), im Z-Match deutlich geringer. Der CLC-Tuner hatte unter 24 Ohm merklich mehr Verluste (insbesondere ab 14MHz aufwärts, Anpassschalter ZM auf LOW), oberhalb 200 Ohm war der Anstieg deutlich geringer. Der LC - Tuner wurde mit 20W getestet, er erreichte ebenfalls die geringen Verluste des Z-Matches. Das bestätigt meine am heimischen Sloper (Mehrbandbetrieb) gemachte Erfahrung: für die Antenne optimierte Tuner ermöglichen geringe Verluste, (einfache) Universaltuner können oft nicht jede Antenne optimal anpassen. Da kann schnell bei Strahlern mit niedrigen Strahlungswiderstand (+ hohen reaktiven Widerstand) mal 70% der Leistung im Tuner verbleiben. Besonders im QRP-Bereich merkt man den Unterschied dann auch im QSO.
In der Praxis zeigte sich das Problem, dass an CLC und ZM - Tuner Mehrdeutigkeiten der Anpassung auftreten, die vor allem bei seltener Nutzung Bedienprobleme bereiten können. Der Unterschied beträgt oft nur wenige dB, aber ich habe auch schon um 10dB (da wird aus einer 10W-Station eine 1W-Station!) beobachtet. Wo und wie hoch die Differenzen auftreten, hängt von den Parametern des Tuners und der Antenne ab, besonders zu beachten ist das bei der Anpassung nichtresonanter Antennen, wie der 2x6,5m-Vertikaldipol. Im vorliegenden Fall zeigte das Z-Match gegenüber dem CLC - Tuner geringere Anpassungsverluste
Es gibt auch bei Antennentunern keine eierlegende Wollmilchsau. Angegeben wird meist ein Anpassbereich, die große Unbekannte sind die Verluste, die bei der Anpassung auftreten. Grundsätzlich kann man annehmen, dass z.B. an einem für 50 Ohm ausgelegten Tuner im Bereich 25-200 Ohm die Verluste niedrig sind, darüber und besonders darunter können je nach Konstruktion deutliche Verluste (mehrere dB) auftreten. Auch anzupassende Blindwiderstände führen zu diesen Verlusten. Wer es genau wissen möchte, kommt um (nicht ganz simple) Messungen nicht herum.

Ursache sind:,
Am Z-Match, ein durchaus weitgehender Universaltuner, können funktionsbedingt im mittleren Frequenzbereich 2 Resonanzstellen auftreten (mit unterschiedlichem Wirkungsgrad)
Der H/L-Umschalter muss entsprechend den Parametern der Antenne eingestellt werden (auch das ZM kann nicht ohne Umschaltung alle Antennenwiderstände optimal anpassen, es gibt auch hier keine „Eierlegende Wollmilchsau“. Zur Erkennung des effektivsten Abstimmpunktes ist ein Antennenstrommesser hilfreich (finden des optimalen Maximums durch Antennenstromvergleich) oder auch ein Feldstärkemesser.
Die SWR - Anzeige erkennt die Unterschiede der Tunerverluste nicht!.
Beim CLC-Tuner ist eine Vielzahl von Kombinationen der Abstimmelemente möglich, deren Wirkungsgrad vom Optimum abweicht, der Bausatz hatte Fehler im Beipackzettel und einen anscheinend wenig geeigneten Kern. Der LC-Tuner hat keine Mehrdeutigkeit , benötigt aber eine fein gestufte Induktivität.
Nach einer nochmaligen Optimierung der Auskopplung stimmt mein Z-Match Widerstände von 15 bis 2000 Ohm (mit H/L-Umschaltung) verlustarm ab, auch mein Bausatz zur EFHW - Anpassung (aus CN nach QRP-Guys) war im Test deutlich verlustreicher.
Nach mehrmaliger Beschäftigung mit den aufgebauten Tunern werden nur noch 2 Tuner für POTA eingesetzt, der LC-Tuner mit Schaltern (größerer Abstimmbereich) und der LC-Tuner mit 2 Drehschaltern (einfachere Bedienung). Das Z-Match funtioniert zwar auch gut, scheidet aber aufgrund seines Gewichtes für POTA aus. Wichtig bei den LC-Tunern sind:
Kurze Leitungsführung und geringe parasitäre Kapazitäten in der Abstimmeinheit für die Funktion bis zum 10m-Band hoch. Die möglichen Abstimmschritte sind beim Aufbau durch Messung zu prüfen.

Die Schaltung des Z-Matches lehnt sich ans ZM-4 an. Die Drehkondensatoren sind kleine konventionelle Luft-Plattenkondensatoren. Die beiden Kondensatoren zur Bereichserweiterung wurden bisher kaum (Betrieb von 60-10m) benötigt, aber C3 schon.
Der SWR - Indikator benutzt eine Zweifarben-LED. Der Verlauf der Lichtemission ist folgender: Grün – Grün/Rot (Übergang) – Rot – Aus. Bei Leistungen von 5-10W signalisiert der Übergang Grün/Rot ein SWR vom max 1:1,5 (Einstellregler), der Anzeigebereich ist insgesamt breiter gegenüber einer Einzel-LED:
Zur Abstimmung nicht über 5W verwenden, sonst können die Widerstände der Messbrücke weg brennen. Im Betrieb verträgt er bis 40W, darüber wird die Durchschlagfestigkeit der Drehkos und die Kernisolierung kritisch. Abstimmbereich von 10 – 80m.






Der LC - Tuner für den QMX (Gewicht 200g), das erste gebaute Modell.
Links der bisherige Tuner ohne Abstimmindikator, in der Mitte die Innenansicht des Tuners,
rechts der Tuner mit dem nachträglich aufgesetzten Abstimmindikator (der nachträgliche 2.Dreko fehlt im Bild).
Ein sehr gedrängter Aufbau, vorgegeben durch die vorhandenen Gehäuse und die gewünschte Beibehaltung der Abmessungen für die Transportbox. Ich schätze an ihm sein geringes Gewicht und die guten Abstimmeigenschaften, weniger die Bedienung der Schalterkaskade.

Die Bedienung der Kippschalterkaskade (256 Stufen) erwies sich vor allem bei seltener Nutzung mitunter als zeitaufwändig, eine Abstimmtabelle sollte benutzt werden. Verluste sind hauptsächlich von der Spulengüte abhängig, ein Test mit 20W zeigte nur 3-5° Temperaturerhöhung. Die gewählte Abstufung der Induktivitäten (Nutzung 80m-10m) erwies sich bisher als passend, zumindest ein SWR 1:1,5 ist immer erreichbar.. Auf einen SWR - Indikator wurde anfangs verzichtet, da der QMX einen besitzt und kein abgesetzter Betrieb vorgesehen ist. Er wurde aber nachgerüstet, da er die Abstimmung deutlich erleichtert. Der LC - Tuner sollte im Interesse des Drehkos nicht über 10W Eingangsleistung betrieben werden. Die Spulen wurden mit Ausnahme der 10µH-Spule mit 0,6mm CuL gewickelt.
Zur Ausführung: Die Widerstände 2/4W wurden aufgrund der Wärmeentwicklung reichlich dimensioniert. Kleinere Widerstände erwärmen sich oft weit über 100 Grad beim Tunen. Der Spannungsteiler 2x 200 Ohm wurde hochohmiger wie normal dimensioniert, um die Wärmeentwicklung zu reduzieren. Die dadurch reduzierte Schutzfunktion der Endstufe beim Abstimmen wird beim Tunen mit dem QMX bereits im QMX gesichert. Wird kein Betrieb unter 40m gemacht, können die beiden letzten Spulen (5µ, 10µ) und die 1nF-Zusatzkondensatoren entfallen, der 1nF Abstimmbereich des Drehkos wird aber benötigt. Letztlich wurde noch ein 220pF – Drehko nachgerüstet. Er ermöglicht einen Feinabgleich des SWR.
Wird die Abstimmanzeige nicht streng nach HF - Gesichtspunkten aufgebaut, kann das Minimum der Anzeige sich bei höheren Frequenzen verschieben. Ich musste durch den nachträglichen Einbau auf der Oberseite des Gehäuses die verlegten Masseleitungen ändern (Nicht ein Draht, sondern hin und zurück wie die HF- Leitung verlegen, sonst Abweichungen auf allen Frequenzen) und den Wellenwiderstand (Abweichungen bei oberen Bändern) der ca. 8cm langen HF - Verbindungsdrähte mit 33pF korrigieren. Danach stimmte dann die Anzeige von QMX und LED-Minimum überein.
Hinweis zu den verwendeten Kippschaltern: Es gibt die „klassischen“, bei denen die Kontakte im Gehäuse einzementiert sind bzw. Hartplastegehäuse verwenden. Sie sind wiederholt (ein/aus) lötbar. Es gibt (aus CN) sehr preisgünstige, bei denen die Kontakte direkt im Thermoplastgehäuse eingepresst sind. Einmaliges zügiges Einlöten ist problemlos, auslöten, langes braten, löten unter mechanischen Spannungen führt schnell zum Verformen des Thermoplastes und irreparabler Störung der Schaltfunktion.




Es wurde ein weiterer Tuner mit nur 2 Drehschaltern, ansonsten gleichartig, aufgebaut, nur 125g leicht. Er ist vorgesehen für den Betrieb an der Kombiantenne (Vertikal / InvV). Der Test an der Vertikalantenne ergab Abstimmbarkeit von 3,5 – 28MHz, an der InvV von 5,3 - 28MHz. Dabei wurden 3,5MHz mit scharfen Minimum gerade so erreicht, die Zusatzkondensatoren (C++) waren unnötig, wenn auch auf 60m an der InvV gerade so.
Befestigt wird der Tuner immer mit einer Smartphonehalterung am Antennenmast, ca. 1,8m hoch. Die Vertikal wird direkt am Ausgang angeschlossen, die InvV über 4,3m Eigenbau – Hühnerleiter (ca. 400 Ohm). Die Tabelle unten zeigt die Werte beim Test, die aber je nach Standorteigenschaften und Aufbau durchaus etwas abweichen können. Nach der Abstimmung anhand der LED hat es sich als empfehlenwert gezeigt, eine Feinkorrektur anhand der QMX-Anzeige vorzunehmen.
Die Abstimmleistung meiner QMX ist auf 40% (2...2,5W) eingestellt. Besonders aufmerksam sollte man beim Aufbau der Drehschalterinduktivitäten sein, es kann schnell mal eine falsche Drehrichtung oder Kontaktzuordnung auftreten, die viel Nacharbeit mit sich bringt.
Die zwischen Tuner und Antenne eingebauten MWS erwiesen sich als kontraproduktiv und störte die Abstimmfunktion. Die MWS wurden in das Kabel TRX-Tuner verlegt, bei Bedarf auch zusätzlich ins USB-Kabel.

Hier die beim Test ermittelten Einstellwerte für die Kombiantenne / Vertikal-InvV
Rad: Radiallänge - L,C: Zahlen am Schalter - H/L: Umschalter Drehko - SWR: Erreichter Wert




In der Praxis kommt es zu Abweichungen zwischen SWR-Anzeige am QMX und am Tuner, abhängig von der Exaktheit der Tuner-SWR-Messung und der Transformation auf der Leitung Tuner – QMX. Den letzten Feinabgleich mache ich immer nach der Anzeige am QMX.

Universalnetzteil

Oben der Controller in einer Plastikbox (hinten Belüftungsöffnungen), aufgeklebt auf ein altes DELL-Computernetzteil mit Eingängen für 230V AC und KFZ-12V-Bordnetz. Der Controller ist stärker (max.: 36V, 5A, 80W), wird hier durch die Netzteilparameter (19,5V, 3,3A) auf Ausgangswerte von etwa 50W begrenzt.
Dem Vorteil des informativen Displays und der höheren Leistung steht leider ab ca. 6W ein merkliches Lüftergeräusch entgegen.
Das Bild zeigt noch die Ausführung ohne Erdung sowie ohne den noch nachgerüsteten Ausgang über Hohlstecker. Außer als Netzgerät eignet sich das Teil auch zur Batterieladung der QRP-Geräte mittels Konstantspannung oder/und Konstantstrom. Fehlbedienungen und Überhitzungen des Akkus erkennt er nicht, man muss wissen, was man einstellt.

Eine nicht dokumentierte Funktion: 2x sehr schnelles Drücken (Prellen?) des Dekoderknopfes schaltet die Funktion „LOCK“ ein/aus. Im LOCK-Zustand ist keine Parameteränderung möglich!

Wichtige Hinweise: Wird ein schutzisoliertes Netzteil verwendet, wird eine geringe Spannung kapazitiv aufgrund des internen Aufbaues auf den Ausgang übertragen. Es handelt sich um bei Berührung ungefährliche, geringe Ströme, aber unbelastete Spannungen bis zu 100V. Sie können die fast überall verwendeten MOS-Bauelemente, insbesondere im Zusammenhang mit Eingriffen bei Reparaturarbeiten, zerstören. Deshalb ist unbedingt eine Erdung der Ausgangsspannung vorzusehen (siehe ESD-SCHUTZ). Bei Netzteilen mit Schuko-Anschluß/Erdung wird diese Spannung abgeleitet.
Zwischen Masse Eingangsspannung/Ausgangsspannung liegt - bei vielen dieser Controller - der Shunt zur Strommessung. Wird dieser Shunt überbrückt, z.B. möglicher Weg: Eingangsspannung vom Kfz (minus auf Masse), Funkgerät (minus auf Masse. Dadurch funktioniert die Stromanzeige sowie Strombegrenzung des Netzteiles nicht mehr.

Mehrband TRX BCR

Mein erster Mehrbander: Schon etwas älter, wie man am Datum auf dem Foto sieht. Mein erstes Mehrbandkit, von QRP-Project, hier komplett und betriebsbereit. Vorn der TRX, die zusätzlichen Sensorflächen dienen als CW-Paddle und einigen Zusatzfunktionen (gedoppelte Frequenzverstellung, CW-Speicher). Die Batterie ist eingebaut, anfangs NiMh, später 16V/2,4Ah LiIon, er braucht 70mA bei Empfang (dank eingebauten 5V-Converter), hat ein schmaleres Filter ,(dafür kein SSB-RX mehr). Der SSB-CW- Umschalter schaltet ein schmales LC-CW-Filter ein und in der Endstufe ist mittlerweile ein recht robuster Transistor.
Frequenzbereich: 7-18,1MHz, mit externem Zusatzfilter auch noch 5,3MHz.
Mehr schafft der Preselektor nicht ohne Umschaltung.
Ausgangsleistung je nach Band 7-9,5W max
Eingebautes SWR-Meter sowie stufenloser HF-Leistungssteller.

Schönes Gerät, geht auch heute noch. Aber der QMX ist 20 Jahre jünger, das ist eine ganz andere Welt

CW/Digi/SSB -TRX QMX (9V, 60-15m) /modifiziert

Die Leistungsmodifikationen werden unter FT8 als thermisch schwierigerer Mode betrachtet.
Nach einigen POTA - Aktivierungen war klar: Das ist mein neuer portabel-Favorit, ultraportabel, sehr guter Empfänger, kann CW ,Digimodes und SSB und sieht vielversprechend aus. Das Foto zeigt ihn (9V-Ausführung) zusammen mit der Batteriebox. Am QMX gibt es kleine Änderungen: In der Endstufe befinden sich 6 BS170. Es wurde ein Sensorkeyer direkt am QMX, eine Wärmeableitung vom Bord auf das Gehäuse und eine Temperaturkontrolle für die Endstufe (nützlich besonders im Digitalbetrieb) sowie eine BIAS-Schaltung für die Endstufe eingebaut. Leistungserhöhung ohne effektivere Wärmeableitung halte ich am QMX für sehr blauäugig. Dem steht der sehr beengte Platz gegenüber. Mit allen angegebenen Änderungen schafft mein QMX jetzt bei 11V (interne Softwarebegrenzung) um 8W (außer 17m).
Bei ungenügenden Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung kam es bei Temperaturen um 25-30°C zum Ansprechen der Temperaturwarnung. Besser geeignet für diese Modifikationen ist der QMX+. Für die Geräte gibt es ausführliche Beschreibungen/Anleitungen bei QRPLabs. Auf der Batteriebox befinden sich die Richtwerte für den L-C-Antennentuner zur Abstimmung der Kombiantenne (Vert. und InvV).
Meine Meinung:
9V oder 12V: Es besteht kein großer Unterschied. Mit 12V wird berichtet, dass teilweise an den BS170 Spannungsspitzen oberhalb der Spezifikation (60V, auf 80m/160m) gemessen wurden, bei 9V ist die Strombelastung etwas höher. Für Leistungsmodifikationen benötigt man die 9V-Variante. Deshalb:
TN0110 oder BS170?: Die TN0110 wurden wieder ausgebaut, da sie in meinem 9V - QMX keine Vorteile brachten, aber deutlich teuerer sind und schwieriger zu beschaffen. Andere FET's hatten zwar interessante Parameter, waren aber thermisch oder räumlich ohne geändertes Bordlayout nicht beherrschbar
Sensorpaddle: Ich wollte es fest am QMX haben. Mein Gebetempo beträgt maximal 20Wpm, QRQ könnte sensorbedingt kritisch werden. Ein Mikroprozessor war wegen der geringen Maße zu kompliziert (ich benutze nur Lochrasterplatinen), es wurden Touchsensoren aus CN verwendet. Stromaufnahme einige 10 µA bei 5V (vom QMX), Ansprechverzögerung 60ms bei Uout H=+4,5V, L<+0,1V), bei 3,3V ist die Ansprechzeit deutlich länger (220ms) und die Zeichenausgabe unsauber. 5V erfordert für jeden Kanal einen open-collektor-Ausgang, da der QMX einen 3,3V-Prozessor verwendet, daher die zusätzlichen FET. Ich musste noch je einen 100pF-C (SMD, 68pF scheinen günstiger zu sein) auf das PAD zur Empfindlichkeitseinstellung löten, ohne sprachen die Sensoren bei 2-3mm Distanz an. Anschluss an den QMX erfolgt über einen 5-poligen Stiftverbinder, direkt unter dem Batterieanschluss aufgeklebt. Der Taster T doppelt den Tunetaster und ist vor allem für den schnellen Abruf einer vorgewählten Message (3x kurz) hilfreich
Warum Temperaturkontrolle?
Oft wird eine Faustregel genannt: Je 10°C (Sperrschicht-) Temperaturerhöhung verkürzen die Lebensdauer eines Halbleiters auf ein Zehntel. Die BS170 werden im QMX im Grenzbereich ihrer Leistung betrieben, verschärft durch seine Beliebtheit für digitale Betriebsarten (lange Einschaltzeiten) und natürlich durch Leistungsmodifikationen. Und ein QMX in der Sommersonne kann sehr heiß werden, ich schätze, über 50°C, da bekommt die PA Kühlprobleme. Die zulässige Verlustleistung eines BS170 beträgt bei Gehäusetemperatur (Kühlfläche ist kälter!) :25°C – 100% (0,83W) 50°C- 81% (0,67W) 75°C – 60% (0,5W) 100°C – 40% (0,32W)
Hinweis: bei 50°C kann man höchstens sehr kurz anfassen.
Gleichzeitig steigt der Einschaltwiderstand mit der Temperatur, was die Belastung der sowieso im Grenzbereich betriebenen BS170 weiter verschärft. Ich habe mich entschlossen, als Kompromiss 50°C als Grenzwert anzustreben. Die Temperatur habe ich nach Bauchgefühl festgelegt, die große Unbekannte ist der Wärmewiderstand Sperrschicht FET → Kühlpad Board. Die Praxis bestätigt: bei 22°C im Zimmer kein Problem, die 50°C einzuhalten, in der Sommersonne oft ein deutliches. Und es gibt keine feste Regel, mein QMX/QMX+ erwärmt sich je nach Band deutlich unterschiedlich, bis 30m alles ok, darüber können Ausrutscher auftreten. Kennzeichen: hohe Stromaufnahme bei wenig Ausgangsleistung, meist verursacht durch suboptimales, nicht triviales Tuning der Filter. Deshalb habe ich mich entschlossen, eine Warn-LED für die PA-Temperatur einzubauen. Insbesondere, da Versuche mit meinem ehemaligen QDX ergeben hatten, dass Ausfälle der Endstufe immer mit einer starken örtlichen Überhitzung verbunden waren, egal, was den letzten Auslöser verursachte. Auch viele kleine Überhitzungen „merkt“ sich der FET, die Sperrschichten können dadurch kleine Alterungsschübe bekommen.
Temperaturkontrolle Realisierung: Ein Mini – NTC - Widerstand im Spalt zwischen den FET - Gehäusen prüft die Temperatur. Bei ca. 48°C beginnt die LED zu leuchten, ab ca. 53°C brennt sie hell. Ort der LED: links vorn neben Batterieanschluss, FET und R direkt dahinter. +5V kommen vom Steckverbinder am QMX-Board. Die Anzeige hat mich gleich beim ersten POTA - Einsatz in FT8 einige Male gewarnt, das Gerät nicht der direkten Sonne auszusetzen. Da NTC und FET größere Bauteilstreuungen haben können, muss die Dimensionierung eventuell angepasst werden. Beachte: die 5V sind wenig belastbar.
Batteriebox: Da die Batterie für den QMX sowohl in der Größe als auch im Gewicht nicht zu ignorieren ist, sollte die Kapazität auf das benötigte Maß beschränkt bleiben. Die Gehäuse gab es sehr günstig im 6er Pack bei A. Sie fassen 3 18650 LiIon Akkus, und ein kleines, schmales 5A-BMS als Pack sowie einen Spannungsregler LD1084 zur Reduzierung der für den QMX (9V) zu hohen Batteriespannung. Mindestspannung über LD1084 etwa 1,3V. Geladen wird mit dem obigen Netzteil. Der Kippschalter muss bei Nichtnutzung auf 11V oder AUS gestellt werden, ansonsten wird die Batterie durch den Eigenverbrauch des LD1084 mit ca. 10mA entladen. Mit 1Ah Batteriekapazität sollte man 1 Std. FT-8 – Betrieb schaffen mit etwas Reserve. Die interne Spannungsbegrenzung des QMX versuche ich möglichst wenig zu nutzen, da sie zusätzliche Wärme ins Gehäuse bringt.
Inzwischen wurden weitere 3 18650-Akkus parallelgeschaltet, da die anfangs verwendeten gebrauchten Akkus (~70%) einen erhöhten Innenwiderstand hatten Dies führte dazu, dass die Entladespannung bei TX bis auf etwa 9,5V absinken kann (steigt bei RX merklich an), zu wenig für den Regler. Bei voll funktionsfähigen Batterien ist der Spannungsabfall stark reduziert. Die Box wurde inzwischen am QMX mittels Lötösen unter den 4 hinteren Gehäuseschrauben befestigt (analog Sensorpaddle), die ihrerseits fest am Boxgehäuse befestigt sind – ein loses Teil weniger im Gelände. Das ist stabil, outdoor einfacher zu handhaben und auch einfach rückgängig zu machen. Gewicht QMX mit Batteriebox (660g), LC-Tuner (156g), USB-Ladeadapter, 4m Antennen- und 1m Datenkabel, Ohrhörer, Heft und Stift in Kühlschrankbox 1,1kg

Zusätzliche Wärmeabführung und Einbau von je 3 BS170:: Probleme mit der Wärme treten nach meinen Erfahrungen bei Digitalbetrieb auf, insbesondere dabei bei Experimenten zur Leistungserhöhung und bei Outdoorbetrieb in der Sonne. Sie sind zurückzuführen auf die geringe Gehäusegröße und die geringe thermische Kopplung zwischen Board und Gehäuse.Meine Kühl-Modifikation setzt auf den Gedanken: Alle Wärme der BS170 auf das (in sich gut wärmeleitende) Board leiten und von dessen Unterseite auf die untere Gehäuseschale (als außenliegendes Kühlblech).
Es gibt einige Ideen zur Aufrüstung, ich bevorzuge die mit 2x3 BS170, wurde vor längerer Zeit im Forum vorgestellt. Hauptgrund: Alle FETs liegen auf der original-Kühlfläche auf. Die FETs rechts und links werden normal an der Außenseite der Kühlfläche eingebaut. Die beiden mittleren FETs werden mit der Flachseite nach oben montiert, damit Source an Source und Drain an Drain der Nachbarfets liegt, das Gate kommt an einen der Nachbarfets. Alle 6 FET's sind bei mir auf der abgerundeten Seite einheitlich bis auf 2,2-2,5mm Gesamtdicke abgeschliffen (bessere Wärmeableitung, gleiche Bauhöhe, Beinchen nicht stark belasten. Obenauf kommt ein Alu-Winkel. Oben an den beiden rechten FETs befindet sich der Thermistor zur Temperaturkontrolle, inzwischen ist er in der Spalte zwischen beiden Reihen.
Inzwischen wurde auch in den QMX die BIAS-Schaltung für die BS170 eingebaut. Eine sehr beengte individuelle Lösung (sie erfordert Anpassungen beim Kühlblech), die ich hier aufgrund ihrer (mechanischen) Probleme nicht darstellen möchte. Sie ermöglicht eine bessere Durchsteuerung der BS170 (weniger Restspannung und somit Wärme) und zeigt eine Wirkung etwa entsprechend einem zusätzlichen BS-170-Paar. Der Versuch, 2x4 BS170 zu installieren, wurde am QMX wieder verworfen (Kühlung fand keine gute Lösung wegen dem erforderlichen Stapeln der BS170) und es wurden Steckkontakte für die BS170 montiert (vor allem zur Schonung der Lötpin des Boards – das Bild zeigt die vorherige Variante)
Spannung >9V (am 9V-QMX) ohne Überhitzungsschutz riskieren den Hitzetod des QMX!
Hin und wieder werden defekte Endstufen diskutiert und zu hohe Betriebsspannungen als Ursache genannt. Sehr häufig wurden die entsprechenden Geräte mit Digi-Modes benutzt, eher selten im reinen CW-Betrieb. Ich habe zwischen den FETs in FT8 bandabhängig (21MHz) Temperaturen bis 70°C gemessen, es kann je nach Bedingungen auch etwas mehr werden.
Ich sehe als eine mögliche wichtige Ausfallursache eine Überhitzung der Endstufe, z.B. durch
- hohe Belastung durch den intensiven FT-8 Betrieb (erheblich mehr noch z.B mit Olivia usw.).
- schlechteren Wirkungsgrad wegen hohen SWR/unzureichend getunten LP-Filtern
- Absinkender Wirkungsgrad bei höheren Bändern
- Intensive Sonneneinstrahlung auf das Gehäuse im Portabel-Betrieb
Auch mein QMX meldete mir bei meiner ersten POTA-Aktivierung in FT-8 mehrfach das Erreichen der (selbst festgelegten, zwischen den FETs mittels Thermoelement gemessenen) 50°C – Temperaturschwelle.
Originalkühlung des QMX: Im QMX-Forum veröffentlichte Messungen zeigen, dass etwa 50% der Wärme der FETs über die Anschlussdrähte und 50% von einem allseitig umschlossenen FET-Gehäuse abgegeben werden. Am QMX ist die Oberseite der FETs kaum allseitig umschlossen, so dass man davon ausgehen kann, dass sicherlich gut 80% der Wärme der Endstufe auf das Board abgegeben werden. Das Board leitet die Wärme zwar recht gut in sich, ist aber nur über eine geringe Luftzirkulation mit dem Gehäuse thermisch gekoppelt, mittels derer die gesamte Wärme des Boards auf das Gehäuse übertragen werden muss. Will man die FET-Gehäusetemperatur auf 50°C begrenzen, stehen dafür je nach Jahreszeit nur 20-40° Wärmedifferenz zur Verfügung, und das ist im Sommer sehr wenig, die FETs werden sehr heiß, obwohl das Gehäuse wegen schlechter thermischer Kopplung sich nicht merklich erwärmt.
Hier meine Lösung, am Schreibtisch gebastelt, als Anregung, keine exakte Bauanleitung. Links ist die Unterseite meines QMX zu sehen, darüber 2 Kühlbleche. Wichtig – die FETs sind hier nicht durchgesteckt, somit sind die Lötaugen glatt, anderenfalls dürfen sie nicht überdeckt werden wegen Kurzschlussgefahr. Das kleinere Kühlblech trägt unten ein Isolierband, um Kontakte mit den Lötaugen und Leiterzügen (unter dem grünen Überzug) zu verhindern. Dicke hier je Blech 1,5mm. Im Bild darunter sieht man die Lage dieses Kühlbleches auf der Leiterplatte, es darf nur Kontakt zur Befestigungsschraube (Grund) haben.
Im dritten Bild ist das obere Kühlblech (es ist inzwischen durch ein längeres ersetzt) montiert. Die Senkkopfschraube muss vollständig versenkt sein. Zusätzlich habe ich Wärmeleitpads (Silikon)in Hohlräumen unter dem Kühlblech, sowie unter den LPF sowie unter Q507 angebracht. (Beide können recht heiß werden. Pads werden in verschiedenen Dicken und Qualitätsstufen bei A.. angeboten).
Der Spalt zwischen Leiterplatte und Gehäuse beträgt um 3mm. Die Wärme des Boards wird von der PA-Unterseite über das kleine Blech auf das obere Blech übertragen und von dort auf das Gehäuseunterteil. Die etwas größere Fläche des oberen Bleches verringert den Wärmeübergangswiderstand zum Gehäuse. Die Bleche habe ich mit einem Hauch Heißkleber unter Druck verklebt. Sehr hilfreich ist es, den verbleibenden Luftspalt Blech / Gehäuseschale durch eine (2-3) Isolierbandlagen zu minimieren. Iso-Band ist zwar kein guter Wärmeleiter, aber bedeutend besser als ein Luftspalt.
Auf dem untersten Bild ist die Oberseite des Bords zu sehen. Die Scheibe wurde durch ein aus einem L-Profil gefertigtes Alu-Teil ersetzt und liegt auf der plan geschliffenen Oberseite der BS170 auf (Restdicke bei mir 2,5-3mm, Anschlüsse nicht mechanisch belasten. Der mittlere der 3 FETs ist gedreht eingebaut, seine Anschlüsse werden an dem rechten/linkem FET angelötet). Ich verwende eine geringe (!) Menge Heißkleber zur besseren Wärmeübertragung. Der abgewinkelte Teil reicht bis auf Höhe des Bord, etwa 8-10mm, und sollte bis nahe zum Gehäuse reichen. Durch ein Wärrmeleitpad oder wie hier einen schmalen Blechstreifen sollte die Wärmeableitung zum Gehäuse unterstützt werden. Es ist eine unterstützende Maßnahme, der Hauptteil der Wärme wird über die Unterseite des Bords abgeführt.
Der QMX wird nach dem Umbau deutlich handwarm, besonders die untere Gehäusehälfte – und schon im 9V-Betrieb. (Bei 50°C an der PA erwärmt sich das Gehäuseunterteil bei mir bis auf 40°C). Im Außeneinsatz kann etwas Wind nach meinen Beobachtungen sehr hilfreich für die Kühlung sein. Die Nachrüstung hilft nicht nur den FETs, sondern auch den anderen Bauteilen auf dem Bord und verbessert die Zuverlässigkeit.
Die Kühlbleche liegen auf Masse. Jeder Kontakt mit anderen Bauelementen kann den QMX zerstören!

Meine Eindrücke beim Aufbau: Beim QMX ist, zumindest aus Amateursicht, die Miniaturisierung extrem. Das englische Handbuch sollte kein Hindernis sein, ich habe nie englisch gelernt und komme damit auch zurecht. Aber man sollte die Anweisungen genau befolgen (sehr detailliert und somit umfangreich) und alles erst mal durchlesen und verinnerlichen, bevor man beginnt. Es geht hier nicht um Millimeter, sondern um Zehntel, die einzuhalten sind. Bauteile wieder Auslöten geht nur sehr schwierig. Der Grund ist: Die sechslagige Leiterplatte braucht viel Wärme (ein 60W-Lötkolben ist das Minimum), die Bauteile sind eng gepackt und lassen sich teilweise kaum fassen. Und der SMD-Teil ist schwierig ohne Spezialausrüstung und Übung. Also Respekt vor den entsprechenden Stellen. Insgesamt ist in den QMX eine ganze Menge knowhow geflossen seit QCX-Zeiten (es läuft alles digital), Signalverarbeitung, Diagnose und Schutztechnik. Sinnvoll ist es, sich vor dem Aufbau im Diskussionsforum anzumelden bzw. zumindest die Beiträge zu abonieren.
Nach dem Einbau der Wärmeableitung reduzierte sich das Absinken der Ausgangsleistung (bis zu 0,25W) bei längeren Einschaltzeiten (FT8) deutlich. Das deutet auf merkliche Reduzierung der Sperrschichttemperatur der BS170.

Reduzierung Grundrauschen: Mein QMX (60-15m) hatte ein deutlich höheres Grundrauschen gegenüber meinem QMX+. Als stärkste Störquelle wurden die Magnetfelder der Induktivitäten der Regler für 5V und 3,3V geortet. Es handelt sich um ein breites Frequenzspektrum, das beim Schaltvorgang entsteht. Weiterhin ist diese Quelle im QMX relativ nahe an Elementen des Empfängereinganges. Erfolgreich war die Abschirmung der beiden Drosseln mit kupfernen Abschirmbechern (K) aus kleinen ZF-Filtern. Erdung diese Kappen brachte keine merkliche Änderung. Die Becher müssen gekürzt und fixiert werden, damit unten keine Kontakt mit der Schaltung möglich ist. Da der Platz zum Display sehr knapp ist, wurden die unteren Zwischenmuttern (M) der Befestigung in ihrer Dicke halbiert, um die Regler etwas abzusenken, Die Kontaktstifte des darüber liegenden Displayboard wurden an den Becherpositionen (vor allem links) abgeschliffen, Abschließend wurde zur Sicherheit ein Iso-Bandstreifen auf die Kappen geklebt
Im, Ergebnis erhöhte sich das MDS des QMX um 4 bis 10dB. Es empfiehlt sich, vor dieser Änderung zu Testen, ob bei Anstecken der Antenne sich das Rauschen erhöht (vor allem obere Bänder). In diesem Fall ist die Änderung nicht nötig.
Die Empfindlichkeit erreicht nicht ganz die meines QMX+ (siehe dort)

Änderungen an der PA: (S) ist der Temperatursensor,jetzt oben. Kontakte für die BS170 wurden eingebaut und das Befestigungsblech verkleinert.

Ist-Stand: Mein QMX (mit dem nachgerüsteten Kühlsystem!) hat jetzt 30 POTA-Aktivierungen (faktisch je 2 Stunden Dauer-CQ in FT8) hinter ich. 1/26 wurden die Luftspalten zum Gehäuseboden nochmals minimiert, aktuell mit Wärmeleitpads ergänzt. Das verbesserte die Wärmeableitung zur unteren Gehäuseschale deutlich

Mein QMX nach den obigen Umbauten:
In der Tabelle bedeuten: Upa Spannung an der PA, Ib Stromaufnahme, Pain Leistungsaufnahme ohne RX-Wert, out Ausgangsleistung, PvPA Verlustleistung PA (+Trafo+LPF), Eff Effizienz PA, OW schlechteste Oberwelle.
Es hat einige Arbeit gemacht, Wirkungsgrad und Wärmeabführung aus dem Gehäuse so hinzubekommen, dass die nebenstehenden Werte stabil erreicht wurden. Beim Betrieb mit 9V ist alles problemlos. Beim Betrieb mit 11V (Softwarebegrenzung) bringt er außer auf 17m rund 8W Output (volle Batterie). Beim Test (Endlosschleife CQ mit FT8) auf 15m ergab sich bei 23°C nach 35min eine stabile Temperatur von knapp 50°C an der PA und 40°C an der Bodenschale. In der Nähe der 50°C-Grenze sank die Ausgangsleistung um 0,1-0,2W). Somit können alle Bänder mit 11V betrieben werden, insbesondere bei 20 und 15m (gelbe Markierung) ist die WarnLED zu überwachen und gegebenfalls auf 9V umzuschalten.
- schon leichter Wind kann deutlich kühlend wirken, Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung hat höchste Priorität!

Mein QMX im Einsatz

Für den Transport des QMX dient eine simple Küchendose 25x16,5x6cm. Sie passt in einen kleinen Rucksack und ist leicht, bruchfest und schützt ausreichend vor Transportschäden und enthält die gesamte Station außer der Antenne. Es empfiehlt sich, den Deckel zusätzlich zu sichern, ich verwende ein Klettband. Ihr Inhalt:
- eine Kopie der Lizenzurkunde (am Boden)
- QMX mit angeschraubter Batteriebox (3S2P, für ca. 5h FT8 ausreichend)
- LC - Antennentuner
- 3,5m Koaxkabel (schwarz) für Verbindung QMX zum LC - Tuner
- 1m USB-Kabel (weiß) mit MWS für Verbindung QMX - Smartphone (bei FT8-Betrieb)
- Notizbuch und Stift für Aufzeichnungen aller Art
- Ohrhörer (im Plastikbeutel)
- Antennenstromindikator (mangels Bedarfs nicht mehr mitgeführt)

Der QMX erreicht annähernd gleiche mögliche Ausgangsleistungen wie auch der QMX+, muss aber durch die geringere Wärmeabführung des kleinen Gehäuses bei intensiven Betrieb eher in der Leistung begrenzt werden, um Wärmeschäden zu vermeiden.

Um das Kabelgewirr minimal zu halten, wurde die Batteriebox mit dem QMX verschraubt. Gehalten wird sie von 4 Lötösen, die mit den Deckelschrauben des QMX-Gehäuses stabil verschraubt sind.^ Die Lötösen wurden auf ein Stück Leiterplattenmaterial gelötet, welches an die Batteriebox angeklebt wurde (ja, geht schöner). Die geringe Breitendifferenz von 1-2mm konnte durch Biegen ausgeglichen werden.. In gleicher Art wurde auch der Sensorkeyer mit 2 Lötösen befestigt, die elektrische Verbindung erfolgt über eine Stiftleiste, die unter der Stromversorgungsbuchse mit Heißkleber eingeklebt wurde. Neben dieser Buchse befindet sich die LED, die vor Übertemperatur an der Endstufe warnt und somit zum Verzicht auf die maximale Leistung auffordert. In den knapp 1,5 Jahren/ca. 50 Aktivierungen in POTA sind mir keine BS170 ausgefallen, beim Modifizieren des Gerätes kam es dagegen durchaus zu Schäden am Gerät durch Unaufmerksamkeit.
Im QRPLABS - Forum wird viel über PD - fähige Powerbank als universelle Stromversorgung diskutiert. Ich habe diese noch nicht getestet. Mein QMX wiegt, wie nebenstehend abgebildet mit 6 LiIon-Zellen (3S2P), etwa 660g.
Der QMX mochte bisher keine wackeligen Batterieanschlüsse, Ausfallrisiko! Nur Stecker 2.1 x 5.5 mm benutzen, keine 2,5 x 5,5 mm

Mein CW/Digi/SSB -TRX QMX+ (9V, 160 - 10m) /mod

Der QMX+ ist elektrisch dem QMX faktisch bis auf einige Zusatzfunktionen gleich, genaueres zum Originalgerät findet man auf den Seiten von QRPLabs. Das 6m und 11m – Band sind bei mir inaktiv geschaltet.
Hauptunterschiede sind:
- Der QMX verfügt über 6 Bänder (in 3 verschiedenen Kombinationen angeboten), der QMX+ umfasst 160 bis 6m
- Das Gewicht des QMX+ ist (abhängig von möglichen Einbauten, z,B. Akku) etwa das Doppelte des QMX (dort Einbauten faktisch kaum machbar)
- Aufgrund des größeren Gehäuses ist der QMX+ thermisch robuster und einfacher erweiterbar und zugänglich.
Ich habe in meinen QMX+ weitgehend die gleichen Modifikationen eingebaut wie im QMX.
Zu sehen sind
- unten der Schutzdeckel Frontplatte mit Ohrhörern (
3), wird auf die 4 Bolzen an der Frontplatte gesteckt.
- an der Unterseite des QMX+ zwei Aufstellfüße (angeklebt)
- auf der Oberseite vorn Touch-Sensorflächen (
1), annähernd mittig die Sensorpaddles (CW, Punkt und Strich)
- hinter dem Sensorstreifen 1 Checkkartenhülle (hier eingesteckt Abstimmtabellen für die Elemente des LC-Tuners).
- zwischen den beiden Touch-Flächen zur CW-Tastung (
2) unter dem breiteren Spalt sitzt die WarnLED für Überhitzung
Nicht sichtbar:
Temperatursensor ist ein kleiner Heißleiter zwischen den BS170, die Schaltung entspricht der des QMX. Wie im QMX beschrieben, sind auch hier 2x3 BS170 eingebaut. Als Transportbox wurde für den QMX+ eine Küchendose gewählt.

An der Rückseite (unten) befinden sich außen links der Batterieschalter (1) mit Schutz gegen zufälliges Schalten, mittig sitzt der Spannungsregler LD1064 (3), benutzt die Rückwand zur Wärmeableitung, rechts die Anschlüsse für Stromversorgung und Balancer. Angeschlossen sind alle Teile an der Rückwand über Steckverbinder. Zentral bis rechts sieht man die 3 LiIon-Zellen (4) (21700, 5Ah, geschützt, aber ohne Balancer). Funktionen des Spannungsschalter S1 (Aus/Einschalter des QMX funktioniert unabhängig):
Der externe Netzanschluß ist immer mit der Batterie verbunden, Laden mit max. 12,2V und Strombegrenzung.
(oben): Batterie direkt am Eingang QMX+.
(mittig): alles ausgeschaltet
(unten): 9,3V am Eingang QMX+ (Erzeugung mit LD1064).
-
7,5V durch Umschaltung LD1064 mittels Sensortaste (für Everringerte Leistung oder bei zu hoher Temperatur).
Der Spannungsumschalter dient auch als Hauptschalter, da bei Einfrieren des QMX+ die elektronische Geräteabschaltung oft nicht mehr funktioniert.
Ich habe den Ersatz des Analogreglers durch einen Schaltregler betrachtet für meine QMX(+) betrachtet..
Lt. Datenblatt soll die Eingangsspannung >=1,5V über der Ausgangsspannung liegen, hier also >=10,5V
Sendebetrieb (Bei Empfang sank der Wirkungsgrad um 1-2%):
Bei 11,6V (auf 9V) brachte der 3A-Wandler 93%, es wurden 0,2A = 13% Strom gespart.
Bei 10,5V (auf 9V) brachte der 3A-Wandler 91%, es wurden 60mA = 4% Strom gespart.
Ergibt bei optimistischer Betrachtung bei 5 Std ca. 40min, wahrscheinlich eher 30min Gewinn
Nebeneffekt: Der Wandler stört bei Einbau ins Funkgerät nicht nur über die Leitungen, sondern auch deutlich über sein Magnetfeld. Er muss also abgeschirmt und entstört werden. Im Bereich um 10,5...9,5V springt die Spannung (um ca. 0,5V lt. Multimeter, nicht mit Oszi auf Impulse untersucht). Deshalb bleibe ich beim Analogwandler

Links der Batterien ist der aufgesetzte Kühl- und Befestigungswinkel der BS170 und der größere Trafo (
5) zu sehen. (2 Wdg. RG316-Koaxialkabel mit Mittelanzapfung am Schirm, Übersetzung 2:2.)
Hinter der Frontplatte ist die Sensorelektronik (
6) und Temperaturwarnschaltung angebaut.
Noch dazugekommen ist vorn links ein Lautsprecher im Deckel und der Verstärker vorn unten über dem Bord (nicht im Bild).
Mein QMX+ wiegt, so wie nebenstehend beschrieben, etwa 1200g, und somit knapp das doppelte des QMX.

Verstärkte Kühlung Ansicht von unten :
- Auf der Unterseite wurden 3 Kühlbleche (1) aus 2 Lagen 1,5 mm Alu-Blech mit Heißkleber befestigt. Der dem Gehäusedeckel zugewendete Streifen ist relativ breit für einen möglichst guten Wärmeübergang. Die leiterplattenseitigen Bleche (weiße Stellen unter den roten Teilen) sind relativ schmal. Sie sind mit der Leiterplatte mittels etwas Heißkleber verklebt. Unter der mittleren Fläche liegen Leiterzüge, deshalb wurden schwarze Isolierbandstücken zuerst auf die LP geklebt und darauf die Bleche. Die roten Isolierbandstreifen auf den oberen Blechen dienen dem Feinausgleich der Luftspalten zum Unterboden. Bei mir sind es 2 bzw. 3 Lagen, der Luftspalt sollte so klein wie möglich sein, Direktkontakt durch das Isolierband leitet Wärme bedeutend besser als ein Luftspalt. Auf der Oberseite wurde die Unterlegscheibe zur Befestigung der BS170 durch einen Aluwinkel (2) ersetzt.
Die Ergänzung ermöglicht unterstützende Wärmeabführung. Die Bodenschale wird nun im Betrieb handwarm.

BIAS-Erzeugung: Nachbau ist nur für geübte Amateure bei eingebauter Temperaturwarnung sinnvoll. Die Schaltung ( gelb eingerahmt) erzeugt eine höhere Gatevorspannung (hier um 3,4V, hängt von der Schwellspannung der BS170 ab). Dadurch können die Transistoren besser durchgesteuert werden, gleichzeitig schützt die kapazitive Trennung den Treiber im Fehlerfall. (Effektivität etwa wie ein weiteres BS-170-Paar parallel, nur ohne Kapazitätserhöhung). Diese Änderung ist mechanisch relativ knifflig (Ausgänge des Treiber-C von LP lösen und über C's zum Gate führen), Einspeisung Vorspannung montieren,
Es besteht wenig Bauhöhe und Leiterauftrennungen auf dem Board wurden unterlassen.
An dem weißen Isolierbandfleck (3) im Bild darüber sieht man rechts die Verbindung zu den von dem Board gelösten Treiberausgängen und links die Einspeisung der Vorspannung,
Die BIAS – Erzeugung wurde gegenüber dem QMX geändert (PTT nicht mehr benutzt, dadurch auch bei Practice problemlos nutzbar),
Schaltung siehe hier .

Lautsprecher: Inzwischen habe ich im QMX+ einen kleinen Lautsprecher nachgerüstet. Es wurde ein Verstärkerkit mit LM386 benutzt, das es günstig im 5er-Pack bei A. gab, so dass ich von Selbstbau absah. Es musste von V=200 auf V=20 umgerüstet werden (siehe Datenblatt LM386, entfernen Bypass und C zwischen pin 1 und 8) sowie Anzeige-LED unterbrechen, benötigt sonst 10mA. Er wird mit der Betriebsspannung des QMX+ betrieben (7-12V; die 5V im QMX dürften nicht ausreichend belastbar sein für den Verstärker). Als Lautsprecher dient ein 4x3cm- Exemplar mit 8 Ohm. G3SPL hat diese Variante im Forum für den QCX+ beschrieben. Befestigt ist der Verstärker auf der Hauptplatine, von der auch alle Zuleitungen kommen. Der Lautsprecher sitzt im Deckel. Die NF wird am Umschalter der Ohrhörerbuchse abgenommen, so dass er nur bei gezogenen Kopfhörer funktioniert. Die Stromaufnahme ist nahe Null bis ca. 60mA bei normaler Lautstärke und akzeptablen Klang, darüber wird er dann bei mir sehr kratzig. Die beiden Kondensatoren (50nF, 10nF) am NF-Eingang wurden zur Frequenzgangkorrektur eingefügt, da der Frequenzgang um 500Hz eine starke Überhöhung aufwies. Einer Lautsprecherbox macht das Ganze keine Konkurrenz, und einen Raum kann man wohl auch nicht beschallen. Gesamteindruck:trotzdem positiver als erwartet und gerade für KW-QSO gut geeignet. Wenn er doch mal , pfeift (z.B. Terminalbetrieb), Kopfhörer einstecken, dann ist Ruhe.

Ausgangsleistung meines modifizierten QMX+
Es bedeuten: Ub: Betriebsspannung PA am Terminal, Ib: Stromaufnahme lt. Extern
PWR_in: aufgenommene Leistung (-RX), -out Ausgangsleistung, Eff: wirkungsgrad PA, Verlust: Verlustleistung an PA (+ LPF). Getestet bei Raumtemperatur
Betriebsspannungstest mit FT8 (Zimmer, 20°C):
Weiß hinterlegte: keine Einschränkungen im Betrieb zu erwarten.
Gelb hinterlegte: Verhalten im Sommereinsatz testen, ob es zu Überhitzung der PA kommt (LED 50°C leuchtet)

Gegenüberstellung meines modifizierten QMX / modifizierten QMX+ (beide 9V - Ausführung)
Simpel ausgedrückt: Der QMX ist für den Wanderer, für den jedes Gramm im Rucksack zählt – der QMX+ für den, der bastelt oder Einbauten wie Batterien oder mehr Schnittstellen wünscht. Auch die kompletten Kurzwellenbäder des QMX+ sind ein Argument für viele, der SOTA-OM kann da meist verzichten.
Einige schrauben an der Leistung. Da ist der QMX+ deutlich im Vorteil. Beide sind zwar elektrisch gleich, aber mehr Leistung heißt mehr Abwärme, und der QMX+ verkraftet diese schon original deutlich besser, und auch die Optimierung der Kühlung ist einfacher.zu machen

So wird bei der SSB-Optimierung bis hoch auf 21MHz mit erhöhter Betriebsspannung (11V,20°C) mein QMX auf 21MHz recht heiß (BS170 55-60°C, Gehäuseboden 45°C), diese Temperatur geht erst nahe Ende der Optimierung zurück, der QMX+ bleibt handwarm, die Warn-LED immer aus, kein Problem.

QMX mit FT8TW(FT4/FT8)
Wer längere Zeit (Stand 04.08.26) nicht das Programm benutzt hat, wird feststellen: Da tut sich ganz schön was, der Entwickler ist recht aktiv. Das betrifft nicht nur Stabilität und Feinschliff an FT8/4/2, es gibt auch neue Menüpunkte wie JS8 (-Call), WSPR und Radiotool sowie ein popup-Menü zum Umschalten auf dem Hauptbildschirm (calling). Nicht alles funktionierte bei mir auf den ersten Versuch, aber es wird intensiv dran gearbetet. Beim Radiotool funktioniert auf Anhieb der Lautsprecher und die Tunefunktion (ohne die QMX-spezifische Abregelung der Leistung), die Mikrofonfunktion war zu leise. Auf Facebook gibt es eine Community mit dem Entwickler. Einziger Wermutstropfen: es gibt (noch) kein Manual, aber einiges steht in den Infopunkten im Programm. Das Programm ist vor allem ausgelegt für Aktivierungen mit geringen (Gewichts-) Aufwand, das Smartphone ist ja immer dabei. Hunting sowie P2P-QSO sind mit einem PC etwas komfortabler zu machen, aber möglich. Hervorzuheben ist, dass Zusätze bis 4 Zeichen (SOTA, POTA) in den CQ-Ruf eingefügt werden können. Bisher wurde das Programm mehrfach weiterentwickelt.
Alle Erklärungen zu den Einstellungen stehen in den Settings, erreichbar durch Antippen der blauen Kreise mit dem „i“ (in englisch). Derzeit werden meine QMX(+) hauptsächlich für POTA im Mode FT8 genutzt. CW und SSB sind für POTA - Aktivierungen aufgrund der nur 5W für die aus Raumgründen meist verwendeten Vertikalantennen für eine erfolgreiche Aktivierung meist eine Herausforderung. Die einfachste Form benötigt dazu nur das Smartphone (hier mit Android) mit dem Programm FT8TW (erhältlich Google playstore). Zum Anschluss benötigt es nur ein USB-Kabel. Der Wegfall des Computers spart eine Menge Gewicht und Raum und macht das Ganze mit einer Antenne wie der modifizierten HFP1 rucksackfähig. (ab ca. 3kg)
Mit den heutigen 7-Zoll-Smartphones ist die Bildschirmgröße nicht das Problem, das Arbeiten mit dem spiegelnden 12-Zoll Tablett war deutlich nerviger im Freien. Da die bisherige Programmbeschreibung weitgehend der Information im Programm entspricht, hier einige Anmerkungen zum Setting-Menü. Bitte auch die Anmerkungen zur QMX - Nutzung im Digitalbetrieb beachten.
Das Programm sucht die Schnittstelle übers USB-Kabel selbständig und verlangt dann die Bestätigung, LOC und TIME werden (bei Freigabe) automatisch vom Smartphone übernommen, der verwendete TRX ist einmalig einzugeben (bei verschiedenen Programmen auf dem Phone), dann sollten alle Einstellungen stimmen. Gültige QSO werden automatisch geloggt. Das Log kann über die Exportfunktion per WLAN (oder Email) auf den PC übertragen und dort gespeichert werden. Die einzutragende Browseradresse wird bei Aufruf (Button links oben) angezeigt. Beide Geräte müssen im gleichen Netzwerk eingeloggt sein.
Unter Spectrum wird das eingehende Signal angezeigt. Calling ruft den QSO - Modus auf, sichtbar am roten Lautsprecher oben rechts. Ist er durchgestrichen, pausiert die Sendung. Ein Aufruf von WSPR (jeder Aufruf muß freigegeben werden, gut für Antennentest, weniger als Bake gedacht) in FT8TW stellt übrigens die Uhr des QMX sekundengenau auf die Telefonzeit ein. Beim Radiotool funktioniert bei mir der Lautsprecher mit etwa 0,7s Latenzzeit zum QMX, Push to talk geht nur bruchstückhaft und blockiert danach den QMX, ist auch im Forum angesprochen.
Seq 0/1 zeigt den zur Sendung genutzten Zeitschlitz. Umschaltung durch kurzes pausieren (Lautsprechersymbol aus/ein während Sendung). Umschaltung zwischen (Modi/Programmen) geht am einfachsten via popup-Menü.
Das Bild zeigt die Station am Hang, um 2 Wanderwege zu erfassen, ohne sie zu blockieren.

Die Möglichkeiten der Einstellung des Sendepegels:

- Am Phone die Lautstärkeregelung am Gehäuse.
- In FT8TN den Schieber Lautstärkeregelung
- Kontrolle am QMX beim Senden: unter dem A (B) des VFO muss eine durchgehende Punktreihe sein.
- wenn (unter Android) der Pegel gar nicht reichen will, im Menü DIGI des QMX die Ansprechwerte (Rise/Fall threshold) anpassen. Die Schwellwerte am QMX stehen bei mir in DIGI/Rise threshold auf 80, Fall threshold 60. An meinem QMX+ waren DIGI/Rise threshold 60 und Fall threshold 35 (maximal) notwendig, um Aussetzer wegen zu geringem Signal zuvermeiden („E“). Das USB-C Kabel ist ein normales Standardkabel, voll belegt für Datenübertragungen.


POTA




Inzwischen verwende ich statt dem Tablett das Handy für Fuß und Fahrrad, 725g leichter, da man das Handy ja immer mit hat. Für FT-8-Betrieb portabel bin ich von FT8CN auf dessen Klone FT8TW, der inzwischen auch FT4 beherrscht, umgestiegen. (An meinem Handy und auch Tablett gab es mit FT8TW ungewollte Modeumschaltung bei Frequenzwechsel). Der Laptop ermöglicht komfortableren Betrieb, wenn man auch mal nach P2P-QSOs schauen will, ist aber eher fürs Auto wegen Größe und Gewicht. Für alles andere reicht unterwegs Papier. Sind Windgeschwindigkeiten über 20km/h (Böen 40km/h) angekündigt oder frostnahe Temperaturen, bleibe ich zuhause. Radfahren macht mir dann keinen Spaß mehr und Bäume verlieren hier im Umfeld dann auch mal dickere Äste, da muss ich nicht drunter sitzen. Und im nasskalten trüben Novemberwetter spazieren gehen mag ja noch Spaß machen, aber dann stundenlang auf einer windigen Parkbank sitzen ist eine andere Sache, ist nicht mehr altersgerecht.

Zur Stationsausrüstung: POTA-Aktivierungen im Stadtpark mit 5W gehen durchaus, sind aber selbst mit FT8 mitunter kein Selbstläufer. Naturschutzgebiete verbieten oft das Verlassen der Wege, und auch im Erholungsgebiet sollte man überlegen, welche abgerissenen Drahtschlingen man auf Wiesen und in Bäumen hinterlässt, da kommt das Hobby schnell in Verruf. Während an Wochenenden viele Signale zu erreichen sind, gibt es insbesondere in der Woche tageszeitabhängig recht ruhige Zeiten. Als Antenne finde ich Vertikalantennen gut geeignet, wegen Unauffälligkeit und ihres geringen Platzbedarfs, bei mir jetzt die Kombi InvV/Up&Outer. Grundradiale habe ich inzwischen ausgesondert, 1-2 elevated 5m-Radiale sind insgesamt handhabungsfreundlicher und mindestens gleichwertig. Die InvV bringt gute Signale trotz nur 5m Höhe und 13m Länge, aber ihre Aufstellung ist nicht immer problemlos. Dichte, feuchte Buchenwälder sind nichts für Vertikalantennen, ob sie eine InvV besser behandeln, habe ich noch nicht getestet. (Keinesfalls Antenne an den Baum lehnen, um Standsicherheit zu gewinnen, das funktioniert fast nie). Meine Minimalausrüstung – QMX mit InvV – kommt auf ca. 2,5kg im Rucksack, meist sind es aber um 4kg.
Die Schwellwerte am QMX stehen bei mir in DIGI/Rise threshold auf 80, Fall threshold 60. An meinem QMX+ waren DIGI/Rise threshold 60 und Fall threshold 35 (nicht mehr) notwendig, um Aussetzer wegen zu geringem Signal zuvermeiden („E“)
PA – Ja/Nein Kürzlich habe ich mich mit der Anschaffung einer PA (MicroPA 50+) beschäftigt. Sie wiegt um 650g, ihre Parameter sehen akzeptabel aus. Aber das Drumherum: Sie braucht bei 30W Output mindestens 4A (Vollaussteuerung 8A), also benötigt man mindestens einen 6Ah Akku für eine kurzgehaltene Parkaktivierung, macht weitere 650g. Mein LC-Antennentuner (~10W) ist zu schwach, also muss das deutlich schwerere Z-Match (bis 40W) ran. Die Ansteuerung der PA muss auch noch einstellbar sein, um Übersteuerungen zu vermeiden, also Dämpfungsglied dazwischen. Letztlich schleppt man statt 1,4kg (QMX in Transportbox) mindestens 3kg (ohne Antenne!) mit für ein paar QSO bzw. eine reichliche S-Stufe mehr und das ganze Handling (Auf/Abbau, Betriebsablauf, passt das noch in den Rucksack?) wird komplizierter. Für mich persönlich letztlich zu viel drum herum für POTA, ich lasse es sein. Mit dem Auto sieht das alles einfacher aus, nur kommt man damit oft nicht legal in einen Stadtpark oder ein NSG. Inzwischen haben mein modifizierter QMX / QMX+ (um 7-8W) ihre POTA-Eignung auch bezüglich Sendeleistung bewiesen.

Wer bei POTA einsteigen möchte:
https://pota.app/#/“ Die zentrale Seite (englisch) mit aktuellen Spots und Infos zum Betrieb sowie den Regeln, deren Einhaltung angemahnt wird. Erreichbar sind alle Informationen links über die 3 horizontalen Striche. Meldet man sich an, findet man dort auch Angaben zu den eigenen erreichten Verbindungen.
Grundsätzlich funktioniert der Ablauf folgendermaßen:
- Ein Aktivator loggt sich ein und meldet seine Daten (Park-Nummer, Frequenz, Modulation) an. Diese Daten erscheinen sofort als aktive Spots auf der Hauptseite
- Ein Hunter/(Jäger) sucht das Band gezielt nach den gemeldeten Aktivationen ab (und teilweise auch unangemeldete) und versucht ein QSO durchzuführen. (Die Suche nach CQ POTA de , insbesondee in CW uns SSB, auf dem Band ist deutlich ineffektiver gegenüber der Nutzung der Spots)
- Der Aktivator lädt sein Log auf den Server (Der Hunter meldet keine QSO). Der Hunter sieht, nach Einloggen, die für ihn zutreffenden QSO auf seinem Acount, ebenso erreichte Diplome usw.
Eine Karte zum Auffinden der aktiven Parks findet man ebenfalls in dieser App, ich benutze meist diese „https://pota-map.info“ (Anhang
/CALL=Rufzeichen zeigt Aktivierungen) von DK5UR, eine deutsche Einführung gibt es auch hier „https://parksontheair.de“ . Insgesamt alles recht entspannt, in meinen Augen auch ein Ansporn, mal dahin zu gehen, wo man noch nicht war und nicht ein vordergründiger Wettbewerb.